Jackie Gleason

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Jackie Gleason (r.) mit Brendan Behan 1960

Jackie Gleason (* 26. Februar 1916 in Bushwick, Brooklyn, New York City, New York; † 24. Juni 1987 in Fort Lauderdale, Florida) war ein US-amerikanischer Komiker, Schauspieler, Komponist und Big-Band-Leader.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleason wurde als Herbert Walton Gleason, jr. in Bushwick, New York geboren und auf den Namen Herbert John Gleason getauft. Von seiner Mutter, die ihn allein erzog, wurde er „Jackie“ gerufen.[1] Er wuchs in New York auf und ging dort in die öffentliche Schule.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Karriere war er Master of Ceremonies in Amateurshows, ein Stuntfahrer, DJ und später dann ein Comedian in Nachtclubs. Anfang der 1940er-Jahre wurde Warner Brothers-Chef Jack L. Warner auf ihn aufmerksam und nahm ihn für 250 US-Dollar in der Woche unter Vertrag.[2] Der übergewichtige, schwarzhaarige Darsteller blieb allerdings in den 1940er-Jahren zunächst nur Darsteller von komischen Nebenrollen.

Den großen Durchbruch erlebte Jackie Gleason in den 1950er-Jahren durch das Fernsehen. Gleason engagierte sich schon früh beim Fernsehen, das während dieses Jahrzehnts in den USA zum Massenmedium wurde. Berühmt machte ihn die Rolle des hitzköpfigen Busfahrers Ralph Kramden in der zwischen 1955 und 1956 erstausgestrahlten Fernsehserie The Honeymooners und die er auch nach dem Ende der Serie immer wieder in Sketchen aufleben ließ. Die in Deutschland nie ausgestrahlte Serie besitzt bis heute Kultstatus in den USA. Insgesamt hatte er von 1952 bis 1970 mehrere populäre Fernsehshows mit seinem Namen im Titel, besonders bei CBS Television, die ihn zu einem der führenden US-amerikanischen Entertainer der 1950er- und 1960er-Jahre machten.[3] Gleason war bekannt für seine Abneigung gegenüber Proben. Selbst bei Liveshows wollte er alles immer nur einmal machen und improvisieren. Häufig gestaltete er seine Figuren lebensnah an Verhaltensweisen typischer New Yorker, seine Komik bestand aus einer Mischung aus Slapstick und Verbalhumor.

Mitte der 1950er Jahre schrieb er zahlreiche Musikstücke, die sehr populär zu der Zeit waren. Er nahm sie mit seinem Orchester für Capitol Records auf, mit George Dale Williams als Arrangeur. Sie standen anfangs in Zusammenhang mit der TV-Serie Music for the Love Hours. Beteiligt waren auch Jazzmusiker (Gleason war ein Jazzfan) wie Bobby Hackett, Toots Mondello, Pee Wee Erwin, Lawrence Brown, Hank Jones, Charlie Ventura und Jimmy Cleveland. Er veröffentlichte bis Ende der 1960er Jahre regelmäßig Alben.

Als eine seiner besten Darstellungen gilt die des Poolbillardspielers „Minnesota Fats“ neben Paul Newman in Haie der Großstadt. Gleason erhielt seine einzige Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller für seine Darstellung.[4] Zu seinen populärsten Filmen zählt Ein ausgekochtes Schlitzohr mit Burt Reynolds, Jerry Reed und Sally Field. Später wurden dann noch zwei Fortsetzungen gedreht, in denen Gleason seine Darstellung des großmäuligen Sheriffs Buford T. Justice aus Texas wiederholte.

Tod und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Juni 1987 starb Jackie Gleason an Darm- und Leberkrebs. Er war dreimal verheiratet und hatte mit seiner ersten Frau zwei Töchter.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1953: Music for Lovers Only
  • 1954: Music, Martinis and Memories
  • 1955: Lover’s Rhapsody
  • 1955: Music to Make You Misty
  • 1955: Tawny
  • 1955: And Awaaay We Go!
  • 1955: Romantic Jazz
  • 1955: Music to Remember Her
  • 1955: Lonesome Echo
  • 1956: Music to Change Her Mind
  • 1956: Night Winds
  • 1956: Merry Christmas
  • 1957: Music for the Love Hours
  • 1957: Velvet Brass

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jackie Gleason – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jackie Gleason Biography. Abgerufen am 6. April 2011 (englisch).
  2. New York Media LLC: New York Magazine. New York Media, LLC, 23. September 1985 (google.de [abgerufen am 24. Januar 2020]).
  3. Eric Pace: Jackie Gleason Dies of Cancer; Comedian and Actor Was 71. In: The New York Times. 25. Juni 1987, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 24. Januar 2020]).
  4. http://www.imdb.com/name/nm0001276/awards