Jacob Meckel

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Jacob Clemens Meckel um 1890

Klemens Wilhelm Jacob Meckel (* 28. März 1842 in Köln; † 5. Juli 1906 in Groß-Lichterfelde) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalmajor sowie Militärberater der japanischen Armee.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren der Kölner Notar Karl Anton Meckel (1808–1881) und dessen Ehefrau Johanna Catharina geborene Führer (1816–1879). Aus der Ehe gingen insgesamt 13 Kinder hervor. Sein Bruder Maximilian (1847–1910) war erzbischöflicher Baudirektor in Freiburg, ein weiterer Bruder Wilhelm (1859–1935) wurde preußischer General und Ludwig (1860–1927) ein bekannter Jagdmaler.

Leben und berufliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacob Meckel absolvierte seine Schulzeit an sechs verschiedenen Schulorten, die erfolgten Umzüge der Familie waren durch den Vater arbeitsbedingt veranlasst. Während der Schulzeit erlernte er das Klavierspiel. Er war kein besonders guter Schüler. Nach Aussagen seiner Lehrer mangelte es ihm etwas an der familiären Geborgenheit im Elternhaus. Bis 1860 lernte Jacob Meckel am Gymnasium in Düren, ohne das Abitur abzulegen. Im Jahre 1860 trat er als Dreijährig-Freiwilliger in das Infanterie-Regiment Nr. 68 der Preußischen Armee ein. Mit diesem Regiment nahm er während des Krieges gegen Österreich 1866 an der Schlacht bei Königgrätz teil. Im Oktober des Jahres absolvierte Meckel für drei Jahre die Kriegsakademie. Den Krieg gegen Frankreich erlebte er 1870/71 als Premierleutnant im Infanterie-Regiment Nr. 82.

Am 12. April 1871 wurde er als Lehrer an die Kriegsschule Hannover versetzt. Hier veröffentlichte er auch seine erste wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Spezialbericht über den Unterricht in der Taktik“. Im Jahr darauf erschien seine Arbeit „Studie über das Kriegsspiel“. Hierüber erhielt er mehrere lobende Erwähnungen über die Brauchbarkeit seiner Ausarbeitungen. Generell hatte er sich daran gewöhnt, neben der Lehrtätigkeit an der Kriegsakademie auch wissenschaftlich zu arbeiten. Im September 1873 nahm er an einem Manöver des Generalstabes des X. Armee-Korps und gab im Ergebnis das Lehrmaterial „Übungsplan für den Unterricht in der Taktik“ heraus. Weitere Arbeiten von Jacob Meckel erschienen 1876: die „Anleitung zum Kriegsspiel“ und das „Lehrbuch über die Taktik“.

Am 16. Dezember des gleichen Jahres wurde er zum Großen Generalstab nach Berlin versetzt und war seit dem 1. Dezember als Dozent an der Kriegsakademie des Großen Generalstabes eingesetzt. Von September bis Oktober 1878 nahm Jacob Meckel an militärischen Übungen im Festungskrieg im Elsaß teil. Daraus entwickelte er die Schrift „Festungs- und Feldarmee“. Mit Datum des 1. Dezember 1878 wurde er zum Mitglied der Studienkommission für die Kriegsschulen berufen. Im Juni gleichen Jahres war er Gründungsmitglied der „Hohen Gesellschaft vom Rodensteyn“ in Berlin. In den kommenden Jahren baute er seine wissenschaftliche Beschäftigung mit der militärischen Taktik weiter aus und gab 1881 das Werk „Taktik, allgemeine Lehre von der Truppenführung im Felde“ heraus. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits im Range eines Majors. Ein Jahr darauf erfolgte seine Versetzung zum Generalstab der 16. Division nach Trier. Hier erschien sein Buch „Elemente der Taktik“, dass besondere Anerkennung beim damaligen Chef des Generalstabes General Helmuth von Moltke fand. Am 5. Februar 1884 wurde Jacob Meckel zum Generalstab des XI. Armee-Korps nach Kassel versetzt.

Wirken in Japan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September des gleichen Jahres weilte eine japanische Militärdelegation unter der Leitung des japanischen Kriegsministers Ōyama Iwao (1842–1916) in Berlin. Bei diesem Besuch trug der Gesandte der japanischen Botschaft in Berlin Aoki Shūzō (1844–1914) die Bitte vor, einen erfahrenen preußischen Generalstabsoffizier als Dozent für die japanische Kriegsakademie auszuwählen. Diese Akademie war 1868 in Kyoto zur speziellen Ausbildung von Offizieren für die japanische Armee geschaffen worden. Für diese Aufgabe wird Jacob Meckel als geeignet erachtet[1] und für die Dauer von vorerst zwei Jahren für den Japaneinsatz beurlaubt. Nach der Verabschiedung durch Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898) im Dezember 1884 trat er im Januar des Folgejahres seine Reise nach Japan an.

Am 18. März 1885 traf Jacob Meckel in Japan ein. Auf Grund der kurzen Vorbereitungszeit konnte er sich vorher kein sehr klares Bild von dem machen, was ihn tatsächlich in Japan erwarten würde. Er wusste, dass seit 1866 eine französische Militärmission für die Ausbildung der japanischen Armee verantwortlich war. Die japanische Armee war dadurch auf der Grundlage französischer Erfahrungen organisiert. Ihm war auch bekannt, dass bisher nur ein Deutscher zur Ausbildung von etwa 300 japanischen Soldaten am Dreyse-Zündnadelgewehr herangezogen worden war. Das war der Waffen-Unteroffizier Karl Köppen (1833–1907), der über die Lieferfirma Hartmann & Lehmann empfohlen worden war und sich seit 1869 vor Ort aufhielt. Jacob Meckel hatte auch keine Erfahrungen mit dem Buddhismus oder mit dem Konfuzianismus und keine japanischen Sprachkenntnisse.

In der japanischen Kriegsakademie gab es 45 Studenten. Jacob Meckel war in der 2. und 3. Kursstufe für den Unterricht in den Fächern Taktik, Strategie, Generalstabsdienst und Kriegsgeschichte eingesetzt. Für seinen Unterricht wurden extra zwei Dolmetscher ausgebildet und innerhalb kurzer Zeit wurden auch Lehrgänge für höhere Offiziere eingerichtet. Für diese war vor allem das Wissen über das Führen von militärischen Verbänden vorgesehen. Bereits im November 1885 fand das erste Manöver in der Nähe von Mito statt. Nach Ablauf der ersten Monate und wurden durch den japanischen General Katsura Tarō (1848–1913) weitere Aufgaben zur grundlegenden Neuorientierung des japanischen Heeressystem an Jacob Meckel herangetragen. Bis zum 1. März 1886 wurden die Militärverwaltungen vereinheitlicht. Er wirkte an der Umstrukturierung des japanischen Heeres, entsprechend dem preußischen Vorbild militärischer Organisationsstrukturen, mit. Um alle damit verbundenen Aufgaben entsprechend dem nun erweiterten Auftrag als Militärberater erfüllen zu können bat er um die Hinzuziehung eines zweiten deutschen Generalstabsoffiziers. Hermann von Blankenburg traf am 10. Dezember 1886 in Japan ein. Im Oktober 1886 reichte Meckel weitere Reformvorschläge, so die allgemeine Wehrpflicht betreffend, den Aufbau und die Befehlsstruktur größerer Verbände, die Veränderung in der Spitzengliederung, ein. Hier schlug er eine Dreiteilung vor. Die strukturelle Ausrichtung des japanischen Kriegsministeriums als Verwaltungsbehörde. Den Generalstab zur Mobilmachung und militärischen Führung der Heeresverbände. Und als dritte gleichgestellte Behörde die Generalsinspektion mit den Zuständigkeiten für das Personal und das Bildungswesen, zu organisieren.[2] Noch im gleichen Jahr stimmte der Tenno diesen Vorschlägen zu.[3]

Diese Aktivitäten fielen in eine Zeit, in der sich Japan und Deutschland in aktiven Vertragsverhandlungen um die Neuausrichtung ihrer bilateralen Positionen befanden. In diesem Zusammenhang trat der deutsche Botschafter in Tokyo Theodor von Holleben (1838–1913) an Reichskanzler von Otto von Bismarck heran, den Vertrag von Jacob Meckel als „ausländischer Berater“ (o-yatoi gaikokujin), zu verlängern, weil durch sein Wirken Deutschland in viel besser Verhandlungspositionen käme. Bismarck stimmte dem Vorschlag zu. Zeitnah erhielt Jacob Meckel das Angebot einer Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre. Er sagte seine Unterstützung vor Ort bis zum März 1888 zu. Die Entscheidung für weitere Reformen innerhalb des japanischen Militärwesens fiel im August 1887. Für deren Umsetzung schlug Meckel nun vor, dafür den deutschen Major Heinrich Emin von Wildenbruch (1842–1893) nach Japan zu berufen. Nach dessen Ankunft und einer kurzen Einarbeitungsphase schied Jacob Meckel am 16. März 1888 aus dem Lehrkörper der japanischen Heereshochschule aus. Mit großen Ehrungen wurde er in Japan verabschiedet und erhielt aus der Hand des Fürsten Katsura als persönliches Abschiedsgeschenk eine japanische Klinge, die dieser in der Zeit des Bürgerkrieges selbst geführt hatte. Seine Rückreise nach Deutschland trat er am 24. März 1888 an. Während der Überfahrt fertigte er die Berichte und Gutachten über seine Tätigkeiten und gesammelten Erfahrungen an. In dieser Zeit entstand auch eine anonym von ihm herausgegebene militärwissenschaftliche Schrift unter dem Titel „Ein Sommernachtstraum“.[4]

Unabhängig seiner militärischen Karriere sammelte Meckel während seiner Zeit in Japan eine beachtliche Anzahl an japanischen Kunstwerken, die später über die Sammlung der Kunstsammlerin Marie Meyer und des Kunstwissenschaftlers Ernst Grosse in das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, Preußischer Kunstbesitz, gelangten.[5]

Rückkehr nach Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch während der Überfahrt erreichte Jacob Meckel seine Beförderung vom 17. April 1888 zum Oberstleutnant. Als etatmäßiger Stabsoffizier wurde er dem Stab des Infanterie-Regiments „Herzog Ferdinand von Braunschweig“ (8. Westfälisches) Nr. 57 in Wesel zugeteilt. Hier waren auf Wunsch der japanischen Regierung 4 japanische Offiziere für den Zeitraum bis Anfang 1890 durch ihn zu betreuen. Zum Oberst wurde er 1890 befördert und war vom 24. März 1890 bis 16. Mai 1892 Kommandeur des 2. Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 88. Auch hier betreute er auf personenbezogene Nachfrage der japanischen Regierung zwei weitere japanische Offiziere. In diese Zeit fiel auch der Besuch des Chefs des japanischen Generalstabes General Kodama Gentarō (1852–1906) in Deutschland, der an regulären Truppenübungen teilnahm.

Am 18. März 1890 war wegen erheblicher Unstimmigkeiten mit Kaiser Wilhelm II. der Reichskanzler Otto von Bismarck zurückgetreten. Von diesem Zeitpunkt an veränderten sich die deutsch-japanischen Beziehungen, erst nur geringfügig, später dann drastisch. Der neu ins Amt gekommene Staatssekretär im Auswärtigen Amt Adolf Marschall von Bieberstein sah die Förderung der militärischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nicht mehr als einen vordergründigen politischen Schwerpunkt. Und es wurden auch keine japanischen Offiziere mehr für gemeinsame Ausbildungsaktivitäten in die Truppe eingeladen. Am 17. Mai 1892 erfolgte die Rückversetzung Jacob Meckels in den Großen Generalstab. Er übernahm ab Oktober wieder Lehraufgaben an der Kriegsakademie und wurde zunächst Chef der Kriegsgeschichtlichen Abteilung. Im Jahre 1893 erschien die dritte Auflage des Buches von Paul Bronsart von Schellendorff (1832–1891) „Der Dienst des Generalstabes“ in Überarbeitung von Jacob Meckel. Nach der Teilnahme an den Kaisermanövern im September 1893 schrieb er die Studie „Über Frontbreiten großer Armeen“. Dann erfolgte Anfang 1894 seine Beförderung zum Generalmajor.

Ende Juli 1894 kam es, wegen der Begehrlichkeit um das Territorium von Korea zum militärischen Konflikt zwischen China und Japan. Mit dem dabei errungenen Sieg über die chinesischer Militärstreitmacht, so die Auffassung der politischen Führung in Japan, bestätigte sich die Richtigkeit der von Jacob Meckel vorgeschlagenen und zeitweilig begleiteten Reformen in der japanischen Armee. Daraufhin folgten einzelne Entscheidungen japanischer Ministerien die pronociert darauf gerichtet waren die Bedeutung der deutschen Wissenschaften und den Transfer dieses Wissens von Deutschland nach Japan für die Entwicklung Japans zu unterstreichen. So wurde in einem Erlass des Unterrichtsministeriums festgelegt, dass von nun an die deutsche Sprache an den Gymnasien auf den Platz 1 der Fremdsprachen gerückt wird. Für die Universitäten wurde bestimmt, wegen der Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse, auch hier Deutsch als eine für die akademische Ausbildung zu pflegende Sprache, zu betrachten ist. Als im Frühjahr 1895 Japan weitere militärische Eroberungen im Süden der Mandschurei anstrebte kam es zum Konflikt mit Deutschland. Denn auf dieses Territorium, zur Gewinnung von neuen Einflussgebieten hatten es auch die kolonialen Bestrebungen des kaiserlichen Deutschland abgesehen. Deshalb änderte Deutschland nun die Haltung zu Japan gravierend. Aber auch Japan änderte in Folge seine Position zu Deutschland. Das löste beträchtliche Störungen im Verhältnis beider Länder zueinander aus. Im Juli 1895 stellte die Hochschule für Deutsche Wissenschaften in Tokyo ihre Spezialkurse über juristische und politische Themen deutscher Herkunft ein.

Am 19. Januar 1896 wurde Jacob Meckel der „Rote Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub“ für seine Verdienste verliehen. Das ging in erster Linie auf das Betreiben des deutschen Botschafters in Tokyo Theodor von Holleben zurück, der die hohe Anerkennung und Wertschätzung seines Wirkens spürbar durch die japanische Seite erfuhr. Und es hatte noch dazu geführt, dass die gemeinsamen Beziehungen zwischen beiden Länder dadurch eine hohe Aufwertung erfuhren. Die Beantragung der Erhebung Jacob Meckels in den Adelsstand blieb aber aus. Dazu kam noch erschwerend ein Zwischenfall, der sich im Frühjahr an der Kriegsakademie in Berlin ereignet hatte hinzu. Als Dozent hatte Merkel einem seiner Offiziersschüler, dem Sohn des Gouverneurs von Berlin Wilhelm von Hahnke (1833–1912), die Anerkennung von Qualifikationen für eine Übernahme in den Großen Generalstab verweigert. Unmittelbar danach wurde Merkel von allen Ämtern abgerufen und am 19. Mai 1896 vom Lehramt entbunden. Seine Versetzung erfolgte nach Gnesen in die Provinz Posen. Darauf meldete sich Jacob Meckel krank und reichte am 27. Mai 1896 sein Abschiedsgesuch ein. Dieses wurde umgehend bewilligt.

Er zog sich ins Privatleben zurück wurde dann mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.[6] In dieser Zeit begann Jacob Meckel mit der Überarbeitung seiner militärischen Schriften. Darüber hinaus erhielt er häufig Besuch von japanischen Offizieren, die sich aus unterschiedlichen dienstlichen Gründen in Deutschland aufhielten. Im Sommer 1900 kaufte er sich ein Sommerhaus in Schierke im Harz. Zeitgleich zog er mit seiner Ehefrau Carmela in das in Berlin Goerzallee Nr. 6 erworbene Haus. Noch während des japanisch-russischen Krieges 1904 schrieb Jacob Meckel das Geleitwort zu Berichten aus dem aktuellen Kriegsschauplatz. Auch als Komponist der Oper „Teja“ und Verfasser des Textbuches bemühte er sich 1905 ein neues Betätigungsfeld zu finden. Da die Handlung der Oper eine sehr deutliche Verherrlichung der Kaiserproklamation von 1871 darstellte fand die Uraufführung nur im kleinen, „geschlossenen“ `Kreis statt. Ähnlich erging es seinem Weihefestspiel „Kaiser Rotbart“. Nochmals eine große Ehrung erfuhr Jacob Meckel nach der Rückkehr der japanischen Truppen aus dem Krieg gegen Russland 1906. So fand am 30. April in Tokyo ein feierlicher Gottesdienst zu Ehren Jacob Meckels statt.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacob Meckel heiratete am 2. August 1897 in Berlin Carmela Schloßberger (1857–1914).[7] Sie war die Tochter des Kaufmanns Emil Schloßberger aus Havanna und der Luise Hoerner. Sie war zunächst mit dem württembergischen General Maximilian von Groll (1845–1912) verheiratet, diese Ehe wurde aber geschieden. Carmela hatte einen Sohn aus erster Ehe, Max von Groll, das Paar hatte keine weiteren Kinder.

In den letzten Jahren hatte Jacob Meckel zunehmend gesundheitliche Probleme. Am 5. Juli 1906[8] verstarb er an einem Gehirnschlag in seinem Haus in Berlin. An der Trauerfeierlichkeit am 9. Juli in Berlin nahm auch der Militärattachée der japanischen Botschaft teil. Zahlreiche Nachrufe erschienen in japanischen Zeitungen[9] und am 17. Juli ein Nachruf im „Militärwochenblatt“ in Deutschland. Am 4. August 1906 fand dann noch eine Gedächtnisfeier zu seinen Ehren an der japanischen Kriegsakademie in Tokyo statt. Seine Beisetzung erfolgte auf dem Berliner Friedhof Lichterfelde.

Nachwirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Achtung seiner Persönlichkeit und Ehrung der Verdienste von Jacob Meckel wurde am 7. Juli 1912 im Garten der japanischen Kriegsakademie in Tokyo ein Denkmal mit einer Büste von Jacob Meckel eingeweiht.[10] Am Wohnhaus von Jacob Meckel wurde in Berlin Goerzallee 6 wurde am 19. November 1943 eine Gedenktafel enthüllt.[11] Sie soll die Nachbildung eines japanischen Schrein symbolisieren. Gestiftet wurde die Tafel durch die damaligen Militärführungen von Japan und Deutschland. Der Entwurf dafür stammte von dem Bildhauer Otto Fischer-Credo aus Detmold.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Studien über die fortschreitende Entwicklung der Infanterietaktik. 1868.
  • Spezialbericht über den Unterricht in der Taktik. 1871
  • Studien über das Kriegsspiel. 1872.
  • Übungsplan für den Unterricht in der Taktik. 1874.
  • Lehrbuch der Taktik. 1874–1876.
  • Anleitung zum Kriegsspiele. 1875. (2. Auflage 1904.)
  • Der verbesserte Kriegsspiel-Apparat. um 1875. (2. Auflage 1900.)
  • Die Elemente der Taktik. 1877, 2. Auflage 1883, 3. Auflage als Grundriss der Taktik 1895. (4. Auflage 1897, Digitalisat, PDF der 3. Auflage)
  • Festungs- und Feldarmee. 1878.
  • Taktik. Allgemeine Lehre von der Truppenführung im Felde. 1881. (2. Auflage 1883, 3. Auflage 1890 als Allgemeine Lehre von der Truppenführung im Krieg)
  • Ein Sommernachtstraum. 1888. (Erscheint ohne Angaben zum Autor.)
  • Der Dienst des Generalstabes. Autor: Paul Bronsart von Schellendorf, Überarbeitung: Jacob Meckel 1893.
  • Über Frontbreiten großer Armeen. 1893.
  • Vorwort zu Otto von Gottberg: Mit den Japanern über den Jalu. 1904.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jacob Meckel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brief des Kriegsministers Oyama an seinen Stellvertreter Saigo vom 11. Oktober 1884 in: Georg Kerst: Jacob Meckel – sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt Verlag, Göttingen 1970, S. 118f.
  2. Georg Kerst: Jacob Meckel – sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt Verlag, Göttingen 1970, S. 60ff.
  3. Reichsarchiv Potsdam, A.A. Politische Archive Bestands Nr. 2024, Vol. XXXIII, Rep.VI No. 11; C, No. 50 A, II 14 560 vom 28.05.1887 in: Georg Kerst: Jacob Meckel – sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt Verlag, Göttingen 1970, S. 61ff.
  4. Hans Körner, Biografie von Jacob Meckel, Neue Deutsche Biographie Bans 16, 1990, S. 584f.
  5. Meckel, Jacob Wilhelm Klemens. auf: das-japanische-gedaechtnis.de
  6. Militär-Wochenblatt. Nr. 46 vom 23. Mai 1896, S. 1253; Militär-Wochenblatt. Nr. 52 vom 10. Juni 1896, S. 1394.
  7. Carmela Schloßberger bei geneagraphie.com
  8. Beurkundung durch Standesamt Berlin-Lichterfelde, No. 330 vom 6. Juli 1906, beglaubigte Abschrift vom 10. Februar 1942.
  9. Nachrufe: The Japan Times. 9.7.1906, Japan Daily Herold. 9.7.1906, Jiji. 9.7.1906, Nippon. 9.7.1906 in: Georg Kerst: Jacob Meckel – sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt Verlag, Göttingen 1970, S. 60ff.
  10. Krefelder Zeitung. 9. Juli 1912 in: Georg Kerst: Jacob Meckel – sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt Verlag, Göttingen 1970, S. 96.
  11. Deutsche Allgemeine Zeitung. Berliner Ausgabe, No. 556 vom 20. November 1943 in: Georg Kerst: Jacob Meckel – sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt Verlag, Göttingen 1970, S. 96.