Jacques Hanegraaf

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Jacques Hanegraaf Straßenradsport
Zur Person
Vollständiger Name Jacobus Johannes
Henricus Hanegraaf
Geburtsdatum 14. Dezember 1960
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Karriereende
Verein(e)
Scotch College South Australia
Team(s)
1981–1983
1984–1986
1987–1988
1989–1990
1991–1992
1993–1994
TI-Raleigh
Kwantum Hallen-Yoko
Superconfex-Yoko
Toshiba
Panasonic-Sportlife
Team Telekom
Team(s) als Sportlicher Leiter
2000
2003
2007
2008
Farm Frites
Bianchi
Unibet.com
Cycle Collstrop
Wichtigste Erfolge
1982 Paris–Brüssel
1984 Amstel Gold Race
Infobox zuletzt aktualisiert: 12. März 2017

Jacobus Johannes Henricus „Jacques“ Hanegraaf (* 14. Dezember 1960 in Rijsbergen) ist ein Sportlicher Leiter im Radsport und ehemaliger niederländischer Radrennfahrer.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980 startete Jacques Hanegraaf, ein Enkel des Radrennfahrers Marinus Valentijn, bei den Olympischen Spielen in Moskau; im Straßenrennen belegte er Platz 15, und auch mit der Mannschaft rangierte er auf dem 15. Platz

Im Jahr darauf trat Hanegraaf zu den Profis über. In seinem ersten Jahr als solcher wurde er niederländischer Meister im Straßenrennen und 1985 erneut. 1982 gewann er Paris–Brüssel sowie 1984 das Amstel Gold Race und die Acht van Chaam. Dreimal nahm Hanegraaf an der Tour de France teil, 1984 trug er zwei Tage lang das Gelbe Trikot.

Berufliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 musste Hanegraaf seine aktive Radsport-Karriere nach einem schweren Trainingssturz beenden, bei dem er sich mehrere Rückenwirbel gebrochen hatte. Nach längerer Rekonvaleszenz übernahm er die PR-Arbeit für das „Team Telekom“, für das er zuletzt auch gefahren war, war für die ASO, die Organisatorin der Tour de France tätig, und importierte Rennräder. Ab 2000 war er Sportlicher Leiter von „Farm Frites“, ab 2003 von „Bianchi“, des Teams um Jan Ullrich, sowie 2009 von „Cycle Collstrop“. Anschließend managte er Rennfahrer, darunter Thomas Dekker und Stef Clement.

2016 publizierte der ehemalige Rennfahrer Thomas Dekker gemeinsam mit dem Journalisten Thijs Zonneveld seine Autobiografie Mijn Gevecht, in dem er Hanegraaf beschuldigte, ihn zum Doping ermuntert sowie mit dem Madrider „Dopingarzt“ Eufemiano Fuentes bekannt gemacht zu haben. Zudem habe Hanegraaf ihm gegenüber eingeräumt, selbst mit Drogen experimentiert zu haben. Hanegraaf bezeichnete die Vorwürfe als „totalen Quatsch und reine Verleumdung“. Dekker schulde ihm viel Geld und habe versucht, ihn zu erpressen, so Hanegraaf, der Dekker auf eine Zahlung von 90.000 Euro verklagte.[1] Das Gericht wies die Klage im März 2017 ab und stellte im Urteil fest, dass Zonneveld Dekkers Angaben über Hanegraaf gründlich verifiziert habe und dass „die journalistische Recherche, einschließlich der Verzweigungen, hinreichend sorgfältig“ gewesen sei.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980
1982
  • Dutch Championship Sweater.jpg Niederländischer Meister - Straßenrennen
1982
1983
1984
1985
1988
1989

Grand Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 1984 1985 1986 1987 1988 1989
Pink jersey Giro d’Italia - - - - - -
Yellow jersey Tour de France 101 - - - 119 129
red jersey Vuelta a España - - - - - -

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manager Jacques Hanegraaf claimt €90.000 van gevallen wielrenner Thomas Dekker. In: quotenet.nl. 6. Januar 2017, abgerufen am 12. März 2017.
  2. Dekker gewinnt Prozess gegen ehemaligen Manager Hanegraaf. In: radsport-news.com. 17. Februar 2017, abgerufen am 12. März 2017.