Jagdbezirk

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Karte eines Jagdbezirks (1790)

Ein Jagdbezirk ist nach dem Bundesjagdgesetz in Deutschland[1] ein Gebiet, in dem die Jagd ausgeübt werden darf.

Bundesrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jagd wird in Deutschland flächendeckend in Jagdbezirken ausgeübt. Ein Jagdbezirk ist in Deutschland entweder ein Eigenjagdbezirk[2] oder ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk[3]. Die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse (Privat-, Kommunal-, oder staatliches Eigentum oder anderes) spielen dabei keine Rolle. Ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk kann entsprechend der erforderlichen Mindestfläche in mehrere Jagdbezirke unterteilt werden. In jedem Jagdbezirk untersteht die Jagdausübung dem jeweiligen Jagdausübungsberechtigten. Ob diese Jagdbezirke dann von Jagdrechtsinhabern selbst bejagt werden, oder diese die Jagd als Verwaltungsjagd (Regiejagd) ausüben (lassen), oder sie, wie in den meisten Fällen üblich, an Jagdpächter verpachten, liegt in der Entscheidung der jeweiligen Rechtsinhaber begründet. Allerdings besteht die Verpflichtung der Jagdausübung mit Ausnahme von befriedeten Bezirken.

Landesrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Landesjagdgesetzen, aber auch im sprachlichen Umgang werden teilweise unterschiedliche Begriffe für Jagdbezirk verwendet, z. B. Jagdrevier oder Jagdbogen.

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Staatsjagdrevier ist in Bayern ein Eigenjagdrevier des Freistaates Bayern.[4] In Bayern werden einzelne verpachtete Teile eines Jagdrevieres nach § 8 Abs. 3 Bundesjagdgesetz bzw. Art. 10 Abs. 3 Bayerisches Jagdgesetz "Jagdbogen" genannt.[5]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich herrscht weitgehend das Revierjagdrecht in vergleichbarer Weise[6].

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich gilt ein bundes-jagdliches Rahmenrecht[7]. In diesem werden die Kantone zur Umsetzung verpflichtet, so dass es im kantonal geregelten Jagdrecht[8] sowohl das Revierjagdsystem als auch das Lizenzjagdsystem gibt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BJagdG §4
  2. BJagdG §7
  3. BJagdG §8
  4. Bayerisches Jagdgesetz, Art. 9 Staatsjagdreviere.
  5. Verordnung des Landratsamtes Dingolfing-Landau über die Abgrenzung der räumlichen Wirkungsbereiche der Hegegemeinschaften, In: Amtsblatt für den Landkreis Dingolfing-Landau, Herausgegeben vom Landratsamt Dingolfing-Landau: Amtsblatt Nr. 03 vom 29. Januar 2014
  6. Jagdrecht (Österreich)
  7. https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19860156/index.html abgerufen 13. Januar 2018
  8. Jagdrecht (Schweiz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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