Jagdschein (Redewendung)

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Als jemand, der „einen Jagdschein hat“, wurde und wird in Deutschland umgangssprachlich und stigmatisierend auch bezeichnet, wer als nicht zurechnungsfähig eingestuft wird. Bis in die 1960er Jahre gab es den § 51 StGB a. F., durch den psychisch Kranke generell als strafunmündig eingestuft wurden. Etwas überspitzt formuliert konnte man „frei schießen“, man hatte also den „Jagdschein“.[1][2][3]

Diese Regelung wurde durch die große Strafrechtsreform 1977 unter anderem durch § 20 StGB (Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen) ersetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lutz Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. 5 Bände, Freiburg i. Br. 1991, S. 781.
  2. Wörterbuch der deutschen Sprache: Jagdschein. Abgerufen am 5. März 2014: „salopp, scherzhaft: amtliche Bescheinigung der Unzurechnungsfähigkeit“
  3. Duden.de | Jagdschein | Bedeutung. Abgerufen am 5. März 2014.
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