Jaguar XK

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Jaguar XK 120 OTS (1949–1954)
Jaguar XK 140 OTS (1954–1957)
Jaguar XK 150 OTS (1958–1960)
Jaguar XK Coupé (1996–2005)
Jaguar XK Coupé (seit 2006)

Der Jaguar XK ist ein Sportwagen-Modell des Automobilherstellers Jaguar.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1948 stellte Jaguar auf der London Motor Show einen neuen XK 120 genannten Sportwagen vor (XK stand für den Motor und 120 für die erreichbare Höchstgeschwindigkeit in Meilen). Am 21. Juli 1949 wurde der erste XK 120 ausgeliefert. Im März 1951 wurde dem offenen Zweisitzer (OTS = Open Two Seater) ein Coupé mit festem Dach (FHC = Fixed Head Coupe) zur Seite gestellt. Im April 1953 wurde das Angebot um ein Coupé mit versenkbarem Stoffdach (DHC = Drop Head Coupe) erweitert. Bis zum Produktionsende im Herbst 1954 wurden 12.078 XK 120 (7.631 OTS, 2.678 FHC und 1.769 DHC) gebaut.

Im Oktober 1954 wurde auf der London Motor Show als Nachfolger der XK 140 mit leicht überarbeiteter Karosserie präsentiert. Während der XK 120 vorne zwei zierliche Stoßfänger und hinten zwei Stoßstangenhörner hatte, bekam der XK 140 vorne eine massive, durchgehende Stoßstange und hinten zwei massive Stoßfänger. Der neue Kühlergrill hatte weniger, aber dafür dickere Rippen. FHC und DHC bekamen hinter den Sitzen zwei Notsitze und wurde so zum 2+2-Sitzer. Bis zum Produktionsende Anfang 1957 wurden 8.884 Exemplare gebaut.

Im Mai 1957 wurde der XK umfangreich überarbeitet und nun als XK 150 angeboten. Eine einteilige Panoramawindschutzscheibe löste die zweiteilige Frontscheibe ab. Die Karosserie selbst war in alle Richtungen gewachsen und bot nun auch hinten eine durchgehende Stoßstange. Gegen Aufpreis konnte erstmals eine Jaguar-Kühlerfigur geordert werden. Bis zum Produktionsende wurden 9.395 Exemplare gebaut.

Zwischen 1949 und 1961 entstanden insgesamt 30.357 XK-Sportwagen, die wahlweise mit Scheibenrädern und Verkleidung der hinteren Radausschnitte (Spats) oder mit Speichenrädern erhältlich waren.

1996 belebte Jaguar die Modellbezeichnung XK wieder. Der intern Jaguar X100 genannte Sportwagen wurde als Coupé und Cabrio wahlweise mit einem Saugmotor als XK oder mit einem Kompressor-Motor als XKR angeboten. 2005 wurde er durch ein Nachfolgemodell (werksintern Jaguar X150) ersetzt.

Vor dem Modellwechsel präsentierte Jaguar am 13. Januar 2005 per Aktionärsbrief eine weltweit auf nur 40 Stück limitierte "Final Edition": Das XKR Cabriolet Celebration. Das Fahrzeug war in sieben Außenfarben bestellbar (Jaguar Racing Green, Satin Silver, Bay Blue, Copper Black, Frost Blue, Quarz, Midnight) und wurde aus produktionstechnischen Gründen nacheinander in Blockfertigung von März bis Mai 2005 hergestellt.

Zusätzlich zu den bekannten Standardoptionen eines XKR Cabriolets verfügte das Celebration Modell serienmäßig über die nachfolgenden Optionen: Metallic-Lackierung, 20'' BBS Leichtmetallfelge Design "Perseus", Rote Radnarbenabdeckung mit Growler, Rote Bremssättel innenbelüftet und gelocht, beheizbare Frontscheibe, automatisch einklappbare Außenspiegel, Park Distance Control, Heckleuchten dunkel getönt, neues Design der Türeinstiegsleisten mit Zielflaggen die an die Le Mans Rennerfolge erinnern sollen, Leder-Sportsitze in "Soft Grain", 3 Kontrastnähte, Sitzheizung vorn, Memory Paket, Sport-Lederlenkrad und Momo-Wählhebelknauf aus Leder, Innen-Paneele "Carbon Fibre" oder "Ulmenholz", R-Performance Aluminium-Interieur, Fussmatten in Leder eingefasst, Cupholder vorn, integriertes Alpine-Navigationssystem, Jaguar Premium-Klangsystem und erstmalig - eigentlich erst für den Nachfolger vorgesehen - eine Bluetooth-Schnittstelle.

Das Fahrzeug war derart voll ausgestattet das nur noch 3 optionale Extras bestellbar waren: Ledersonderfarbe Ivory, Adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC), Innenraumüberwachung inklusive Glasbruchsensor und integrierter Garagentoröffner ("Homelink").

Die Auflage war so klein das Jaguar keinen extra Prospekt für diese Fahrzeuge bereitstellte. Das Fahrzeug wurde auch nicht offiziell beworben. Die Händler haben einzelnen guten Kunden die Möglichkeit angeboten eines dieser seltenen Fahrzeuge zu erwerben und bekamen dazu am 14. Januar 2005 ein 5-seitiges pdf in dem die Besonderheiten des Fahrzeugs beschrieben wurden - aber kaum Fotos enthalten waren. Nur sehr schnell entschlossene Kunden hatten eine Chance - dann war die Weltauflage von 40 Stück vergriffen. Kunden die sich einen genaueren Eindruck von den Farbkombinationen und zum Beispiel dem Carbon-Interieur oder den Felgen machen wollten, bot Jaguar (auf eigene Kosten - und nach verbindlicher Bestellung!) die Möglichkeit eines Werksbesuches an, wo der zukünftige Besitzer seinen Celebration vor Ort selber zusammenstellen konnte. Der Preis belief sich auf 95.500,- EUR und bot dem Käufer einen 70%igen Preisvorteil auf die standardisierten Optionen.

Zum 66-jährigen Jubiläum präsentiert Jaguar ein auf 66 Exemplare limitiertes Sondermodell Jaguar XK66 One of 66 als Reminiszenz an den XK120.

Die typischen Jaguar Farben British Racing Green und Stratus Grey, Leder in Caramel oder Warm Charcoal, Paneele in Walnusswurzelholz und poliertes Chrom werden als so genannter „Vintage Look“ umschrieben. Embleme mit „Union Jack“ und der Aufschrift „66“ am Heck und an den Seiten sowie „One of 66“ im Innenraum kennzeichnen die Limitierung auf nur 66 Exemplare. Die Preise belaufen sich auf 99.380,- Euro für das XK66 Coupé und 107.580,- EUR für das XK66 Cabriolet.

Sondermodell "Celebration", weltweit 40 Stck. (03-05/2005)
Sondermodell "Celebration" - Interieur Carbon & Ivory (03-05/2005)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mike Lawrence: Jaguar XK. XK 120/140/150. Die Autos und ihre Geschichte 1949 - 1961 Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 978-3613017405

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]