Jaguarmensch

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Monument 52 vom San Lorenzo Tenochtitlan, dass einen typischen Jaguarmenschen darstellt.

Der Jaguarmensch war in der mittelamerikanischen Kultur der Olmeken zum einen ein künstlerisches Motiv, zum anderen ein übernatürliches Wesen, möglicherweise eine Gottheit.

Die Figur des Jaguarmenschen ist gekennzeichnet durch mandelförmige Augen, einen geöffneten Mund mit nach unten gezogenen Mundwinkeln sowie einen gespaltenen Kopf. Das Motiv ist bei den archäologischen Funden der olmekischen Kultur weit verbreitet. Der übernatürliche Jaguarmensch wurde einst als Hauptgott der Olmeken angesehen; nun nimmt man an, dass er einer unter vielen Göttern war.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Benson, E.P. and B. de la Fuente, eds. (1996): Olmec Art of Ancient Mexico. National Gallery of Art, Washington D.C., ISBN 0-89468-250-4.
  • Miller, Mary; and Karl Taube (1993): The Gods and Symbols of Ancient Mexico and the Maya: An Illustrated Dictionary of Mesoamerican Religion. London: Thames & Hudson. ISBN 0-500-05068-6.
  • Diehl, Richard (2004): The Olmecs: America's First Civilization. Ancient peoples and places series. London: Thames & Hudson. ISBN 0-500-02119-8.