Jahnhöhle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jahnhöhle
Jahnhöhle am Ufer der Saale in Halle (Saale)

Jahnhöhle am Ufer der Saale in Halle (Saale)

Lage: Oberhalb der Saale am Steilufer in den Klausbergen von Halle (Saale)
Geographische
Lage:
51° 30′ 26,7″ N, 11° 57′ 24,6″ OKoordinaten: 51° 30′ 26,7″ N, 11° 57′ 24,6″ O
Jahnhöhle (Sachsen-Anhalt)
Jahnhöhle
Geologie: Durch Verwitterung und Sickerwasser entstandene Höhle im Porphyr-Gestein

Die Jahnhöhle befindet sich in den Klausbergen im Norden der Stadt Halle (Saale) im Stadtteil Giebichenstein, unmittelbar am Ufer der Saale. Ihre Entstehung ist auf Verwitterungsprozesse und Sickerwasserwirkung entlang von Gesteinsklüften im hier anstehenden Porphyr zurückzuführen.

Die Höhle trägt ihren Namen nach Friedrich Ludwig Jahn, dem späteren Turnvater Jahn. Jahn hielt sich in seiner halleschen Studentenzeit (1796–1800) hier mehrere Tage vor anderen Studenten (wohl aus Studentenverbindungen) versteckt. In der Höhle hat Jahn eine seiner ersten Schriften verfasst „Über die Beförderung des Patriotismus im Preußischen Reiche“. Nach der preußischen Niederlage in der Schlacht bei Jena und Auerstedt war Jahn unter den Verteidigern Halles. Dass er sich danach vor den französischen Truppen in der Höhle versteckt hielt, ist eine Legende und nicht bestätigt.[1]

Die Höhle ist heute kleiner als zur damaligen Zeit, da ein Teil bei der Verbreiterung der Saale zerstört wurde. Zur Höhle führt eine steinerne Treppe hinab. Sie beginnt am Wanderweg auf halber Höhe zwischen den Klausbergen und dem Steilufer der Saale. 1878 wurde oberhalb der Höhle eine Gedenktafel mit dem Porträt Jahns angebracht. Sie trägt auch die vier Turner-F, die für „frisch, fromm, fröhlich, frei“ stehen, den frühen Wahlspruch deutscher Turner.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto Jacob: Die Klausberge. Bürgerinitiative Gesundes Trotha e.V. (Hrsg.), Halle, 1994

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Pantenius: Stadtführer Halle. Gondrom Verlag, Bindlach, 1995, ISBN 3-8112-0816-0