Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung
Titelblatt des 30. Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung
Beschreibung Wissenschaftliche Fachzeitschrift
Verlag Nomos Verlag
Erstausgabe 1989
Erscheinungsweise jährlich
Herausgeber Eckart Conze, Jürgen Frölich, Dominik Geppert, Ewald Grothe, Joachim Scholtyseck, Elke Seefried
Weblink freiheit.org/liberalismus
geschichte
Artikelarchiv seit 2007 (kostenpflichtig)
ISSN (Print)

Das Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung (JbzLF) ist ein seit 1989 jährlich erscheinendes geschichts- bzw. politikwissenschaftliches Periodikum, das sich in interdisziplinärer Weise mit dem Liberalismus als Weltanschauung, politischer Strömung und seinen Organisationen auseinandersetzt.[1]

Leitbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das JbzLF versteht sich – wie es im Vorwort zu Band 1 heißt – als „Plattform für die Publikation wissenschaftlicher Beiträge zu Geschichte und Theorie des Liberalismus. … Es steht allen offen, die sich auf wissenschaftlicher Grundlage mit dem Themenkreis Liberalismus auseinandersetzen. … liberalismuskritische Stimmen werden selbstverständlich nicht ausgeschlossen.“[2] Dieser programmatische Anspruch wurde nach dem Herausgeberwechsel von 2012 ausdrücklich bestätigt.[3]

Herausgeberinnen und Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jahrbuch wird im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit von Eckart Conze, Dominik Geppert, Joachim Scholtyseck und Elke Seefried in Verbindung mit Jürgen Frölich und Ewald Grothe herausgegeben und erscheint von Beginn an, d. h. seit 1989, im Nomos Verlag, Baden-Baden.[4] Beim ersten Band waren Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich und Beate-Carola Padtberg die Herausgeber. Inzwischen wurde der Herausgeberkreis mehrfach verändert.

Jahre Herausgeberinnen und Herausgeber
1989–1990 Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich, Beate-Carola Padtberg
1991–1997 Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich, Beate-Carola Padtberg, Holger Scheerer
1998 Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich, Beate-Carola Padtberg
1999–2001 Birgit Bublies-Godau, Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich, Hans-Heinrich Jansen, Beate-Carola Padtberg
2002–2010 Birgit Bublies-Godau, Monika Faßbender, Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich, Hans-Heinrich Jansen, Beate-Carola Padtberg
2011 Birgit Bublies-Godau, Hans-Georg Fleck, Jürgen Frölich, Hans-Heinrich Jansen, Beate-Carola Padtberg
2012–2016 Eckart Conze, Jürgen Frölich, Ewald Grothe, Joachim Scholtyseck, Erich Weede
seit 2017 Eckart Conze, Jürgen Frölich, Dominik Geppert, Ewald Grothe, Joachim Scholtyseck, Elke Seefried
  • Birgit Bublies-Godau, Historikerin, Bochum/Dortmund (1999–2011)
  • Eckart Conze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Marburg (seit 2012)
  • Monika Faßbender, (ehem.) Leiterin des Archivs des Liberalismus, Bonn/Gummersbach (2002–2010)
  • Hans-Georg Fleck, Historiker, (heutiger) Leiter des Regionalbüros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Istanbul (1989–2011)
  • Jürgen Frölich, Historiker, Referent für Liberalismus-Forschung des Archivs des Liberalismus, Bonn/Gummersbach (seit 1989)
  • Dominik Geppert, Professor für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts, Potsdam (seit 2017)
  • Ewald Grothe, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Wuppertal, und Leiter des Archivs des Liberalismus, Gummersbach (seit 2012)[5]
  • Hans-Heinrich Jansen, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Frankfurt am Main, und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesarchiv, Sankt Augustin (1999–2011)
  • Beate-Carola Padtberg, Historikerin, Hamburg (1989–2011)
  • Holger Scheerer, Historiker, Berlin (1991–1997)
  • Joachim Scholtyseck, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Bonn (seit 2012)
  • Elke Seefried, Professorin für Neueste Geschichte, Augsburg, und stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ), München (seit 2017)
  • Erich Weede, Politikwissenschaftler, emer. Professor für Soziologie, Bonn (2012–2016)

Redaktion, Autoren, Rezensionen, Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redaktion des Jahrbuchs liegt u. a. in den Händen von Mitarbeitern der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Zu den Autoren des Jahrbuchs zählten zunächst in erster Linie Mitglieder des früheren „Arbeitskreises Liberalismus-Forschung“, dem vor allem Stipendiaten der Naumann-Stiftung angehörten. Später wurde der Kreis auf Fachwissenschaftler im In- und Ausland ausgedehnt.

Der ausführliche Rezensionsteil des Jahrbuchs wurde 2009 ausgegliedert und in das Internet-Angebot des Archivs des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit integriert.[6] Er ist seit 2010 auch auf der Rezensionsplattform Recensio.net abrufbar.[7] Bis 2004 gab es eine international angelegte „Liberalismus-Bibliographie“.

Inhaltliche Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jahrbuch-Bände bestehen aus umfangreicheren Aufsätzen und kleineren Beiträgen (als Miszellen bezeichnet). Die Rubrik „Forum“ ist nicht in jeder Ausgabe vertreten. Von Ausnahmen abgesehen, erscheinen alle Beiträge in deutscher Sprache.

Die Aufsätze zu einem Themenschwerpunkt resultieren zumeist aus den Vorträgen auf den jährlichen Liberalismus-Kolloquien des Archivs des Liberalismus.[8]

Themenschwerpunkte seit 2003 waren:

  • 2018: 200 Jahre Liberalismus im Rheinland
  • 2017: Die Ära Genscher-Lambsdorff 1969–1992
  • 2016: Liberale zwischen Ideal- und Realpolitik
  • 2015: Deutscher Liberalismus und Bismarck
  • 2014: Liberalismus und Erster Weltkrieg
  • 2013: Liberalismus und Zivilcourage
  • 2012: Liberale Erinnerungskultur
  • 2011: 150 Jahre Friedrich Naumann
  • 2010: Liberale Außenpolitik im 20. Jahrhundert
  • 2009: Erinnerungsorte des Liberalismus
  • 2008: Sechs Jahrzehnte Freie Demokratische (Bundes-)Partei
  • 2007: Eugen Richter und der Liberalismus seiner Zeit
  • 2006: Liberalismus und Kommune
  • 2005: Liberale und Widerstand
  • 2004: Risorgimento
  • 2003: Biographie und historische Liberalismus-Forschung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Frölich: Ein Vierteljahrhundert „Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung“. Gedanken und Statistisches zu den ersten 26 Bänden. In: Ewald Grothe, Jürgen Frölich, Wolther von Kieseritzky (Hrsg.): Liberalismus-Forschung nach 25 Jahren. Bilanz und Perspektiven. Nomos Verlag, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-3035-3, S. 31–50.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Frölich: Ein Vierteljahrhundert „Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung“. Gedanken und Statistisches zu den ersten 26 Bänden. In: Ewald Grothe, Jürgen Frölich, Wolther von Kieseritzky (Hrsg.): Liberalismus-Forschung nach 25 Jahren. Bilanz und Perspektiven. Nomos Verlag, Baden-Baden 2016, S. 31–50.
  2. Vorwort der Herausgeber. In: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 1 (1989), S. 8.
  3. Vorwort der Herausgeber zu Band 24. In: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 24 (2012), S. 6.
  4. Ihre Suche nach liberalismus-forschung | Nomos Verlagsgesellschaft. Abgerufen am 20. November 2017.
  5. Archiv des Liberalismus – Wir über uns | Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. In: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. (freiheit.org [abgerufen am 28. Juni 2017]).
  6. online Rezensionen auf der Homepage des Archivs des Liberalismus.
  7. Rezensionsplattform recensio.net.
  8. Archiv des Liberalismus – Stiftungsarchive in Deutschland. Abgerufen am 20. November 2017.