Jakob Rosenberg (Kunsthistoriker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jakob Rosenberg (* 5. September 1893 in Berlin; † 7. April 1980 in Cambridge, MA, oder Boston, MA) war ein Kunsthistoriker deutsch-jüdischer Herkunft und ein ausgewiesener Experte für niederländische Malerei.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg war Rosenberg Soldat und geriet 1915 in britische Gefangenschaft. Von 1919 bis 1922 studierte er Kunstgeschichte und wurde 1922 bei Heinrich Wölfflin in Berlin promoviert. Von 1925 an war er als Kustos am Kupferstichkabinett Berlin beschäftigt, wo er 1935 nach Ablauf des Frontkämpferprivilegs aus rassistischen Gründen entlassen wurde. 1937 emigrierte er in die USA, war dort als Dozent tätig, seit 1947 als Professor an der Harvard University und Leiter der Graphischen Sammlung des Museum of Fine Arts, Boston. 1954 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1964 wurde er emeritiert.

Er war verheiratet mit der Mathematikerin Elisabeth Husserl, der Tochter Edmund Husserls.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacob van Ruisdael, 1928
  • Niederländische Handzeichnungen, 1930
  • Die Gemälde Lucas Cranachs des Älteren, 1932
  • Rembrandt, 2 Bände, 1948 u. 1964
  • Great draughtsmen from Pisanello to Picasso, 1959
  • Die Zeichnungen Lucas Cranachs, 1960

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrike Wendland: Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler. Saur, München 1999, Bd. 2, S. 567–571
  • Lexikon deutsch-jüdischer Autoren, Band 18, de Gruyter, Berlin 2010, S. 334–337

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]