Jakobwüllesheim

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Jakobwüllesheim
Gemeinde Vettweiß
Wappen von Jakobwüllesheim
Koordinaten: 50° 45′ 45″ N, 6° 33′ 34″ O
Höhe: 150 m
Fläche: 4,5 km²
Einwohner: 833 (31. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52391
Vorwahl: 02424
Der Ort von Westen mit den markanten Kirchtürmen
Der Ort von Westen mit den markanten Kirchtürmen

Jakobwüllesheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakobwüllesheim liegt im Norden des Vettweißer Gemeindegebietes in der Zülpicher Börde. Der Ort grenzt im Norden an die Ortschaften Bubenheim und Rommelsheim die zur Gemeinde Nörvenich gehören. Im Osten grenzt Jakobwüllesheim an die Ortschaft Kelz und im Süden an den Zentralort Vettweiß. Entlang der L327 grenzt Jakobwüllesheim im Westen an die Ortschaft Stockheim (Gemeinde Kreuzau). Zwischen Stockheim und Jakobwüllesheim fließt der Ellebach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endung des Ortsnamens (-heim) lässt auf eine erste Besiedlung durch die Franken schließen. Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 931, als Erzbischof Wichfrid aus Köln dem dortigen Ursula-Stift Güter in Wulesheim schenkte. 1174 ist bereits von einer Kapelle in Villa St. Jacobi die Rede. Dieser Name wurde dem Ortsnamen dann hinzugefügt, um ihn von Frauwüllesheim zu unterscheiden. 1342 taucht der Name als sent Jacobs Wilwisheim auf.

Neugliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1932 kommt Jakobwüllesheim von der Bürgermeisterei Drove zum Amt Vettweiß. Am 1. Juli 1969 wurde Jakobwüllesheim nach Vettweiß eingemeindet.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Bauerndorf ist heute Wohnstätte für die benachbarten Industrieregionen geworden. Landwirtschaft wird, außer Gemüseanbau, kaum noch betrieben. Einige kleine Gewerbebetriebe befinden sich im Ort.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort treffen sich zwei überörtliche Straßen, die Landstraße 327, welche von Stockheim nach Rommelsheim führt, und die Kreisstraße 33. Die Busse der Busverkehr Rheinland (RVE) binden den Ort an den öffentlichen Personennahverkehr an.

Es gibt seit 1955 einen Haltepunkt an der im Tourismusverkehr betriebenen Bördebahn. Er liegt etwas außerhalb der Ortschaft. Dieser Haltepunkt hatte einige hundert Meter weiter in Richtung Vettweiß den Posten 6. Er diente zur Sicherung des dortigen beschrankten Bahnübergangs durch anwesendes Personal. Der Haltepunkt wurde 2013 im Zusammenhang mit dem Haltepunkt im Ort Nemmenich wieder instandgesetzt.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Jakobwüllesheim

Weithin sichtbar sind die beiden Kirchtürme mit der beleuchteten Kirchturmuhr. Die Pfarrkirche St. Jakobus wurde 1893/1894 vom Kölner Regierungsbaumeister Heinrich Krings im neoromanischen Stil erbaut. Bekannt ist die Kirche auch als Bausatz-Modell eines Modellbahnzubehör-Herstellers, das als eine der wenigen zweitürmigen Modellkirchen auf vielen H0-Modelleisenbahnanlagen zu finden sein dürfte [3]

Vereine, Vereinigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl es sich nur um einen kleinen Ort handelt, gibt es eine Vielzahl von Vereinen, teilweise mit überörtlicher Bedeutung. Es gibt unter anderem

  • eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß mit einer Jugendfeuerwehr,
  • die Karnevalsgesellschaft „Löstige Jonge“,
  • die St. Jakobus Schützenbruderschaft e. V.,
  • den Musikverein „Concordia“,
  • die Gruppe "Senioren Aktiv",
  • die Gruppe "Boule",
  • den Tennisverein Jakobwüllesheim,
  • den Kegelclub „Hacke Dicht“,
  • die Spielgemeinschaft (Fußball) Kelz/Jakobwüllesheim,
  • das Tambourcorps „Frei Weg“,
  • den Motorsportclub Jakobwüllesheim,
  • den Eishockeyfanclub „Fanatics Blau-Weiß“ ,
  • das KulturForum Europa e. V. .

Die Vereine sind in der Interessengemeinschaft Ortsvereine Jakobwüllesheim zusammengeschlossen und gestalten aktiv das Ortsbild.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Rehmann (* 1983), deutscher Koch, in Jakobwüllesheim aufgewachsen

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie im Rheinland oftmals üblich, haben die Jakobwüllesheimer einen Eigennamen. Sie werden als Ochsen bezeichnet. Das mag daher rühren, dass früher die schweren Zuckerrübenwagen von Ochsen gezogen wurden.

Im Ort gibt es einen Kindergarten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Vettweiß: Einwohnerzahlen, abgerufen am 13. März 2018
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 98.
  3. Viessmann Modellspielwaren, sie das Modell unter seiner Marke Kibri vertreibt