James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät

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Filmdaten
Deutscher Titel James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät
Originaltitel On Her Majesty’s Secret Service
Logo ohmss de.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 142 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Peter R. Hunt
Drehbuch Richard Maibaum
Simon Raven
Produktion Albert R. Broccoli
Harry Saltzman
Stanley Sopel
Eon Productions
Musik John Barry
Kamera Michael Reed
Schnitt John Glen
Besetzung
Synchronisation

James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät (Originaltitel: On Her Majesty’s Secret Service) ist der sechste Kinofilm der von Eon Productions produzierten James-Bond-Filmreihe. Die Geschichte basiert auf dem 1963 erschienenen Roman Im Dienst Ihrer Majestät des britischen Autors Ian Fleming. Der Film lief ab dem 19. Dezember 1969 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Bond fährt mit seinem Aston Martin DBS auf einer portugiesischen Landstraße und wird von einem Mercury Cougar rasant überholt. Bond verfolgt das Auto und entdeckt es leer an einem Strand; die Fahrerin ist auf dem Weg ins Meer. James Bond hindert die Frau daran, sich im Meer zu ertränken, und stellt sich danach auf die ihm typische Art vor: „Mein Name ist Bond. James Bond.“ Doch da wird er bereits von zwei Männern angegriffen. James Bond gewinnt den Kampf, doch die von ihm gerettete Frau kann verschwinden. Mit dem Satz „Das wäre dem anderen nie passiert“ leitet Darsteller George Lazenby in der Rolle des Doppel-Null-Agenten auf ironische Weise in die Titelsequenz über und spielt so auf Sean Connery an, der bis dahin die Figur verkörpert hatte.

Im Hotel erfährt Bond den Namen der Frau: Contessa Teresa ‚Tracy‘ di Vincenzo. Sie ist die Tochter des Unternehmers und Oberhaupts der korsischen Mafia, Marc Ange Draco. Als sie beim nächsten Aufeinandertreffen im Casino Estoril beim Kartenspiel verliert, verbringt sie die Nacht mit ihm, nachdem Bond ihre Spielschulden beglichen hat. Am folgenden Tag findet Bond Kasinochips in seinem Zimmer und die Nachricht Und die Schulden voll bezahlt.

Tracy ist verschwunden und Bond wird von mehreren Männern entführt. Nach einer längeren Autofahrt hält der Wagen auf einem Hafengelände und Bond trifft auf Marc Ange Draco. Dieser bedankt sich für die Rettung seiner Tochter und macht Bond den Vorschlag, seine Tochter zu heiraten. Draco glaubt, dass sie damit ihre emotionale Instabilität überwinden könne. Als Anreiz für die Hochzeit soll Bond am Hochzeitstag eine Mitgift in Höhe von einer Million Pfund in Gold erhalten. Das lehnt er ab; er würde aber gern den Aufenthaltsort von Ernst Stavro Blofeld erfahren, dem Chef der Verbrecherorganisation SPECTRE.

Wappen von Bond mit lateinischem Wahlspruch „Die Welt ist nicht genug“

Draco erzählt, dass mehrere seiner Leute von Blofelds Anwalt in Bern abgeworben wurden. Bei der Durchsuchung der Anwaltskanzlei entdeckt Bond eine Beziehung zwischen Blofeld und dem Königlichen Heraldik-Institut: Blofeld hat dort die Anerkennung des Adelstitels Comte de Bleuchamp beantragt. Um in Blofelds Nähe zu gelangen, gibt sich Bond als Heraldiker ‚Sir Hillary Bray‘ aus, der ein spezielles Merkmal der Bleuchamps bei Blofeld bestätigen soll – das Fehlen von Ohrläppchen.

Blofeld hat auf dem Gipfel des (fiktiven) "Piz Gloria" einen ehemaligen Sportclub gekauft und in eine Forschungseinrichtung umwandeln lassen. Dort trifft Bond (als Sir Hillary Bray) auf zehn schöne junge Frauen, die sich einer unorthodoxen Allergietherapie unterziehen. In Wahrheit werden die Frauen mittels Hypnose und ohne ihr Wissen dort trainiert, auf ein Funksignal hin auf der ganzen Welt Krankheitserreger zu verbreiten.

Als ein Kollege von Bond durch Blofelds Männer aufgegriffen wird, verrät dieser Bonds wahre Identität, der daraufhin eingesperrt wird. Er entkommt auf Skiern, verfolgt von Blofelds Handlangern. Die halsbrecherische Fahrt endet im Tal in einem Bergdorf, in dem gerade ein Volksfest stattfindet. Bond trifft völlig unerwartet auf Tracy, die sich auf die Suche nach ihm begeben hat. Sie hat seinen Aufenthaltsort von ihrem Vater erfahren. Bond und Tracy flüchten in einem Auto, doch später wird Tracy durch Blofelds Männer gefangen genommen und zur Forschungsstation gebracht.

Blofelds Mädchen sind mittlerweile, mit den Erregern im Gepäck, in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Vom Piz Gloria aus sendet er eine Erpressernachricht an die Vereinten Nationen und droht mit dem Ausbruch einer weltweiten Seuche, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden. Aufgrund der großen Gefahren ist der Secret Service trotz Bonds nachdrücklicher Forderung nicht zu einer gewaltsamen Gegenaktion bereit.

Bond unternimmt mit Hilfe von Dracos Organisation und deren Helikoptern eine spektakuläre Befreiungsaktion für Tracy. Dabei sollen auch die Forschungsstation und der Sender auf dem Gipfel des Piz Gloria zerstört werden, damit die Erde vor dem Ausbruch der Seuche sicher ist. Bond befreit Tracy und durchkreuzt Blofelds Erpressungspläne.

Nach der Befreiung heiraten Bond und Tracy. Auf ihrem Weg in die Flitterwochen halten sie an, um die Blumendekoration am Wagen zu entfernen. In diesem Augenblick taucht ein Auto mit Blofeld am Steuer auf. Irma Bunt, Blofelds rechte Hand, schießt aus dem fahrenden Wagen auf Bond und Tracy. Die Braut wird tödlich getroffen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geheimdienst Ihrer Majestät war ursprünglich als vierter Film der Reihe geplant. Doch da sich Eon Productions Ltd. mit Kevin McClory, dem Rechteinhaber des Romans Feuerball, auf eine Verfilmung einigen konnte, wurde erst einmal dieser verwirklicht. Dann wollte man Im Geheimdienst Ihrer Majestät als nächsten Film nach Feuerball veröffentlichen,[1] die Produzenten befürchteten jedoch, dass die Ähnlichkeit mit dem vierten Film der Serie zu groß sei. Stattdessen drehte Eon Productions Ltd. daher Man lebt nur zweimal. Danach wurde aber mit den Planungen für Im Geheimdienst Ihrer Majestät begonnen.

Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da erstmals nicht Sean Connery in der Rolle des Geheimagenten Bond zu sehen sein sollte, wurde während der Arbeiten am Drehbuch erwogen, eine Szene zu schreiben, die 007 in einem Krankenhaus zeigt. Dort sollte sich Bond einer plastischen Operation unterziehen. Die Szene wurde nicht verwendet, die Idee aber im nächsten James-Bond-Film Diamantenfieber wieder aufgegriffen, allerdings um das geänderte Aussehen des Filmbösewichts Blofeld zu erklären und um Doppelgänger von Blofeld zu erzeugen.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem 1961 geschlossenen Vertrag verpflichtete sich Sean Connery, von 1962 bis 1967 jedes Jahr einen James-Bond-Film zu drehen.[2] Der stetig wachsende kommerzielle Erfolg mündete in immer größeres öffentliches Interesse. Der Schotte wurde als Schauspieler nur noch als die Figur des Geheimagenten wahrgenommen. Connery beklagte dies und beschwerte sich bei den Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman über die von Film zu Film länger dauernden Dreharbeiten und seinen geringen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Filmreihe.[3] 1966 löste Eon Productions den alten Vertrag auf und man schloss einen Einzelvertrag für Man lebt nur zweimal.[2] Zwischen den Filmen Feuerball und Man lebt nur zweimal wurde zum ersten Mal eine längere Pause eingerichtet, damit sich der Hauptdarsteller erholen und auch anderen Projekten widmen konnte. Obwohl auch Connerys Gage angepasst wurde, stellte er schon während der Arbeit an Man lebt nur zweimal öffentlich klar, dass er für einen sechsten Film nicht zur Verfügung stehen würde.[2] Broccoli und Saltzmann waren jedoch zuversichtlich, dass man Connery von einem weiteren Film überzeugen könnte, wenn nur das Geld stimmte.[2] Sie machten ihm eine ganze Reihe „letzter Angebote“, die er jedoch allesamt ablehnte.

Da der Beginn der Dreharbeiten von Im Geheimdienst Ihrer Majestät unter der Regie von Peter R. Hunt immer näher rückte und Connery für die Dreharbeiten zu Shalako nach Spanien fuhr, entschieden sich die Produzenten im Juni 1967, einen neuen Darsteller zu suchen.[4] Hunt, der bei den vorangegangenen Verfilmungen der Ian-Fleming-Romane für den Schnitt der Filme verantwortlich gewesen war, bekam als Anerkennung für seine bisherige Arbeit den Posten des Regisseurs.

Eon Productions Ltd. castete verschiedene Schauspieler für den sechsten Teil der Filmreihe. Für die Rolle des James Bond wurden unter anderen die beiden späteren Darsteller Roger Moore und Timothy Dalton, aber auch bekannte Schauspieler wie Roy Thinnes und Adam West in Betracht gezogen. George Lazenby wurde von Produzent Broccoli bei einem Friseurtermin das erste Mal wahrgenommen; er erhielt eine Einladung zum Vorspielen, nachdem er sich offiziell bei Harry Saltzmann vorgestellt hatte.[5]

Im April 1968 mussten die fünf verbleibenden Anwärter auf die begehrte Rolle des Geheimagenten einige Kameratests bestehen. Es handelte sich bei den Teilnehmern neben Lazenby um John Richardson, Anthony Rogers, Robert Campbell und Hans de Vries.[6][4] Die Darsteller mussten sowohl Liebesszenen als auch Kampfszenen spielen. Bei den Kampfszenen zeigte Lazenby eine enorme physische Präsenz und brach versehentlich einem Stuntman die Nase, was Broccoli besonders beeindruckte.[5] Beide Produzenten und United Artists kamen darin überein, Lazenby als neuen James Bond zu verpflichten.[4]

Lazenby besaß bis dahin keine schauspielerische Erfahrung, da er nur als Fotomodell und Darsteller in Werbespots aufgetreten war. Der Australier fiel aber wegen seiner maskulinen physischen Ausstrahlung auf und die fehlende künstlerische Erfahrung wurde nicht als Problem gesehen. Die Ähnlichkeit des Australiers mit Connery galt als Vorteil, da die Rolle des James Bond vom Publikum bisher immer mit dem Schotten assoziiert worden war. In der deutschen Fassung sprach auch Gert Günther Hoffmann, der schon Connery synchronisiert hatte. Eon Productions bot Lazenby einen Vertrag für, je nach Quellenlage, fünf[7] oder sechs[8] Filme an, den er aber nicht unterschrieben hat, da es zu Problemen bei der Klärung der Vertragsklauseln kam.[7]

Für die Rolle des Ernst Stavro Blofeld wurde der US-Amerikaner Telly Savalas verpflichtet. Die deutsche Theater- und Filmschauspielerin Ilse Steppat spielte in ihrer letzten Filmrolle dessen Gehilfin Irma Bunt. Durch die Serie Mit Schirm, Charme und Melone (The Avengers) war die britische Schauspielerin Diana Rigg einem breiten Publikum bekannt. Rigg in der Rolle der Tracy war schon die zweite Darstellerin aus der Serie, die als Bond-Girl engagiert wurde: Honor Blackman, ihre direkte Vorgängerin in der Fernsehserie, spielte an der Seite von Sean Connery in James Bond 007 – Goldfinger. Und noch ein dritter Star der Serie war im Film; Joanna Lumley (Das englische Mädchen) war in 21 Folgen als "Purdey" Nachfolgerin von Diana Rigg als "Emma Peel" in der Neuauflage The New Avengers.

Da die Figur der Tracy in Flemings Roman als Blondine beschrieben wurde, waren auch die beiden französischen Schauspielerinnen Catherine Deneuve und Brigitte Bardot für die Rolle im Gespräch. Deneuve zeigte sich an der Rolle jedoch nicht interessiert und Brigitte Bardot hatte gerade einen Vertrag für die Dreharbeiten zu Shalako mit Sean Connery unterschrieben.[9]

Die Rolle der Irma Bunt war die einzige englischsprachige Rolle von Ilse Steppat. Sie starb nur zwei Tage nach der Filmpremiere.

Der Strand von Praia do Guincho

Titeldesign[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorspann wurden vom Designer Maurice Binder Szenen aus den vorherigen Bond-Filmen verwendet, die in einer Sanduhr gezeigt werden.

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten der rund sieben Millionen US-Dollar teuren Produktion[10] begannen am 21. Oktober 1968[11] in der Schweiz, wo das Gipfelrestaurant Piz Gloria auf dem Schilthorn als einer der Hauptschauplätze diente. Im Film handelt es sich dabei um Blofelds Hauptquartier.[11]

Die Innenaufnahmen wurden in den Pinewood Studios nahe London gedreht.[11]

Für die in der Schweiz gedrehten Skiszenen war das Team von Willy Bogner verantwortlich. Als Double für George Lazenby fungierte der damals nicht mehr aktive Skirennläufer Ludwig Leitner.[12] Für die Dreharbeiten wurden neue Kameraausrüstungen entworfen und auch unkonventionell eingesetzt. Bogner raste zum Teil rückwärtsfahrend den Berg hinunter und filmte dabei die Verfolgungsjagden.[5] Der Skirennfahrer Bernhard Russi spielte einen der Verfolger von James Bond, und zwar den, der in die Schneefräse gerät. Die Außenaufnahmen des Films sollten an einem Stück abgedreht werden, damit die Filmcrew für die Innenaufnahmen rasch in die Studios zurückkehren konnte. Aufgrund von Problemen mit dem Wetter und der Risiken für die Drehenden verzögerten sich jedoch die Arbeiten und Mitte November 1968 war der Drehplan bereits um 16 Tage überzogen.

Im Februar 1969 geriet der Zeitplan weiter in Verzug und Regisseur Hunt bat seinen Filmeditor John Glen, auf das Filmset zu kommen und beim zweiten Filmteam die Regie zu übernehmen. Glen drehte in Mürren die Verfolgungsjagd in einer 1937 stillgelegten Bobbahn, während Anthony Squires im nahegelegenen Lauterbrunnen die Szenen beim Stockcarrennen aufnahm. Dann zog das zweite Filmteam nach Grindelwald, um die Szenen aufzunehmen, bei denen sich Bond und Tracy beim Eislaufen wiedertreffen. In der Nähe von Winteregg wurden anschließend die Szenen aufgenommen, bei denen Bond und Tracy vor Blofelds Schergen auf Skiern aus einer Scheune fliehen.[11]

Die Außenaufnahmen von Ms Haus wurden in der zweiten Aprilwoche des Jahres 1969 in Marlow in der Nähe der Pinewood Studios gedreht. Ende des Monats nahm man im Palacio Hotel in Estoril Bonds Hochzeit auf, anschließend auch die Szenen von Tracys Ermordung. Unweit von Estoril, am Strand von Praia do Guincho, fanden dann im Mai die Dreharbeiten der Anfangssequenz statt, bei der Bond Tracy vor dem Ertrinken rettet. Auch Dracos Geburtstagsfeier wurde in Portugal, und zwar in Zambujal, aufgenommen.[11]

Regisseur Peter Hunt hatte während der Produktion die Idee, den Film mit der Abfahrt der Frischvermählten enden zu lassen. Tracys Ermordung durch Irma Bunt wollte er als Einleitung des nächsten Bondfilms Diamantenfieber benutzen, um ihn emotionaler zu gestalten. Schlussendlich sollen die Produzenten aber entschieden haben, den Film wie Flemings Roman mit dem Tod von Tracy enden zu lassen.[5]

Die Dreharbeiten waren am 23. Juni 1969 beendet, der Drehplan wurde um fast zwei Monate überzogen.[11]

Glens erste Schnittversion hatte eine Laufzeit von 170 Minuten, man trennte sich dann von etwa 30 Minuten Filmmaterial. Die daraus resultierende Laufzeit machte Im Geheimdienst Ihrer Majestät dennoch zum bis dahin längsten Bond-Film.[11]

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In folgenden Ländern wurde gedreht:[13]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gipfelrestaurant Piz Gloria auf dem Schilthorn
  • George Lazenby, der alle ihm als machbar erscheinenden Stunts selbst machen wollte, brach sich in einer Szene einen Arm.
  • Im Geheimdienst Ihrer Majestät ist der erste in Stereoton aufgenommene James-Bond-Film.
  • Während der ersten Aufnahme der toten Tracy in seinen Armen weint George Lazenby. Regisseur Peter R. Hunt verlangte eine neue Aufnahme ohne Tränen, da die Figur James Bond niemals weine. Der erste Take sei aber viel ergreifender gewesen.
  • Als James Bond das erste Mal auf Draco trifft, pfeift kurz zuvor ein kleinwüchsiger Hausmeister beim Fegen die Melodie des Titelsongs aus Goldfinger. Andere Melodien aus früheren Kinofilmen des Geheimagenten werden verwendet, wenn James Bond seinen Schreibtisch aufräumt und auf Utensilien aus früheren Filmen stößt.
  • In diesem Film erfährt James Bond im Heraldik-Institut durch sein Familienwappen sein Familienmotto: "Die Welt ist nicht genug". Im Jahr 1999 wurde dieses Motto zum Titel des dritten James-Bond-Films mit Darsteller Pierce Brosnan, Die Welt ist nicht genug.
  • James Bonds Verfolger sind historisch korrekt mit der Schweizer Armeewaffe Sturmgewehr 57 ausgerüstet, die fast ausschließlich in der Schweiz verbreitet ist und daher eine extrem seltene Filmrequisite darstellt.
  • Obgleich der Film mitten in der Schweiz spielt, schlägt Tracy James Bond vor, zu einer Telefonzelle in Feldkirch zu fahren. Feldkirch liegt jedoch in Österreich und ist etwa 200 Kilometer von Lauterbrunnen entfernt.[14]
  • Der Drehort des Films auf dem Schilthorn wurde vom deutschen Produktionsleiter Hubert Fröhlich entdeckt. Später wurde dann der Name „Piz Gloria“ aus Buchvorlage und Film dauerhaft übernommen.
  • Da es beim Bau der Schilthornbahn Probleme mit der Finanzierung gab, bezahlten die Filmproduzenten den dauerhaften Ausbau des Gipfelgebäudes sowie alle Transport-, Betriebs- und Personalkosten der Schilthornbahn für die Dreharbeiten. Das fehlende Interieur des Drehrestaurants konnten die Filmproduzenten nach ihren Bedürfnissen gestalten. Ein großer Teil davon verblieb in dauerhafter Bauweise für den späteren Tourismusbetrieb. Die Kabinen der Seilbahn wurden orange eingefärbt und mit dem Blofeld-Wappen versehen. Der orange Anstrich der Gondeln war eigentlich nur für die Dauer des Films vorgesehen, er blieb allerdings (ohne Wappen) bis zum Ersatz der Kabinen im Jahr 1995 erhalten. Den von den Bergbahnbetreibern eigentlich nicht geplanten Helikopterlandeplatz ließen die Bond-Produzenten ebenfalls bauen; dieser dient heute als Aussichtsplattform.[15]
Teresa Bonds Grabstein
  • Der Prolog des Bondfilms In tödlicher Mission aus dem Jahr 1981 beginnt damit, dass Bond (dargestellt von Roger Moore) am Grab seiner Frau Teresa (die in diesem Film stirbt) Blumen niederlegt, aber auf dem Friedhof von einem Hubschrauber spontan zu einem angeblichen Einsatz abgeholt wird, der sich als von Blofeld gestellte Falle entpuppt. Dabei gelingt es Bond, Blofeld zu töten.
  • Als Bond im Büro des Anwalts darauf wartet, dass seine Maschine den Safe knackt, findet er in einer Tageszeitung die Playboy-Ausgabe vom Februar 1969 und stiehlt daraus den Centerfold mit einer Abbildung von Lorrie Menconi.[16] Es ist eine Anspielung darauf, dass die Romanvorlage zum Film in der Mai-Ausgabe des Magazins 1963 erstmals veröffentlicht wurde.[17]
  • Eigentlich hätte Blofeld die Verkleidung von Bond als Sir Hillary Bray durchschauen müssen, da die beiden einander schon im zuvor erschienen Film Man lebt nur zweimal kennengelernt hatten. Allerdings spielt Im Geheimdienst Ihrer Majestät - aus chronologischer Sicht - vor dem Prequel Man lebt nur zweimal. Zudem war ursprünglich geplant, Bond einer Gesichtsoperation im Rahmen eines Subplots zu unterziehen, um das veränderte Aussehen des Agenten zu erklären.[1]

Fahrzeuge und Gadgets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der James-Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät kommt mit vergleichsweise wenigen Gadgets aus:

  • Der von James Bond gefahrene Aston Martin DBS ist nur viermal zu sehen. Das erste Mal am Anfang des Films, außerhalb von James Bonds Hotel, vor dem Juweliergeschäft und das letzte Mal am Ende des Kinofilms als Hochzeitsauto. Das Auto verfügt über keine eingebauten „Extras“, jedoch über ein zerlegbares Scharfschützengewehr, das im Handschuhfach untergebracht ist.
  • Während des Einbruchs in die Anwaltskanzlei benutzt James Bond einen Safeknacker. Dieses kleine Gerät besteht aus einem Kabel an einem Griff, welches am Kombinationsschloss eines Safes befestigt werden kann und den einzugebenden Code ermittelt. Außerdem enthält das Gerät einen der ersten Olivetti-Nasskopierer, um Fotokopien herzustellen. Tatsächlich sind Nasskopierer für derartige Missionen ungeeignet, da sie nicht gekippt werden dürfen, weil sonst die hochgiftige Transferflüssigkeit ausläuft.
  • Bond kommt mit einem Triebwagen ABDeh 4/4 (Baujahr 1949, Serie 301 bis 304) der Berner Oberland-Bahn in Lauterbrunnen an.[18]
  • Tracy fährt einen roten Mercury Cougar, mit dem sie auch die Verfolgungsjagd nach Bonds Flucht vom Piz Gloria bestreitet.[19]
  • Bond fotografiert gegen Ende des Films die Karte der Einsatzorte der „Todesengel“ mit einer Minox-B-8x11-Miniaturkamera.
  • Bewaffnet waren Blofelds Wachmänner mit dem Sturmgewehr 57 und der SIG P210 Handfeuerwaffe, die zur damaligen Zeit die Ordonnanzwaffen der Schweizer Armee waren.

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den sechsten Film der Filmreihe war wieder John Barry verantwortlich. Der Brite komponierte, arrangierte und dirigierte bereits seinen fünften Filmscore für die Agentenreihe. Da das musikalische Titelthema eines James-Bond-Films meist den Filmtitel im Liedtext verwendet – Ausnahmen sind später das Lied All Time High aus dem Film Octopussy und das Medley aus dem ersten Film James Bond – 007 jagt Dr. No – befand sich Barry in einer schwierigen Situation. Der Komponist fühlte sich nicht in der Lage, ein Lied zu schreiben, welches die Wörter On her Majesty’s Secret Service enthält. Regisseur Hunt wurde von Barry überzeugt, dass ein instrumentales Musikstück für die Eröffnungsvorspann benutzt wird. Dieses On her Majesty’s Secret Service betitelte Arrangement wird auch während des Films verwendet und ist eine Ergänzung zum bekannten James Bond Theme. Dieses instrumentale Musikstück wurde 1997 von der britischen Band Propellerheads neu arrangiert. Außerdem fand das musikalische Thema in den Werbetrailern zum Film Die Unglaublichen – The Incredibles aus dem Jahr 2004 Verwendung. Zudem ist das Thema im Trailer zum 2015 erschienenen Bondfilm Spectre zu hören.

Das Liebeslied We have All The Time in the World wurde von Louis Armstrong gesungen. John Barry komponierte die Musik und Hal David schrieb den Text. Es wird im Film zum Beginn der Beziehung zwischen James Bond und Tracy gespielt. Das Lied war, im Gegensatz zu den vorherigen Titelsongs, kein kommerzieller Erfolg und wurde zum Beispiel erst zwei Jahre nach Erscheinen des Films die Nummer 1 der italienischen Charts. Es ist der letzte Song, der von Louis Armstrong aufgenommen wurde. Er verstarb am 6. Juli 1971 in New York.

Das Lied Do You Know How Christmas Trees Are Grown? der Sängerin Nina (weiblicher Teil des Duos Nina & Frederik) findet ebenfalls Verwendung. In der deutschen Synchronfassung wurde das Lied in deutscher Sprache gesungen. Interpretin war Katja Ebstein und der Titel lautete Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai?.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack erschien erstmals 1969 bei United Artists Records auf LP. Im Jahr 1988 wurde eine erste CD-Pressung von EMI herausgebracht. Nach dem 40. James-Bond-Jubiläum wurde 2003 eine neue aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Extended-Version enthält verlängerte Musikstücke des Original-Soundtracks, die aufgrund der beschränkten Kapazität der LP geschnitten wurden. In der deutschen Version waren Covertitel angepasst und das Lied Do you know how christmas trees are grown? gegen die Katja Ebstein Version Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai? ausgetauscht worden.

Originalauflage (1969)
  1. We have all the time in the world (03:08) gesungen von Louis Armstrong
  2. This never happened to the other fella (04:25)
  3. Try (03:24)
  4. Ski chase (02:52)
  5. Do you know how christmas trees are grown? (03:19) gesungen von Nina
  6. Main theme „On Her Majesty’s Secret Service“ (02:33)
  7. Journey to Blofield’s hideaway (03:25)
  8. We have all the time in the world (02:56)
  9. Over & Out (02:40)
  10. Battle at Piz Gloria (04:00)
  11. We have all the time in the world – James Bond Theme (04:32)
Extended Version (2003)
  1. We Have All The Time In The World (03:15) gesungen von Louis Armstrong
  2. This Never Happened To The Other Feller (05:06)
  3. Try (03:26)
  4. Ski Chase (03:39)
  5. Do You Know How Christmas Trees Are Grown? (03:21) gesungen von Nina
  6. Main Theme – On Her Majesty’s Secret Service (02:35)
  7. Journey To Blofeld’s Hideaway (04:53)
  8. We Have All The Time In The World (02:59)
  9. Over and Out (03:11)
  10. Battle At Piz Gloria (04:03)
  11. We Have All The Time In The World – James Bond Theme (04:38)
  12. Journey To Draco’s Hideaway (03:41)
  13. Bond and Draco (04:34)
  14. Gumbold’s Safe (04:59)
  15. Bond Settles In (02:16)
  16. Bond Meets The Girls (03:27)
  17. Dusk At Piz Gloria (02:32)
  18. Sir Hillary’s Night Out (Who Will Buy My Yesterdays?) (04:46)
  19. Blofeld’s Plot (05:19)
  20. Escape From Piz Gloria (04:53)
  21. Bobsled Chase (02:03)

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die ursprüngliche deutsche Fassung des Films gekürzt war, mussten einige Szenen nachsynchronisiert werden. Bei der Nachbearbeitung wurden jedoch auch Dialoge neu eingesprochen, die bereits in der Originalsynchronisation vorlagen. Außerdem hört man die deutsche Fassung von „Do you know how christmas trees are grown?“ („Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai?“, gesungen von Katja Ebstein) nun teilweise in der Originalfassung von Nina.[20][21]

Rolle Schauspieler deutsche Synchronsprecher
James Bond George Lazenby Gert Günther Hoffmann (Originalsprecher)
Erich Räuker (DVD-Nachsynchronisation)
Tracy Diana Rigg Margot Leonard (Originalsprecher)
Sabine Arnhold (DVD-Nachsynchronisation)
Ernst Stavro Blofeld Telly Savalas Martin Hirthe (Originalsprecher)
Jürgen Kluckert (DVD-Nachsynchronisation)
Marc-Ange Draco Gabriele Ferzetti Klaus Miedel (Originalsprecher)
Lutz Mackensy (DVD-Nachsynchronisation)
Irma Bunt Ilse Steppat Ilse Steppat (Originalsprecher)
Joseline Gassen (DVD-Nachsynchronisation)
Ruby Angela Scoular Beate Hasenau
Nancy Catherina von Schell Almut Eggert
Hillary Bray George Baker Heinz Petruo
Moneypenny Lois Maxwell Inge Landgut
M Bernard Lee Konrad Wagner
Q Desmond Llewelyn Horst Keitel (Originalsprecher)
Reinhard Kuhnert (DVD-Nachsynchronisation)
Campbell Bernard Horsfall Klaus Sonnenschein
Hammond John Gay Joachim Pukaß

Uraufführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Premiere von Im Geheimdienst Ihrer Majestät fand am 18. Dezember 1969 im Odeon Leicester Square in London statt. George Lazenby absolvierte bei dieser Gelegenheit seinen einzigen offiziellen öffentlichen Auftritt als James-Bond-Darsteller, das Publikum zeigte sich jedoch enttäuscht, da er mit schulterlangem Haar und Vollbart erschien und nicht dem öffentlichen Bild entsprach.[11] Am selben Tag startete der Film in den Kinos des Vereinigten Königreichs.[22]

In den US-amerikanischen Kinos lief der Film ebenfalls ab dem 18. Dezember 1969.[22] Es war das erste Mal, dass ein James-Bond-Film in den Vereinigten Staaten am gleichen Tag wie im Vereinigten Königreich startete. Der Kinostart in der Bundesrepublik erfolgte am Tag darauf, am 19. Dezember 1969.[22]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einspielergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der sechste James-Bond-Film ist der einzige mit George Lazenby in der Hauptrolle. Im Vergleich der Einspielergebnisse lag der neueste Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät bedeutend niedriger, trotzdem noch höher als das Budget. Das weltweite Kinoeinspielergebnis wird mit Werten zwischen 25 Millionen und 36 Millionen US-Dollar angegeben. Man lebt nur zweimal hat weltweit 72 Millionen Dollar an den Kinokassen eingespielt.

Trotzdem brach Im Geheimdienst Ihrer Majestät drei Rekorde bei der Kinoauswertung in den Vereinigten Staaten:

  • höchstes Einspielergebnis am ersten Auswertungstag
  • höchstes Einspielergebnis an einem Tag
  • höchstes Einspielergebnis am ersten Wochenende.

Insgesamt war dieser James-Bond-Film vier Wochen lang die Nummer eins in den US-amerikanischen Kinos und wurde erst von Easy Rider auf den zweiten Platz der Kinocharts verdrängt. Nach dem Western Zwei Banditen war dieser Film der zweiterfolgreichste Kinofilm, der im Jahr 1969 startete.

Für den 1971 erschienenen siebten Teil der Reihe, Diamantenfieber, wurde noch einmal Sean Connery engagiert. Der Darsteller erhielt dafür eine Gage von 1.430.000 US-Dollar, eine prozentuale Beteiligung am Einspielergebnis, das Versprechen einer Drehzeit von 18 Wochen und die Möglichkeit, zwei Kinofilme seiner Wahl zu schaffen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Auch ohne Sean Connery ist Bond einsame Spitze.“

„Der neueste James-Bond-Film [...] vermag trotz gewaltigen Aufwands nicht zu interessieren. Die Geschichte ist grob gestrickt, und der neue Hauptdarsteller George Lazenby kommt schwächer an als früher Sean Connery.“

Filmversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Glen war Chef des zweiten Kamerateams und zugleich auch für den Schnitt des Films Im Geheimdienst Ihrer Majestät verantwortlich. Die erste Arbeitsfassung des Kinofilms hatte eine Länge von 2 Stunden und 50 Minuten. Glen kürzte den Film um eine halbe Stunde, um auf eine Länge von 140 Minuten zu kommen. Mit dem Kinoverleih United Artists war ursprünglich eine Filmlänge von zwei Stunden vereinbart worden. Für lange Zeit war Im Geheimdienst Ihrer Majestät der längste in die Kinotheater gebrachte James-Bond-Film. Die Länge von 2 Stunden und 20 Minuten wurde erst im Jahr 2006 von Casino Royale übertroffen.

Der Originalkinotrailer des Films zeigt die Zerstörung des Chemielabors und der Eisbahn auf dem Piz Gloria von innen.

Die meisten im nicht-englischsprachigen Ausland erschienen Kino-, Fernseh- und Videofassungen sind gekürzt. Somit auch die deutsche Kinofassung. Folgende Szenen fehlten, wurden gekürzt oder verändert:

  • James Bonds Einbruch in die Berner Anwaltskanzlei der Gebrüder Gumbold wurde für die deutsche Originalkinofassung herausgeschnitten, fehlte ebenfalls in den deutschen Fernseh- und Videofassungen, ist aber auf der aktuellen deutschen DVD-Auswertung vorhanden und wird auch seit den letzten Fernsehausstrahlungen gezeigt.
  • Ebenso eine Szene mit James Bonds blondem Helfer Campbell, der versucht, in die zum Piz Gloria fahrende Seilbahn einzusteigen und daran von Blofelds Männern gehindert wird. In der nächsten Einstellung wird die Seilbahn mit einer schattenwerfenden Person auf dem Dach gezeigt.
  • Szenen mit Dialogen (z. B. Tracys Unterhaltung mit ihrem Vater in dessen Limousine während der Einbruchsszene sowie der Streit Campbells mit einem vom Blofelds Männern auf der Seilbahnstation) wurden mit anderen Sprechern nachsynchronisiert.
  • Katja Ebsteins Gesang auf dem Bahnhof in Lauterbrunnen sowie bei der Verfolgungsszene auf der Eisbahn in Mürren wurde in den neuesten deutschen Fassungen durch die englische Originalversion von Nina ersetzt, beim Einsetzen der Dialoge hört man allerdings wieder den deutschen Gesang.

Die in Europa erschienene DVD-Fassung von Im Geheimdienst Ihrer Majestät weist gegenüber der US-amerikanischen folgende Unterschiede auf:

  • Die Musik beginnt unterschiedlich, wenn der Rechtsanwalt Gumbold seine Kanzlei verlässt und James Bond in das Büro einbricht.
  • Eine Dialogzeile von James Bond an Tracy beim Stock-Car-Rennen wurde ursprünglich in einem Closeup gezeigt. In der europäischen Fassung wird dieser Satz nun aus dem Off gesprochen.

Die erste Ausstrahlung des Kinofilms im US-amerikanischen Fernsehen fand am 16. September und am 23. September 1976 statt. Der Fernsehsender ABC teilte Im Geheimdienst Ihrer Majestät in zwei Teile. Die Chronologie der Handlung wurde verändert. Der erste Teil beginnt mit der Flucht vom Piz Gloria und danach erst startet der Film mit dem Originalanfang. Der gesamte Kinofilm wird von einem Erzähler begleitet.

Filmrechte und -vertrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harry Saltzman und Albert R. Broccoli produzierten zum siebten Mal einen James-Bond-Film. Ihre gemeinsame Produktionsfirma Eon Productions Ltd. war für die Herstellung des Kinofilms verantwortlich. Die für die Wahrnehmung aller Rechte an den James-Bond-Filmen gegründete Danjaq S.A. hielt das Copyright. Da Saltzman 1975 seine Anteile an der Rechtefirma an United Artists verkaufte, teilen sich jetzt die Rechtefirma und das Filmunternehmen das Copyright auf den Kinofilm.

Eon Productions Ltd. schloss 1961 einen zuerst sechs Kinofilme umfassenden Vertriebsvertrag mit dem US-amerikanischen Filmverleih United Artists. Im Geheimdienst Ihrer Majestät fällt als sechster Teil der Filmreihe unter diese erste Vereinbarung. Der Kinofilm wurde weltweit von den jeweiligen nationalen Tochterunternehmen der United Artists in die Kinotheater gebracht. Für die Verkäufe der Senderechte für das Fernsehen war das Tochterunternehmen United Artists Television verantwortlich.

Nachdem United Artists 1981 von Metro-Goldwyn-Mayer übernommen wurde, schloss United Artists alle seine weltweiten Kinoverleihunternehmen. Die Verwertungsrechte – Video, Laserdisc, seit den 1990er Jahren DVD und Fernsehen – werden seitdem von Metro-Goldwyn-Mayer kontrolliert. Dazu sind langfristige Verträge zwischen Danjaq S.A. und dem Filmunternehmen abgeschlossen worden.

Im deutschsprachigen Raum erschien der Film auf VHS und Laserdisc. Metro-Goldwyn-Mayer nutzte den Vertrieb der Warner Home Video und zahlte dafür einen prozentualen Anteil an den Verkaufserlösen. Der Vertrag zwischen Metro-Goldwyn-Mayer und Warner Home Video wurde zum Ende des Jahres 1999 aufgelöst und Metro-Goldwyn-Mayers MGM Home Entertainment nutzte zwischen 2000 und 2003 das Vertriebsnetz der 20th Century Fox. 2000 erschien die erste DVD von Im Geheimdienst Ihrer Majestät im deutschsprachigen Raum. Das Marketing lag bei MGM Home Entertainment. Ab 2003 vertrieb Metro-Goldwyn-Mayer seine Filmbibliothek in alleiniger Führung. Mit dem Verkauf von Metro-Goldwyn-Mayer an ein von der Sony Pictures Entertainment geführten Konsortium wurde der selbstständige Vertrieb der eigenen Filmbibliothek in Deutschland wieder aufgegeben und Sonys Tochterunternehmen Sony Pictures Home Entertainment war seit September 2005 für den Vertrieb in den deutschsprachigen Ländern verantwortlich. Der Vertriebsvertrag zwischen Metro-Goldwyn-Mayer und Sony Pictures Home Entertainment wurde im Frühjahr 2006 aufgelöst und 20th Century Fox Home Entertainment übernahm ab dem 1. September 2006 wieder den Vertrieb des Kinofilms Im Geheimdienst Ihrer Majestät im Home-Entertainment-Bereich in den deutschsprachigen Ländern.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Lazenby war bei den Golden Globe Awards 1970 in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller nominiert.[25]

Weitere Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Cork, Bruce Scivally: James Bond. Die Legende von 007. Bern 2002, ISBN 3-502-15340-X.
  • Manfred Knorr, Peter Osterried: Moviestar Sonderband: James Bond 007. Medien-, Publikations- u. Werbegesellsch., Hille, ISBN 3-931608-67-0.
  • Erich Kocian: Die James Bond Filme. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-86044-6.
  • Dirk Manthey (Hrsg.): James Bond 007. Kino-Verl., Hamburg 1995, ISBN 3-89324-124-8.
  • Michael Marti, Peter Wälty: James Bond und die Schweiz. Echtzeit-Verl., Basel 2008, ISBN 978-3-905800-20-3.
  • Danny Morgenstern, Manfred Hobsch: James Bond XXL. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2006, ISBN 3-89602-545-7.
  • Alexander Smoltczyk: James Bond, Berlin, Hollywood. Die Welten des Ken Adam. Nicolai, Berlin: 2002, ISBN 3-87584-069-0.
  • Siegfried Tesche: Das große James Bond Buch. Henschel, Berlin 2002, ISBN 3-89487-440-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Sean Connery im Playboy, November 1965 auf seanconneryonline.com (englisch), abgerufen am 4. November 2012
  2. a b c d Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 77.
  3. You Only Live Twice auf tcm.com (englisch), aufgerufen am 4. November 2012
  4. a b c Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 86-87.
  5. a b c d Dokumentation Inside On Her Majesty’s Secret Service auf der Kauf-DVD James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät (Ultimate Edition), MGM, 2006
  6. Being 007: Behind the Scenes at James Bond Auditions auf life.time.com (englisch), abgerufen am 12. November 2012.
  7. a b Lazenby feiert 70. Geburtstag auf n-tv.de, aufgerufen am 23. Oktober 2012
  8. Biografie auf mi6-hq.com (englisch), aufgerufen am 23. Oktober 2012
  9. Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond. Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 90.
  10. On Her Majesty’s Secret Service auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 13. November 2012
  11. a b c d e f g h Production Notes auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 13. November 2012
  12. Trauer um Ludwig „Luggi“ Leitner, DSV-Nachruf, abgerufen am 15. April 2013
  13. Siegfried Tescher: Der große James Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9
  14. “Der” große James Bond Atlas, S. 167.
  15. TV-Doku "Drama am Gipfel"(ARTE/Oktober 2014) über Dreharbeiten in den Alpen
  16. stereophile.com: Stereophile: It Takes More than Martinis, Mister!, Zugriff am 15. September 2008
  17. german.imdb.com: On Her Majesty’s Secret Service (1969) – Dies und das, Zugriff am 15. September 2008
  18. Eisenbahn im Film über On Her Majesty’s Secret Service
  19. Focus online "Alle James Bond Autos von Dr. No bis Skyfall", abgerufen am 27. Dezember 2014
  20. Deutsche Synchronkartei
  21. Schnittbericht
  22. a b c Release dates. Auf: imdb.com (englisch), abgerufen am 16. April 2013
  23. Filmkritik auf TV Spielfilm
  24. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 3/1970
  25. George Lazenby auf goldenglobes.org (englisch), aufgerufen am 14. November 2012