James Deen

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James Deen bei der Verleihung der XBIZ Awards 2010 in Hollywood

James Deen (* 7. Februar 1986 in Pasadena, Kalifornien als Bryan Matthew Sevilla) ist ein amerikanischer Pornodarsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Karriere begann er 2004 als Achtzehnjähriger mit dem Film Art School Sluts. Zunächst spielte er vor allem Rollen im einzigen Segment der heterosexuellen Pornoindustrie, das für Männer in diesem Alter Verwendung hat: die so genannten MILF-Filme, in denen reifere Frauen mit zumeist jüngeren Partnern verkehren. 2005 traf er auf den Produzenten Chico Hwang, der ihm bis zu dessen Drogentod 2007 als Mentor zur Seite stand und ihm zum Durchbruch verhalf. Bis heute hat Deen in über 1000 Hardcore-Produktionen mitgewirkt. 2009 sowie 2013 wurde er als bester männlicher Darsteller mit einem AVN Award ausgezeichnet, dem wichtigsten Preis der Branche. In der gleichen Kategorie wurde er auch 2010 vom Branchenmagazin XBIZ ausgezeichnet. Außerdem war er 66 mal für AVN- beziehungsweise XBIZ-Awards nominiert und gewann diverse andere Preise der Pornobranche wie beispielsweise XRCO Awards.

Wie Amanda Hess in ihrem Profil für das Magazin Good anmerkt, hat Deen sich dadurch eine Nische in der Pornoindustrie geschaffen, dass er so aussieht, als gehöre er dort nicht hin; umgekehrt verfolgen tausende Frauen, die sich sonst nicht für Hardcore-Pornographie erwärmen können, seine Beiträge auf seinem Blog, auf Tumblr und Twitter. Im Jahr 2013 übernahm er eine tragende Rolle in dem Film The Canyons, einer Produktion außerhalb der Pornoindustrie.

Am 28. November 2015 bezichtigte ihn seine Ex-Freundin Stoya, die ebenfalls als Pornodarstellerin tätig ist, via Twitter der Vergewaltigung, zwei Tage darauf machten mit Ashley Fires und Tori Lux zwei Kolleginnen ähnliche Vorwürfe öffentlich. Insgesamt bezichtigten ihn neun Frauen dieses Verbrechens. Deen bestreitet die Vorwürfe. Mehrere mit Deen über lange Jahre verbundene Studios kündigten ihm daraufhin jede weitere Zusammenarbeit auf oder nahmen Filme, in denen er mitgewirkt hat, aus dem Vertrieb.[1][2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: XRCO Award in den Kategorien Unsung Swordsman und Best On-Screen Chemistry (mit Joanna Angel)
  • 2009: AVN Award - Male Performer of the Year; XBIZ Award - Male Performer of the Year
  • 2010: XBIZ Award - Male Performer of the Year
  • 2013: AVN Award - Male Performer of the Year
  • 2014: XRCO Award - Mainstream Adult Media Favourite[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: James Deen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amanda Hess: James Deen Was Never a Feminist Idol. In: slate (Online-Magazin), 1. Dezember 2015.
  2. Friederike Zoe Grasshoff: Der Fall James Deen, Süddeutsche Zeitung, 11. Dezember 2015
  3. 30th Annual XRCO Awards Takes It Back Home. 16. April 2014, abgerufen am 17. April 2014 (englisch).