James Iha

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James Iha (1995)

James Iha (* 26. März 1968 in Chicago, Illinois, USA als James Yoshinobu Iha) ist ein US-amerikanischer Musiker.

Leben[Bearbeiten]

James Iha war von 1988 bis 2000 Gitarrist bei der erfolgreichen Alternative-Rock-Band The Smashing Pumpkins, die er zusammen mit Billy Corgan gegründet hat. Er spielt seit dem Jahr 2003 Gitarre bei A Perfect Circle.[1][2]

Iha wurde als Sohn japanischer Einwanderer geboren und wuchs in einem Vorort von Chicago auf. Nach durchschnittlichen Schulnoten in der High School erreichte er gute Zensuren im Junior College und begann, an der Loyola University Chicago Grafikdesign zu studieren. Er brach das Studium jedoch ab, um mehr Zeit für die Smashing Pumpkins zu haben.[3]

Er hatte eine Beziehung mit D’arcy Wretzky, der ehemaligen Bassistin der Smashing Pumpkins, die jedoch während der Tournee zum Album Gish in die Brüche ging.[3]

Iha lebt im Stadtteil Manhattan in New York City und besitzt zusammen mit Wretzky und Adam Schlesinger das Independent-Label Scratchie Records.[4] [5]

Stil[Bearbeiten]

Ihas Intension war es bei seinem Solostart, ein nicht zu progressives, nicht zu intelligentes, nicht überladenes und nicht durch Lautstärke ablenkendes Album zu schaffen. Es sollte aufs Wesentliche beschränkt sein und viel Wärme ausstrahlen.[6] Zu erwarten sei ein „Singer-Songriter-Classic-Rock-Style“.[7]

Der amerikanische Billboard bezeichnete das Ergebnis als „romantischen Gitarren-Pop“.[6] Die deutsche Musik Woche machte bei der „grazile[n], beruhigende[n] Musik zum Zurücklehnen und Genießen“ als Hauptbestandteile Folk und Pop aus, im Verbund mit „dezenten Rockanleihen und vereinzelten Country-Einsprengseln“,[8] während der britische Melody Maker das gesamte Album Country-durchsetzt („overall country feel“) empfand.[4]

In der Infobox heißt es bei Allmusic in der Stil-Angabe noch Alternative Rock und Post-Grunge, doch in der Biografie wird bezüglich Let It Come Down ausdrücklich von einer Abkehr vom Alternative-Rock der Smashing Pumpkins gesprochen. Iha habe vielmehr mit „süßlicher Romantik und sonnigen Melodien“ eine Vorliebe für 1960er-beeinflussten Folk-Rock und 1970er Softrock durchscheinen lassen.[5] Für Discogs schwankt der Stil des Debüts zwischen Alternative Rock und Softrock.[9] Eindeutiger wird dort Look to the Sky eingeschätzt, nämlich als Alternative-Album.[10] Die Single Speed of Love sei dagegen eine Mischung aus Pop, Folk, Weltmusik und Country.[11]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1998: Let It Come Down (Album, Virgin Records)
  • 1998: Be Strong Now (Single, Virgin Records)
  • 1998: Jealousy (mit Britta Phillips, Single, Virgin Records)
  • 2009: Shine Your Light/You Can't Escape (Single, United Bamboo)
  • 2012: Look to the Sky (Album, EMI)
  • 2012: Speed of Love (Single, The End Records)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Caroline Frey: A Perfect Circle. Kreis mit Ecken. In: Metal Hammer. Oktober 2003, S. 78 f.
  2.  C[arsten] A[gthe]: A Perfect Circle. Die Quadratur des Kreises. In: Eclipsed. Rock-Magazin. Nr. 57, November 2003, S. 30.
  3. a b blamo.org: „Success Has Come at a High Price for this Chicago Band“ (Memento vom 4. Dezember 2007 im Internet Archive)
  4. a b  Ben Myers: Bark Life. In: Melody Maker. 7. Februar 1998, Special Branch, S. 17.
  5. a b Greg Prato: James Iha. Biography by Greg Prato. In: allmusic.com. Abgerufen am 25. August 2015 (englisch).
  6. a b  Moira McCormick: Iha Scales 'Down' His Solo Debut. Pumpkins Guitarist's Set Due on Virgin. In: Billboard. 17. Januar 1998, Artists & Music, S. 18 und 41.
  7.  M[arcel] A[nders]: Saitensprung. Im Grunde ist der Gitarrist James Iha mit den Smashing Pumpkins verheiratet. Weil in dieser Ehe aber nur Bandboss Billy Corgan bestimmt, wie's klingen soll, geht Iha jetzt auch eigene Wege. In: Musikexpress. Nr. 507, April 1998, Magazin, S. 6 f.
  8.   In: Musik Woche. Das Nachrichtenmagazin für die Musikbranche. Nr. 7/1998, 9. Februar 1998, Neuheiten, S. 15.
  9. James Iha – Let It Come Down. In: discogs.com. Abgerufen am 25. August 2015 (englisch).
  10. James Iha – Look to the Sky. In: discogs.com. Abgerufen am 25. August 2015 (englisch).
  11. James Iha – Speed of Love. In: discogs.com. Abgerufen am 25. August 2015 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]