James Saunders (Tänzer)

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James Saunders (* 14. Juli 1946 in Wilmington/Delaware; † 24. August 1996 in Köln) war ein US-amerikanischer Tänzer und Choreograf.

Saunders studierte zunächst Malerei und Bildhauerei am Philadelphia College of Art und ab 1968 Ballett an der Schule der Pennsylvania Ballet Company unter Benjamin Harkavy, Edward Caton und Hector Zaraspe. Später war er Schüler von Irene Bartos, Rosella Hightower und Anna Price.

Saunders war Mitglied im Pennsylvania Ballet, in Maurice Béjarts Ballett des XX. Jahrhunderts, im Tanz-Forum Köln und zuletzt Erster Solist im Frankfurter Ballett. Er tanzte Hauptrollen in Werken von George Balanchine, Hans van Manen, Heinz Spoerli, Glen Tetley, Christopher Bruce und Talley Beatty.

Nach einer weiterführenden pädagogischen Ausbildung mit Gabriela Taub Darvash  in New York, beendete James Saunders 1980 seine Solistenkarriere und arbeitete u.a. als Gastdozent an der Darvash School in New York. Anfang der 80er Jahre wurde er Künstlerischer Direktor der Deutschen Ballett-Bühne e.V, dem Gründungsverein der Zeitschrift "Ballett International" (Herausgeber: Rolf Garzke). 1984 gründete er mit Christiane Ruff und Kajo Nelles die ''Tanzprojekte Köln - Kreativität durch Bewegung''. Er brachte tänzerische Amateure mit Tänzern und Choreografen zusammen auf die Bühne und verwirklichte seinen ganzheitlichen Ansatz von Kunst (Jeder Mensch ist ein Tänzer). Von 1989 bis 1994 führte er die Creating Movement Projects in Johannesburg und Soweto durch. 1996 erhielt er für sein Lebenswerk den Kölner Tanztheaterpreis.

Saunders verunglückte bei der Aufführung seiner Performance Basstanz - Bilderwelten im Museum Ludwig in Köln am 24. August 1996 tödlich. Sein Nachlass befindet sich im Deutschen Tanzarchiv Köln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kajo Nelles: James - Leben, Werk und Visionen des Tänzers, Choreographen und Bewegungslehrers James Saunders. Königsförde 1999, ISBN 3-933939-10-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]