Jan-Uwe Rogge

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Jan-Uwe Rogge (2019)

Jan-Uwe Rogge (* 1947 in Stade) ist ein deutscher Autor, Erziehungsberater und Kolumnist.

Leben, Ausbildung und berufliches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Stade geborene Rogge maturierte 1967 und studierte nach dem Militärdienst bei der Marine in Tübingen Germanistik, Politische Wissenschaften und Kulturwissenschaften. Er promovierte zum Thema Kindermedien zum Dr. rer. soc. (Verhaltens- und Sozialwissenschaften).

Von 1976 bis 1985 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen und leitete mehrere Forschungsprojekte zu den Themen Familie, Kindheit und Medien. Neben Fachveröffentlichungen in Fachzeitschriften und Büchern verfasste er auch eigenständige Publikationen. Gleichzeitig bildete er sich zum Familien- und Kommunikations-Berater weiter und gibt seit 1985 sein Wissen in Seminaren und Vorträgen im In- und Ausland an Familien, Eltern und Pädagogen weiter.

Seine seit 1984 verfassten Bücher zu Erziehungsfragen wurden teilweise Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er gilt als Erziehungsexperte und war mehrfach Gast in Rundfunk- und Fernsehsendungen. Seit vielen Jahren ist er monatlicher Kolumnist in der österreichischen Zeitschrift Welt der Frauen. Zusammen mit Angelika Bartram hat er mehrere Kinderbücher verfasst.

Rogge ist seit 1983 mit Regine verheiratet und lebt mit ihr und seinem Sohn in Bargteheide.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer Dissertation kritisiert Sabine Jahn, Rogge gebe wenig konkrete Informationen zu Erziehungsmaßnahmen, da er sie hauptsächlich moralisch entlaste und die Schuld an Erziehungsproblemen einseitig dem Kind zuschreibe. Der Autor erkläre die Erziehungssituationen nicht im Beziehungskontext; er analysiere sie nur im Hinblick auf sein pädagogisches Konzept. "Die Interaktionen der Eltern und Kinder in den Beispielen dienen dazu, die Leser emotional zu beeinflussen. Die pädagogische Argumentation ist unvollständig; nur durch die moralische Logik von Rogges vielfältigen Situationen wird der Erfolg seiner Pädagogik gestützt."[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reflexionen über Erziehung in populärwissenschaftlichen Ratgebern (PDF; 1,8 MB)