Jan Emens Mennicken

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Schnelle Jan Emens Mennickens (rechts) im Vergleich mit einem Gefäß selben Typs von Hans Hilgers aus Siegburg (links).

Jan Emens Mennicken war ein Töpfermeister, der zwischen 1568 und 1594 in Raeren im Herzogtum Limburg, heute in Belgien gelegen, tätig war. Nach 1594 wanderte er in den Westerwald ab.

Er gilt neben Anno Knütgen als einer der führenden Töpfermeister der rheinländischen Hochrenaissance. Seine Gefäße aus Raerener Steinzeug signierte er mit I.E.M oder häufiger mit I.E.

Jan Emens Mennicken experimentierte als erster Hersteller von Rheinischem Steinzeug ab 1584 mit kobaltblauen Salzglasuren. Darüber hinaus führte er um 1587 in Raeren einen Ton ein, der eisenarmer als die zuvor dort verwendeten Tone war und zu einem grauen Scherben brannte.[1] Somit schuf er die Grundlagen zur Herstellung von blau-grauem Steinzeug, das ab dem 17. Jahrhundert im Westerwald zur führenden Warenart unter den Rheinischen Steinzeugen wurde (Westerwälder Steinzeug).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Koetschau: Rheinisches Steinzeug. München 1924. S. 44ff.
  • Gisela Reineking von Bock: Steinzeug. Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln. Köln 1986. S. 62ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Koetschau 1924, S. 42.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan Emens Mennicken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien