Jan Jakob Maria de Groot

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De Groot
De Groots System chinesischer Religionen enthält eine detaillierte Studie chinesischer Begräbnis-Stelen und der mythischen Figuren (Bixi), die sie dekorieren

Jan Jakob Maria de Groot (* 18. Februar 1854 in Schiedam; † 24. September 1921 in Berlin) war ein niederländischer Sinologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Groots Arbeitsschwerpunkt lag auf chinesischer Religion und Geschichte. Seit dem 9. Dezember 1891 war er Professor für Literatur und Philosophie an der Universität Leiden, wobei über Geschichte, Literatur, Landes- und Völkerkunde Niederländisch-Indiens lehrte. Zudem wurde er am 14. Januar 1904 Professor für chinesische Sprache und, nachdem er am in Leiden am 1. Dezember 1911 seinen Lehrstuhl niedergelegt hatte, am 1. Januar 1912 an der Universität Berlin Professor. 1911 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften gewählt.[1] Er prägte den Begriff des Chinesischen Universismus, den er für die „Drei Lehren“ (Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus) Chinas verwendete, die nach seiner Ansicht zu einem einheitlichen Charakter (universistisch) verschmolzen wären.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The religious system of China. 6 Bände, 1892‒1910
  • Sectarianism and religious persecution in China. 2 Bände, 1903 und 1904
  • Chinesische Urkunden zur Geschichte Asiens. 2 Bände, 1921 und 1926

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.bbaw.de/archivbbaw/archivbestaende/abtnachlaesse/cvnachlaesse/groot-jan.html
  2. Edith Franke, Michael Pye: Religionen nebeneinander: Modelle religiöser Vielfalt in Ost- und Südostasien. LIT Verlag, Münster 2006. S. 17–19.