Jan Lisiecki

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jan Lisiecki (2010)

Jan Lisiecki (* 23. März 1995 in Calgary, Kanada) ist klassischer Pianist. Er kam als Sohn polnischer Eltern zur Welt und zeichnete sich schon in jungen Jahren durch pianistische und schulische Leistungen aus.

Biografie[Bearbeiten]

Jan Miłosz Lisiecki studiert seit seinem fünften Lebensjahr Klavier am Mount Royal University Conservatory.

Bereits mit 17 Jahren machte er sich einen Namen in der kanadischen und der internationalen Konzertszene. Als Neunjähriger trat er erstmals mit Orchester auf und hat seither in seinem Heimatland und international über 100 Konzerte mit Orchester gegeben, u. a. mit dem National Arts Centre Orchestra, Montreal Symphony Orchestra, L’Orchestre Symphonique de Québec, Minnesota Orchestra, Sinfonietta Cracovia, Suwon Philharmonic Orchestra und Sinfonia Varsovia.

Er ist ein passionierter Kammermusiker, der mit dem New Zealand String Quartet, Quatuor Ébène und Penderecki String Quartet gearbeitet hat. Zu seinen Partnern zählten Yo-Yo Ma, Pinchas Zukerman, James Ehnes und Emanuel Ax.

Jan Lisiecki spielt häufig für Wohltätigkeitsorganisationen, darunter die David Foster Foundation, die Polnische Humanitäre Organisation und die Wish Upon a Star Foundation. Im Juni 2008 wird er von UNICEF Kanada zum nationalen Jugendbotschafter ernannt.

Auf Empfehlung des Schulvorstands konnte Jan Lisiecki vier Klassen überspringen. Im Januar 2011 bestand er seine Abschlussprüfung an der Western Canada High School in Calgary. Im September 2011 begann er sein Studium als Stipendiat der Glenn Gould School of Music in Toronto.

Wenige Monate zuvor, im Februar 2011, schlossen Jan Lisiecki und Deutsche Grammophon einen exklusiven Aufnahmevertrag ab. Seine erste Aufnahme für das Label galt Mozarts Klavierkonzerten Nr. 20 KV 466 und Nr. 21 KV 467, das Album wurde am 13. April 2012 international veröffentlicht.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

In Anerkennung seines poetischen, ausgereiften Spiels hat Jan Lisiecki viele renommierte kanadische Auszeichnungen und Musikpreise erhalten, Er ist zudem Preisträger bei sieben internationalen Wettbewerben in den USA, Italien, England und Japan.

Seine erste CD, die Mitschnitte aus zwei Live-Konzerten in Polen enthält, wurde 2010 vom Fryderyk Chopin Institute veröffentlicht. Sie wurde mit dem "Diapason decouverte" ausgezeichnet. Die Zeitschrift "Diapason" nannte Lisiecki einen »Virtuosen bar jeder Manieriertheit mit einer kraftvollen und vor allem unwiderstehlich natürlichen Spielweise«. Das BBC Music Magazine  pries Lisieckis »reife Musikalität« und seine »sensible, konzentrierte« Interpretation der gegensätzlichen Konzerte, die »mit funkelnder Technik und idiomatischem Ausdruck« gespielt worden seien, und merkte an, dass »selbst in einem übervollen CD-Katalog diese erfrischend unaufdringliche Debüt-Veröffentlichung zu begrüßen« sei.

2013 wurde Lisiecki mit dem Leonard Bernstein Award ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist und im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals überreicht wurde.

Diskografie[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jan Lisiecki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien