Jan Timke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jan Timke 2015

Jan Timke (* 3. Januar 1971 in Hoya) ist ein deutscher Politiker (STATT, Schill, BIW). Er ist Vorsitzender und Mitbegründer der 2004 gegründeten Wählervereinigung Bürger in Wut (BIW).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timke wuchs im niedersächsischen Landkreis Nienburg/Weser auf. Nach dem Realschulabschluss begann er 1988 seine Ausbildung beim Bundesgrenzschutz. Nach dem Mauerfall wurde er auf eigenen Wunsch an die deutsch-polnische Grenze versetzt, wo er unter anderem in einer Spezialeinheit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität arbeitete. 1999 wechselte Timke zum Bundeskriminalamt nach Berlin und wurde dort im Personenschutz tätig. Zwischen 2004 und 2008 war Timke wieder bei der Bundespolizei beschäftigt. Seit dem 23. September 2008 ist er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.

Timke ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991, im Alter von 20 Jahren zog Timke auf der Liste einer kommunalen Wählervereinigung in den Gemeinderat seines Heimatortes Drakenburg ein. Er trat der Statt Partei bei und wurde stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen.[1] Später wurde er Landesvorsitzender der bremischen Statt-Partei, die er 2001 verließ.[2]

2001 trat Timke der Partei Rechtsstaatlicher Offensive des Hamburger Amtsrichters Ronald Schill bei. Unter Timkes Führung löste sich die Statt-Partei Bremen zu Gunsten der Schill-Partei auf.[3] Timke wurde Vorsitzender des neuen Landesverbandes Bremen der Schill-Partei. Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen 2003 trat Timke als Spitzenkandidat der Partei Rechtsstaatlicher Offensive an, die landesweit ein Ergebnis von 4,41 % erzielte.

Nach der Auflösung des bremischen Landesverbandes der Schill-Partei gründete Timke die Wählervereinigung Bürger in Wut. Als deren Spitzenkandidat nahm Timke im Mai 2007 erneut an der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft teil. Im Wahlbereich Bremerhaven erreichten die BIW nach einer Nachwahl am 6. Juli 2008 ein Ergebnis von 5,29 % und Timke zog in die Bürgerschaft ein.

Im Juni 2008 hatte die Staatsanwaltschaft Bremen Anklage wegen Wahlfälschung gegen Timke erhoben, weil sie ihm vorwarf, seinen Hauptwohnsitz in Bremerhaven zwecks Wahlteilnahme nur vorgetäuscht zu haben. Nach mehrtägiger Verhandlung sprach das Amtsgericht Bremerhaven den BIW-Politiker am 27. Januar 2009 auch auf Antrag der Staatsanwaltschaft frei.[4]

Bei der Bürgerschaftswahl 2011 zog Timke erneut für die BIW über den Wahlbereich Bremerhaven in die Bürgerschaft (Landtag) ein. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 erfolgte die Wiederwahl für die BIW über den Wahlbereich Bremerhaven. Er ist dort vertreten in der staatlichen Deputation für Inneres. Darüber hinaus wurde er in die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung gewählt, der er seit 2008 angehört.

Am 12. Juni 2017 traten die LKR-Abgeordneten Piet Leidreiter und Klaus Remkes zu den Bürgern in Wut über. Seit diesem Zeitpunkt bilden sie mit Timke zusammen die parlamentarische Gruppe BIW in der Bremischen Bürgerschaft.[5]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan Timke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung: "Tote Hosen" fühlen sich falsch zitiert
  2. Die Welt online: Statt-Partei: Ran an die Initiativen
  3. Die Welt online: Schill schluckt Bremer Statt-Partei
  4. Die Welt: Vorwurf Wahlfälschung: Abgeordneter Timke freigesprochen. 28. Januar 2009
  5. Bürger in Wut künftig mit drei Abgeordneten im Weserkurier vom 12. Juni 2017