Jan Weyrauch

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Jan Weyrauch (r.) im Interview mit Mousse T.

Jan Weyrauch (* 6. März 1968 in Berlin) ist deutscher Journalist und Programmdirektor von Radio Bremen.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während seines Studiums an der FU Berlin (Theaterwissenschaften) und der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München arbeitete Weyrauch als Reporter und freier Mitarbeiter für die Süddeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung und den Sender Freies Berlin (SFB). 

1991 begann er im Hörfunk bei der SFB-Jugendwelle Radio 4 U[1] und baute ab 1993 die Jugendwelle Fritz mit auf, eine Kooperation von ORB und SFB. Bis 2001 war er Redakteur und Moderator der Morningshow dieses Radiosenders. Im Mai 1997 stellte Weyrauch als Fritz-Moderator einen neuen Guinness-Rekord im Schnellküssen auf: er küsste 80 Frauen in drei Minuten[2]. Zwischen 1997 und 1999 brachte er zwei Bücher heraus: „Irgendwie, irgendwo, irgendwann: die 80er“ (mit Frauke Langguth)[3] und „Boygroups: Das Teenie-FANomen der 90er“[4].

Im Jahr 2000 wurde Weyrauch mit dem Kurt-Magnus-Preis ausgezeichnet, welcher qualifizierte Nachwuchskräfte des deutschen Hörfunks fördert. 2001 wurde er Programmchef bei der damaligen HR-Jugendwelle hr XXL und nach deren Relaunch und Umbenennung 2004 auch beim Nachfolger You FM. Der Sender war deutschlandweit einer der ersten mit einem Podcasts-Angebot.

Ab 2009 war Weyrauch maßgeblich an der Entwicklung und Produktion des wöchentlichen Nachtprogramms „LateLine“ beteiligt. In 2010 folgte die Entwicklung des crossmedialen Formats „Coldmirror“, eine Sendung für Radio, Fernsehen und Internet in Kooperation von You FM und EinsFestival. Beim deutschen Radiopreis erhielt die Sendung in 2011 eine Nominierung als „Beste Innovation“[5].


Zum 1. September 2011 wurde Jan Weyrauch als Nachfolger von Dirk Hansen zum Programmdirektor von Radio Bremen gewählt[6] und ist seither trimedial für die Bereiche Fernsehen, Radio und Online zuständig.

Unter seiner Leitung entstanden in Bremen viele programmliche Innovationen. Das Regionalmagazin Buten_un_binnen wurde 2014 renoviert[7] und 2016 durch die Online-Regionalplattform butenunbinnen.de im Netz[8] erweitert. Mit Bremen_Next wurde 2016 ein neues, crossmediales Programm gestartet[9], speziell ausgerichtet auf die 15 bis 25 Jährigen aus der Region mit einem hohen Migrationsanteil. Die Informations- und Kulturwelle Nordwestradio wurde modernisiert und in Bremen_Zwei umbenannt.

Auch an der Entstehung von funk, dem Online-Medienangebot von ARD und ZDF für Jugendliche und junge Erwachsene, hatte Jan Weyrauch einen maßgeblichen Anteil[10]. Radio Bremen liefert hier erfolgreiche Produktionen wie das Reportage-Format „Y-Kollektiv“[11] oder die preisgekrönte Youtube-Mystery Serie Wishlist zu, die 2017 mit dem deutschen Fernsehpreis, dem Webvideopreis Deutschland, dem Preis für crossmediale Programminnovation[12] und mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.

Zusammen mit dem Programmdirektor des SWR, Gerold Hug, entwickelte Jan Weyrauch 2016 die Idee eines „Netflix für die Ohren“, aus der die ARD-Audiothek entstand. Er leitete für die ARD das Projekt bis zum Release der App im November 2017[13].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Radio 4 U Mit Ü-Wagen-Reportage aus der letzten Sendung, 1992
  2. Der Fritz Kussrekord landet im Guinnessbuch Mit Audio-Clip, 1997
  3. Tainted Love oder: Blick zurück in Gnade Artikel in DIE WELT, 13. Oktober 1999
  4. Bumdadabum Artikel in DIE ZEIT, 9. Januar 1998
  5. You FM ist nominiert für Deutschen Radiopreis 2011
  6. Programmdirektor bei Radio Bremen auf radiobremen.de
  7. buten un binnen überzeugt immer mehr Zuschauer - Pressemitteilungen: Fernsehen. Abgerufen am 26. Februar 2018.
  8. INFOSAT Verlag & Werbe GmbH: Radio Bremen präsentiert regionales Online-Infoangebot im neuen Gewand. In: INFOSAT & INFODIGITAL - Alles aus der digitalen Welt. 8. Juni 2017 (infosat.de [abgerufen am 26. Februar 2018]).
  9. "Man kann dahinterstehen, auch wenn es manchmal weh tut". In: kress. (kress.de [abgerufen am 26. Februar 2018]).
  10. Radio Bremen startet mit vier Formaten für „funk“ - Unternehmensmitteilungen. Abgerufen am 26. Februar 2018.
  11. Bremer Y-Kollektiv gewinnt Webvideopreis als „Newcomer“. In: https://www.nordbuzz.de. 2. Juni 2017 (nordbuzz.de [abgerufen am 26. Februar 2018]).
  12. Preis für crossmediale Programminnovationen 2017 vergeben - Unternehmensmitteilungen. Abgerufen am 26. Februar 2018.
  13. heise online: Inklusive Downloads: ARD-Audiothek ist fertig. Abgerufen am 26. Februar 2018 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan Weyrauch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien