Jan van Goyen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Icon tools.svg
Dieser Artikel wurde auf der Qualitätssicherungsseite des Projekts Bildende Kunst eingetragen. Die Mitarbeiter der QS-Bildende Kunst arbeiten daran, die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Kunst auf ein besseres Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, die Mängel dieses Artikels zu beheben und beteilige Dich an der Diskussion.
Gerard ter Borch: Bildnis des Jan van Goyen, um 1650

Jan Josephszoon van Goyen ([ˈjɑn vɑŋ ˈɣoːjə(n)]; * 13. Januar 1596 in Leiden; † 27. April 1656 in Den Haag) war ein niederländischer Landschaftsmaler.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan van Goyen wird 1596 als Sohn des Schuhmachers Joseph Jansz. van G. und dessen Ehefrau Geertgen Dircxdr. van Eyck aus Utrecht geboren. Nach dem Willen des Vaters sollte van Goyen Glasmaler werden und erhielt schon im Alter von 10 Jahren ersten Unterricht. Innerhalb von zwei Jahren durchlief er die Werkstätten von vier Lehrern. In dieser Zeit reifte sein Entschluss, Landschaftsmaler anstatt Glasmaler zu werden. In Hoorn erhielt er seine weitere Ausbildung bei dem Landschaftsmaler Willem Gerritsz. Nach einer Reise durch Frankreich vervollständigte er seine Ausbildung mit einem Studienjahr in Haarlem bei Esaias van de Velde.

Im Jahr 1618 heiratete van Goyen Annetje Willemsdr. van Raelst in Leiden und eröffnete im selben Jahr ein eigenes Atelier. Neben der Malerei und dem Verkauf seiner Bilder war Jan van Goyen u. a. auch als Kunstschätzer und -händler, Immobilienhändler, Grundstücks- und Tulpenspekulant aktiv, jedoch blieb ihm bei alledem der wirtschaftliche Erfolg versagt.

Im Jahr 1632 zog er mit seinen Töchtern und seiner Frau nach Den Haag, wo er bis zum Ende seines Lebens blieb. Auch hier setzte er seine (erfolglosen) geschäftlichen Aktivitäten fort, sodass er 1656, im Jahr seines Todes, 18.000 Gulden Schulden hinterließ Der wirtschaftliche Misserfolg und die Schulden beeinträchtigten jedoch nicht seine künstlerische Arbeit.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Salomon van Ruysdael und Pieter de Molyn gilt Jan van Goyen als Hauptvertreter der sogenannten tonalen Landschaftsmalerei, die sich in den späten zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts entwickelte.

Seine Hauptwerke bestechen durch sichere und spannungsgeladene, perspektivische Diagonalen gegen die Waagerechte des Horizonts ausspielende Kompositionen. Diese, sowie sein in den reiferen Werken sparsamer Farbauftrag, das Einbeziehen des durchscheinenden Malgrundes und seine Beschränkung auf eine fast monochrome Palette, machen seine Bilder auch in der unglaublichen Fülle hervorragender holländischer Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts unverwechselbar.

Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jan van Goyen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien