Jan van Hemessen

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Allegorie (um 1550, Rijksmuseum Amsterdam)

Jan van Hemessen (eigentlich Jan Sanders; * 1500 in Hemiksem bei Antwerpen; † vor 1566) war ein flämischer Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hemessen wurde 1519 Schüler von Hendrik van Cleve und war um 1524 Meister. Im Jahre 1548 war er Dekan der Lukasgilde zu Antwerpen. Es wird angenommen dass er in seiner Karriere am königlichen Hof in Mechelen arbeitete.[1] Obwohl der frühe Biograf Karel van Mander schrieb, dass van Hemessen in Haarlem starb, gibt es keinen Beweis für diese Aussage.[2]

Jan van Hemessen war der Vater von Catarina van Hemessen.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Goldwägerin (um 1530)

Er malte fast ausschließlich biblische Bilder von großem Umfang in der steifen, trocknen und umständlichen Art der alten Schule, indem er mehrere Vorgänge auf einem Bild vereinigte. Er hielt sich meist an den älteren Brueghel und an Quintin Massys, ohne jedoch den letzteren in der Kraft des Kolorits zu erreichen. Seine Hauptwerke sind:

  • Matthäus Berufung zum Apostelamt (Wien, Belvedere, in drei verschiedenen Exemplaren, Antwerpen, München, Gent),
  • Die Heilung des Tobias (Paris, Louvre),
  • Maria mit dem Kind und der Dorfchirurg (Madrid).
  • Die Berufung des Matthäus, Bukarest, Muzeul Național de Artă al României.
  • Dame mit einer Laute, Holz, 102×74 cm. Berlin, Stiftung Staatliche Museen (West), Gemäldegalerie.
  • Der verlorene Sohn, 1536, Holz, 140×198 cm. Brüssel, Königliche Museen der Schönen Künste.
  • Die Goldwägerin, Holz, 44×31 cm. Berlin, Staatliche Museen (Ost), Gemäldegalerie
  • Kreuzigung Christi, Holz, 108x71 cm. Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan van Hemessen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Sanders van Hemessen auf Sotheby's
  2. Jan van Hemessen auf Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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