Jan van Steffeswert

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Die Strahlenkranzmadonna im Aachener Dom

Jan van Steffeswert, auch Jan van Steffenswert und Jan van Stevensweert (* vor 1465; † nach 1531) war ein spätgotischer Holzschnitzer, der einen Teil seines Lebens in Maastricht verbrachte. Er stammt vermutlich aus dem Maasland in den Niederlanden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namen vieler Bildhauer des 15. und 16. Jahrhunderts sind weitgehend unbekannt, aber Jan van Steffeswert ist eine Ausnahme. Durch seine Arbeiten hebt er sich aus der Anonymität der mittelalterlichen Handwerker hervor.

Der Name Steffeswert könnte darauf schließen lassen, dass der Künstler im Ort Stevensweert geboren wurde, was bislang nur eine Vermutung ist. Er lebte auf jeden Fall ab 1499 in Maastricht, ab 1507 in der Nähe des dortigen Holzmarktes. Dort unterrichtete er mehrere Schüler, denn 1503 und 1525 behauptete er, dass ihm die vorzeitige Abreise mehrerer Schüler Schaden zugefügt habe. 1531 wird Jan van Steffeswert letztmals in den Maastrichter Archiven genannt.

Van Steffeswert hatte mindestens zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Über seine Tochter ist nur bekannt, dass sie Handschuhe und Taschen hergestellt hat. Der Sohn von Jan van Steffeswert, genannt Aert, war verheiratet mit Greetchen Bieldesnider. Beide waren Anhänger des Luthertums. Greetchen wurde 1534 wegen Häresie verurteilt und am Scheiterhaufen hingerichtet.

Arbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffeswert zeichnete seine Werke mit dem Kürzel IAN. Die Strahlenkranzmadonna im Aachener Dom hat die Signatur „IAN Bieldesnider 1524“. Im Bonnefantenmuseum in Maastricht befindet sich eine Skulpturengruppe, ebenfalls aus dem Jahr 1524, die er einfach mit „IAN“ zeichnete.

Die Werke von Jan van Steffeswert sind gekennzeichnet durch eine starke Geräumigkeit und durch schöne Details.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Hubertus, romanische Kirche von Erpekom, jetzt im Museum von Heis (Genk).
  • St. Barbara, St. Martin Born.
  • St. Joseph (um 1515), St.-Nikolaus-Kirche in Heythuysen.
  • St. Anna-zu-drei, St. Martin Itteren.
  • Corpus (1505–1510), Bischof inthronisiert (1515), Maria Magdalena (1525) und andere Werke, Bonnefantenmuseum Maastricht.
  • St. Crispinianus, St. Peter Maastricht.
  • Reliquienbüsten in Amelbergaschrijn, H. Amelbergakerk Susteren.
  • Jungfrau und Kind, St.-Nikolaus-Kirche in Valkenburg.
  • Marianum (1524), Aachener Dom.
  • St. Balbina (1526), Pfarrkirche Millen (Deutschland).
  • John in der Disco, Musée de la Vie Walonne Lüttich.
  • St. Odilia (?), Königliche Museen für Kunst und Geschichte in Brüssel.
  • St. Catherine, British Museum, London.
  • Jungfrau und Kind, Oscott College, Birmingham.
  • Weibliche Heilige, Khanenko Museum, Kiew.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pieter te Poel: Professor Timmers en zijn geesteskinderen: de Meester van Elsloo en Jan van Steffeswert. In: TimmersWerk, Sittard, 2007, S.128–155

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]