Jan von Flocken

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Jan von Flocken (* 19. Juni 1954 in Borna) ist ein deutscher Historiker und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Flocken studierte Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde Redakteur bei der Ost-Berliner Tageszeitung Der Morgen. Er wechselte nach der Wende 1989/90 zur Berliner Morgenpost und 1996 zum Nachrichtenmagazin Focus. Seit 2005 ist er als freier Autor tätig.

Von Flocken arbeitete zu Beginn der 1990er Jahre zum DDR-Unrecht und den Folgen für die Opfer des SED-Systems. Er veröffentlichte zudem Bücher zur neueren und zur Zeitgeschichte. Sein Buch über Königin Luise war 1989 eines der ersten, die in der DDR zu diesem Thema veröffentlicht wurden. Es folgten Werke über Katharina II. und prominente Feldherren der Weltgeschichte. Dabei entspricht seine Darstellung Karl Martells als Erretter des christlichen Abendlandes[1] nicht dem aktuell mehrheitlich vertretenen Forschungsstand, wonach die Schlacht von Tours und Poitiers zurückhaltender einzuschätzen ist.

Jan von Flocken war Interview-Partner[2] und Autor der neurechten Jungen Freiheit,[3] und veröffentlichte mehrere Bücher im Kai Homilius Verlag. Er ist Autor des Querfront-Magazins Compact von Jürgen Elsässer, das seit 2017 fünf Themenhefte der Reihe Geschichte Compact unter Flockens Namen als Hauptautor herausgab,[4] und trat als Referent am neurechten Institut für Staatspolitik von Götz Kubitschek in Erscheinung.[5]

Im März 2015 war von Flocken Referent beim „Lesertreffen“ der rechtsextremen Zeitschrift Zuerst! in Zeulenroda bei dem auch der NPD-Barde Frank Rennicke auftrat sowie der Neofaschist Alexander Dugin zugeschaltet wurde.[6]

Von Flocken ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Michael Klonovsky und Erwin Jurtschitsch erhielt Jan von Flocken (alle Der Morgen, Berlin) 1990 von der Stiftung „Freiheit der Presse“ den Wächterpreis der deutschen Tagespresse für Beiträge über die „Aufdeckung und Behandlung von Menschenrechtsverletzungen durch die DDR-Justiz“.[7]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan von Flocken: Wie Karl Martell das Abendland rettet. Die Welt, 29. Mai 2007, abgerufen am 29. März 2015.
  2. http://www.jungefreiheit.de/Interview-Partner.51.0.html
  3. http://www.jungefreiheit.de/Autoren.52.0.html (Memento vom 1. Januar 2008 im Internet Archive)
  4. G-2017-1 (1000 Jahre Deutsches Reich); G-2017-2 (Deutsche Helden); G-2018-3 (Mythisches Deutschland); G-2019-6 (Deutsche Frauen); G-2019-10 (Deutsche Kaiser); Quelle: Compact-Shopseite, Abruf im Juni 2020.
  5. @1@2Vorlage:Toter Link/staatspolitik.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: staatspolitik.de)
  6. Theo Schneider: Rechtsaußenplattform mit der AfD – Blick nach Rechts. In: bnr.de. 26. Juli 2017, abgerufen am 13. August 2017.
  7. JournalistenPreise: Gewinner: Wächterpreis der Tagespresse. In: www.journalistenpreise.de. Abgerufen am 18. August 2017.