Jane Long

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Jane C. S. Long ist eine Energie- und Klimawissenschaftlerin. Sie ist insbesondere für ihre Beiträge zum Geoengineering bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Long absolvierte an der Brown University ein Bachelorstudium in Ingenieurwissenschaften und an der UC Berkeley ein Master- und Promotionsstudium.[1] Sie war Dekanin der Mackay School of Mines an der University of Nevada, Reno, Leiterin des Great Basin Center for Geothermal Energy und Vorsitzende der Nevada State Task Force on Energy Efficiency and Renewable Energy.[2] Sie arbeitete zudem am Lawrence Berkeley National Laboratory und am Lawrence Livermore National Lab,[2] dort ab 2004 als Associate Director for Energy and Environment.[3][4] Zuletzt war sie Gastforscherin an der UC Berkeley und Wissenschaftlerin beim Environmental Defense Fund.[2] Sie leitete die Geoengineering Task Force des Bipartisan Center und die Studien zur Energiezukunft Kaliforniens für den California Council on Science and Technology.[2]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Long spricht sich in der Debatte um Auswege aus der Klimakrise für Negativemissionen durch Geoengineering aus. Hierzu sagte sie einmal: „Es fehlen gute Technologien, die uns beim Kampf gegen den Klimawandel unterstützen. Es kann so weit kommen, dass wir die Erde am Ende dieses Jahrhunderts künstlich abkühlen müssen. [...] Die meisten Forscher wollen CO2 aus Kohlekraftwerken abscheiden und speichern. Es direkt aus der Luft abzuscheiden wird jedoch immer wichtiger, seit die CO2-Konzentration in der Atmosphäre neue Rekordwerte erreicht.“[5] Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zu Strategien für den Klimawandel verfasst. Sie hat sich für die Durchführung von Pilotprojekten auf kleiner Skala ausgesprochen, um so Vertrauen aufzubauen und um anhand solcher konkreter Vorschläge die Governance des Geoengineering im Hinblick auf fünf entscheidende Aspekte – Wert, Risiko, Transparenz, Interessen und rechtliche Randbedingungen – auszuloten.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. C. S. Long, J. S. Remer, C. R. Wilson, P. A. Witherspoon: Porous media equivalents for networks of discontinuous fractures. In: Water Resources Research. Band 18, Nr. 3, 1982, S. 645–658. doi:10.1029/WR018i003p00645
  • J. C. S. Long: Geoengineering: Journey into geopoetry. In: Nature. Band 526, Nr. 7571, 2015, S. 38–39. doi:10.1038/526038a
  • J. C. S. Long, F. Loy, M. G. Morgan: Policy: Start research on climate engineering. In: Nature News. Band 518, Nr. 7537, 2015, S. 29. doi:10.1038/518029a

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.climateone.org/people/jane-long
  2. a b c d https://ceassessment.org/ffcea-staff/jane-long/
  3. Jane Long selected as LLNL's Associate Director for Energy and Environment. Lawrence Livermore National Lab (LLNL), 24. September 2004, abgerufen am 10. Dezember 2019.
  4. Spring Issues in Science and Technology Explores Climate Engineering. In: businessinsider.com. 3. April 2017, abgerufen am 10. Dezember 2019.
  5. https://www.deutschlandfunk.de/forschungsinvestitionen-bill-gates-foerdert-gruene-start-ups.697.de.html?dram:article_id=327661
  6. Jane C. S. Long, Frank Loy, M. Granger Morgan: Policy: Start research on climate engineering. In: Nature News. Band 518, Nr. 7537, 2015, S. 29, doi:10.1038/518029a.