Janez Potočnik

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Janez Potočnik (2014)

Janez Potočnik [ˈjaːnɛz poˈtɔtʃnɪk] (* 22. März 1958 in Kropa) ist ein slowenischer Politiker und ehemaliger EU-Kommissar.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Potočnik studierte bis 1989 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ljubljana. Anschließend war er Assistenzprofessor an der juristischen Fakultät. 1993 wurde er zum Doktor der Wirtschaftswissenschaft promoviert.

Karriere in Slowenien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1993 bis 2001 arbeitete er beim Institut für makroökonomische Analyse und Entwicklung in Ljubljana, wurde aber bereits 1998 Chefunterhändler Sloweniens in den Beitrittsverhandlungen mit der EU. 2002 wurde er Europaminister Sloweniens und schließlich im Jahr 2004 EU-Kommissar.

Karriere in der Europäischen Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 2004 wurde er zusammen mit Günter Verheugen EU-Erweiterungskommissar. Verheugen hatte das Amt schon seit 1999 inne, durch den slowenischen EU-Beitritt kam er hinzu. In der Kommission Barroso I, die vom 18. November 2004 bis zum Ende ihres Mandats am 31. Oktober 2009 amtierte, war Potočnik für Wissenschafts- und Forschungspolitik zuständig.

In der Nachfolgekommission (Kommission Barroso II) amtierte er als Kommissar für Umwelt. 2011 wurde Potocnik in seinem Amt als EU-Umweltkommissar von der Tierschutzorganisation Peta aufgefordert, die REACH-Richtlinie im Bezug auf Tierversuche mit Chemikalien zu ändern, da laut PETA rund 200.000 Tiere bei vermeidbaren Tests pro Jahr getötet würden.[1] Darüber hinaus setzte er sich für eine gemeinsame EU-weite Bekämpfung von „eingeschleppten“ Tier- und Pflanzenarten ein, die das europäische Ökosystem belasten und einen Schäden von rund 12 Mrd. € pro Jahr anrichten.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. openPR Mobile - REACH: EU versagt bei der Regulierung tödlicher Tierversuche / PETA fordert Maßnahmen von der EU-Kommission
  2. EU will Ambrosia-Invasion stoppen - Wissen & Umwelt - DW.DE
  3. FREIE PRESSE vom 31. Oktober 2015, abgerufen am 31. Oktober 2015
  4. FÖS vom 23. November 2015, abgerufen am 25. November 2015