Janina Elkin

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Janina Elkin
Janina Elkin bei den Filmfestspielen von Cannes (2019)

Janina Elkin (* 20. Dezember 1982 in Kiew, Ukrainische SSR[1]) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elkin begann bereits im Alter von drei Jahren mit Ballettunterricht. Von 1986 bis 1991 besuchte sie die Staatliche Tanzakademie in Kiew.[2] Im Alter von 10 Jahren kam sie 1993 mit ihrer Familie aus der Ukraine nach Deutschland. Ab 1998 erhielt sie Unterricht an der Staatlichen Ballettakademie in Mannheim.[2] Mit einem Stipendium studierte sie von 2001 bis 2004 Schauspiel am Lee Strasberg-Institute in New York City.[2] Von 2012 bis 2014 war sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.[2] Außerdem absolvierte sie Schauspielseminare im Method Acting und in der Meisner-Technik.

Erste Theaterengagements hatte sie in Hamburg am Altonaer Theater (2003; als Yvonne in Der schönste Tag im Jahr von Nick Walsh), im Theater am Kampnagel (2004; als „Sie“ in Ganze Tage, ganze Nächte von Xavier Durringer), am Theater im Zimmer (2005; als Carlotta Barra in Tamara von John Krizanc), beim Sprechwerk Hamburg (2005) und am Lichthof Theater (2006; als Joy in Lost[3] von Jane Martin).[2]

Sie gastierte am National Academic Drama Theater in Kiew in den Stücken Der Kirschgarten (2004; als Anja) und Der Taxifahrer (2007; als Lena) und am Schauspielhaus Bochum (2008).

Von 2009 bis 2010 spielte sie die Rolle der Baby in dem Musical Dirty Dancing im Theater am Potsdamer Platz.

Kino- und Fernseharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Elkins ersten Filmarbeiten gehörte der Fernsehfilm Küssen verboten, Baggern erlaubt (2003) von Lars Montag, in dem sie die Geliebte spielte. In der ZDF-Krimireihe Stubbe – Von Fall zu Fall stellte sie in dem Film Harte Kerle (2005) die gehörlose Assistentin dar.

Seit der 637. Folge (Erstausstrahlung: Januar 2011) spielt sie die Rolle der Biologie- und Chemielehrerin Anna-Carina Levin in der Kinder- und Jugendserie Schloss Einstein.[4]

2011 übernahm sie neben Kristina Klebe, Fabian Stumm und Rudolf Martin eine Hauptrolle als Sophie in dem Spielfilm Bela Kiss: Prologue von Lucien Förstner, einem Horror-Thriller über den ungarischen Serienmörder Béla Kiss; der Film kam im Januar 2013 in die Kinos.[5] In der österreichisch-amerikanischen Produktion Stille Nacht (2012) von Christian Vuissa, die 2013 in die deutschen Kinos kam, spielte sie die Rolle der Dorfbewohnerin Maria, die wegen ihres angeblich zweifelhaften Lebenswandels im Dorf als Abschaum und Gesindel gilt. In dem Spielfilm Fremdkörper (2015), in dem Elkin an der Seite von Thorsten Merten die weibliche Hauptrolle übernahm, verkörperte sie die junge Ukrainerin Irina, die dem Spediteur Wolfgang illegal ihre Niere spendet.[6][7] Auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2015 wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Im März 2015 war Elkin in der ZDF-Fernsehserie Frühling in einer Nebenrolle zu sehen. In dem Fernsehfilm Frühling zu zweit ist sie die junge Anja Weiher, die Ex-Freundin des verstorbenen Sohnes der von Cornelia Froboess gespielten alten Bäuerin Maria Sindlfinger. In dem Kinder- und Jugendfilm Ente Gut! Mädchen allein zu Haus, der auf der 66. Berlinale im Februar 2016 erstmals zu sehen war, spielte sie eine Nebenrolle; sie war die Frau Schneider. Im September 2016 wurde auf dem Filmfest Zürich das Drama Tod auf Raten (internationaler Titel: Short Term Memory Loss) erstmals gezeigt, in dem Elkin die beste Freundin der weiblichen Hauptfigur (Veronica Ferres) spielt. In der Kinokomödie Ostfriesisch für Anfänger, die im Oktober 2016 beim Hamburger Filmfest Premiere hatte, spielt Elkin die rigide Geschäftsfrau Svetlana.

Episodenrollen hatte sie u. a. auch in den Fernsehserien SOKO 5113 (2009; als Maria, die Geliebte von Stefan Gubser), In aller Freundschaft (2012; als an Multiple Sklerose erkrankte Patientin), Der Landarzt (2013; als Georgierin und vermeintliche Prostituierte Natascha Salenko), SOKO Stuttgart (2015; als Tochter eines Rotlicht-Geschäftsmanns) und SOKO Leipzig (2016; als Polina Daschkowa, die aus Russland stammende neue Polizeiermittlerin der „Sitte“). Im März 2017 war Elkin in der ZDF-Serie Notruf Hafenkante ebenfalls in einer Episodenrolle zu sehen; sie spielte Maike Lenhart, eine junge Frau mit unerfülltem Kinderwunsch, die ein Baby entführt. In der 4. Staffel der TV-Serie In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (2019) übernahm Elkin eine Episodenhauptrolle als blinde Patientin, die eine tragische Diagnose erhält.[8]

Synchronarbeiten und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elkin ist gelegentlich auch als Synchronsprecherin und als Sprecherin für Computerspiele tätig.[9] Sie lieh u. a. Olga Kurylenko und Annet Mahendru ihre Stimme.

Von 2017 bis 2018 unterrichtete sie als Dozentin an der Stagefactory in Berlin.[10] Janina Elkin spricht Deutsch und Russisch. Sie lebt in Berlin. Ihre 2017 geborene Tochter Romy Liv Elkin spielt bei Schloss Einstein mit.[11]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchron[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Janina Elkin bei filmportal.de
  2. a b c d e Janina Elkin bei schauspielervideos.de
  3. Klaus Witzeling: Sehenswerte Parade der kaputten Typen. In: Hamburger Abendblatt, 14. September 2006. Abgerufen am 28. August 2016.
  4. Janina Elkin: Rollenname: Anna-Carina Levin. In: schloss-einstein.de. Abgerufen am 28. August 2016.
  5. Bela Kiss: Prologue. In: bela-kiss.com. Abgerufen am 28. August 2016.
  6. „Fremdkörper“, ZDF: Organhandel thematisiert. In: Frankfurter Rundschau, 22. Juni 2015. Abgerufen am 28. August 2016.
  7. Fernsehfilm „Fremdkörper“. In: Tittelbach.tv, 22. Juni 2015. Abgerufen am 28. August 2016.
  8. Schwindel. Offizielle Internetpräsenz Das Erste. Abgerufen am 5. Januar 2019.
  9. Janina Elkin. In: SprecherDatei.de. Abgerufen am 28. August 2016.
  10. Archivierte Kopie (Memento vom 20. Januar 2017 im Internet Archive).
  11. Romy Liv Elkin. Abgerufen am 25. Oktober 2020.