Janko Ferk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Janko Ferk (* 11. Dezember 1958 in Sankt Kanzian am Klopeiner See/Škocijan ob Klopinjskem jezeru, Kärnten) ist österreichischer Richter, Wissenschaftler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Janko Ferk studierte an der Universität Wien Deutsche Philologie und Geschichte sowie Rechtswissenschaften und schloss diese als Mag. phil. und Dr. iur. ab. Er ist Richter am Landesgericht Klagenfurt sowie Honorarprofessor für Literaturwissenschaften an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Univerza v Celovcu, an der er den multilateralen Universitätslehrgang „Strategisches Kooperationsmanagement“ leitete.

Er ist Schriftsteller und literarischer Übersetzer.

Er war Mitglied des Beirats für literarische Übersetzer und gehörte der Kommission zur Wahrung des Rundfunkgesetzes im Bundeskanzleramt, an. In der Rundfunkkommission war er zuletzt Vorsitzender eines Senats. Er war und ist Mitglied verschiedener literarischer Beiräte und Jurys im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. In der Vereinigung österreichischer Richterinnen und Richter war er Teilnehmer der „Arbeitsgemeinschaft Ethik“ und ist Mitautor einer Ethikerklärung der Vereinigung, die am 8. November 2007 verabschiedet und nach ihrem Entstehungsort bezeichnet wurde („Welser Erklärung“).[1]

Janko Ferk ist internationales Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift Zbornik znanstvenih razprav (Wissenschaftliches Jahrbuch) der Juridischen Fakultät der Universität Ljubljana. Er publiziert regelmäßig juristische Beiträge und ist Mitarbeiter rechtswissenschaftlicher Fachzeitschriften. Für die Juridische Fakultät der Universität Ljubljana verfasst er Peer-Reviews. Zahlreiche Vorträge an ausländischen Universitäten, darunter der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien. Er war mit einem Referat über Franz Kafka (Academy And Monkey) Vortragender auf der Convention 2011 der US-amerikanischen Modern Language Association in Los Angeles, Kalifornien. Er hat im In- und Ausland rund zweihundert literarische Lesungen gehalten. Er hat in mehr als einhundert literarischen Anthologien in Österreich, Deutschland, Slowenien, den USA und anderen Ländern veröffentlicht. Für die Tageszeitung Die Presse (Wien) verfasst er regelmäßig Buchrezensionen.

Er ist der Initiator und Mitbegründer des Weblexikons der Kärntner slowenischen Literatur www.slolit.at. Auf seine Initiative geht das Lexikon Profile der neueren slowenischen Literatur in Kärnten (Hrsg. Johann Strutz, Hermagoras Verlag, Klagenfurt/Celovec) zurück. Er gab im Hermagoras Verlag die Anregung für die Buchreihe „Austriaca“, in der österreichische Autoren in slowenischer Übersetzung erscheinen, und für die Edition „Slovenica“, in der slowenische Autoren in deutschsprachiger Übersetzung verlegt werden.

Er ist Mitglied des Editorial Boards des Austria-Forums, einer von unabhängigen Wissenschaftlern gestalteten und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellten allgemeinen Wissensplattform mit dem Schwerpunkt Österreich, sowie des P.E.N.-Club Liechtenstein, einem Zentrum der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N.

Seine wissenschaftlichen Forschungen konzentrieren sich auf die Literatur- und Rechtswissenschaften. Er ist ein international renommierter Kafkologe.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (aus dem Slowenischen in das Deutsche)

Drago Jančar, Niko Grafenauer, Andrej Hieng, Alojz Ihan, Lojze Kovačič, Kajetan Kovič, Florjan Lipuš, Brane Mozetič, Josip Osti, Žarko Petan, Rudi Šeligo, Marjan Strojan, Herman Vogel, Pavle Zidar

  • (aus dem Deutschen in das Slowenische)

Georg Bydlinski und Josef Winkler

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Großer Österreichischer Jugendpreis für Literatur
  • 1981 und 1989: Buchprämie des (österreichischen) Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
  • 1986: Förderungspreis des Landes Kärnten für Literatur
  • 1987 und 1989: Übersetzerprämie des (österreichischen) Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
  • 1988: Theodor-Körner-Preis Förderungspreis für Literatur
  • 1993: Theodor-Körner-Preis Förderungspreis für Wissenschaft
  • 1997, 2005 und 2006: Übersetzerprämie des (österreichischen) Bundeskanzleramts
  • 2002: Literaturpreis des P.E.N.-Clubs Liechtenstein

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinigung österreichischer Richterinnen und Richter (Wien); Grazer Autorinnen Autorenversammlung (Wien); IG Autorinnen Autoren (Wien); Literar-Mechana (Wien); Literarische Verwertungsgesellschaft (Wien); P.E.N.-Club Liechtenstein (Vaduz); IG Übersetzerinnen Übersetzer (Wien); Alumniverband der Universität Wien (Wien); Kafka Society of America (New York); Österreichische Franz Kafka Gesellschaft (Klosterneuburg).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Kanzian, Annemarie Kanzian (Hrsg.): Fest.Schrift für Janko Ferk. In: Fidibus. Zeitschrift für Literatur und Literaturwissenschaft. Klagenfurt, Jg. 36, 2008, H. 3/4.
  • Günter Kanzian, Annemarie Kanzian (Hrsg.): Über.Setzungen von Janko Ferk. In: Fidibus. Jg. 37, 2009, H. 2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ethikerklärung vom 8. November 2007
  2. Barbara Frischmuth präsentiert den Schriftsteller Janko Ferk auf Literaturmuseum Altaussee abgerufen am 17. Jänner 2013.