Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt

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Unterzeichnung des Vertrages durch den japanischen Außenminister Matsuoka

Der japanisch-sowjetische Neutralitätspakt (jap. 日ソ中立条約, nisso chūritsu jouyaku), (russ.: Пакт о нейтралитете между СССР и Японией) war ein Pakt des Zweiten Weltkriegs, der am 13. April 1941 zwischen Japan und der Sowjetunion geschlossen wurde.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Pakt legte gegenseitige Unverletzbarkeit und Neutralität dem anderen Staat gegenüber fest, falls einer Gegenstand des Angriffs eines dritten Landes werden würde. Die Gültigkeitsdauer wurde auf fünf Jahre festgelegt.

Der Pakt hatte zum einen den Zweck, der Sowjetunion im Falle eines deutschen Angriffs den Rücken freizuhalten. Zum anderen wollte auch Japan sich vorerst nicht in einen – von Japan erwarteten – deutsch-sowjetischen Konflikt verwickeln lassen.

Probleme[Bearbeiten]

Hinzuzufügen ist, dass beide Parteien von ihren jeweiligen Verbündeten bereits früher dazu gedrängt worden waren, den Pakt zu brechen. So hätte es das nationalsozialistische Deutsche Reich gerne gesehen, wenn Japan eine zweite Front im Osten eröffnet hätte, die Vereinigten Staaten von Amerika drängten die Sowjets auf Unterstützung gegen Japan.

Bruch des Pakts[Bearbeiten]

Die sowjetische Kriegserklärung an Japan erfolgte am 8. August 1945, zwischen den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. Der anschließende Einmarsch („Operation Auguststurm“) in Mandschukuo und auf den Kurilen war ein Bruch des Pakts, der noch bis zum 13. April 1946 formelle Gültigkeit besaß.[1] Im Zuge dessen wurden Soldaten der Kantō-Armee in der Mandschurei gefangen genommen und in Arbeitslager geschickt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „So Sorry, Mr. Sato“ in Time Magazine, April 16 1945, [1]

Weblinks[Bearbeiten]