Japanischer Sternanis

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Japanischer Sternanis
Japanischer Sternanis (Illicium anisatum), Illustration

Japanischer Sternanis (Illicium anisatum), Illustration

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Austrobaileyales
Familie: Sternanisgewächse (Schisandraceae)
Gattung: Sternanis (Illicium)
Art: Japanischer Sternanis
Wissenschaftlicher Name
Illicium anisatum
L.

Der Japanische Sternanis oder die Shikimifrucht (Illicium anisatum, Syn.: Illicium religiosum und Illicium japonicum; von jap. シキミ/樒/櫁/梻, Shikimi) ist eine giftige Frucht, die mit dem Echten Sternanis (Illicium verum) eng verwandt ist, der seit Jahrtausenden bekannten Gewürzpflanze.

Wegen des ähnlichen Aussehens der Früchte kommt es oft zu Verwechslungen beziehungsweise zu Vermischungen zwischen Gewürz und giftiger Frucht. Durch die fehlenden charakteristischen Fruchtstiele und das Übertragen der ätherischen Anisöle auf die Giftpflanze ist sie im Gemisch mit Sternanis nicht leicht herauszufinden und nur über den Myristicin-Gehalt, der nur in der Shikimifrucht enthalten ist, zu bestimmen. Die Früchte enthalten eine hohe Konzentration der Shikimisäure, die nach diesen Früchten benannt ist.

Chromosomenzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Japanische Sternanis kommt ursprünglich vor im südlichen Korea und von Japan bis Taiwan.[2]

Japanischer Sternanis (Illicium anisatum)

Gifte und Giftwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japanischer Sternanis enthält Shikamin, Shikimisäure, Shikimipicrin und die neurotoxischen Alkaloide Shikimin und Shikimotoxin. Die nach dem Genuss von Japanischem Sternanis auftretenden Vergiftungserscheinungen werden jedoch auf das Sesquiterpenlacton Anisatin zurückgeführt.[3] Die Symptome dieser Vergiftungen sind Erbrechen, Sehstörungen sowie ernsthafte Schädigung der Nieren, der Harnwege, des Verdauungssystems und des Nervensystems.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Illicium anisatum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Illicium - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 31. Mai 2018.
  3. Eintrag zu Sternanis. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. Juni 2014.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. F. Eykman: The Botanical Relations of Illicium Religiosum, Sieb., Illicium Anisatum, Lour. In: American Journal of Pharmacy. Band 53, Nr. 8, 1881, S. 407 (henriettes-herb.com).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Japanischer Sternanis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien