Jargon

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Als Jargon [ʒarˈɡɔŋ oder ʒarˈgõ] – auch Slang [slɛŋ oder slæŋ] – wird eine nicht standardisierte Sprachvarietät oder ein nicht standardisierter Wortschatz bezeichnet, der in einer beruflich, gesellschaftlich oder kulturell abgegrenzten Menschengruppe, einem bestimmten sozialen Milieu oder einer Subkultur („Szene“) verwendet wird.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert existierte in Nordfrankreich eine kriminelle Bande namens „Muschelbrüder“, deren Mitglieder sich als Erkennungszeichen eine Jakobsmuschel um den Hals hängten. Die Muschelbrüder hatten eine eigene Geheimsprache entwickelt, die sie Jargon nannten.[1] Dieses Wort ist im Französischen seit etwa 1270 belegt und leitet sich von einer Wurzel *garg- ab, die die Gurgel (den Rachen, Schlund) bzw. deren Leistung bezeichnet: Sprachlaute.[2]

Bedeutung und Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Jargon ist als Umgangssprache eine Sondersprache (Soziolekt), die der (häufig vereinfachten) Kommunikation innerhalb der Anwendergruppe sowie der Abgrenzung nach außen und somit der Identitätsbildung dienen kann. Als Berufs- und Spezialistensprache wird sie auch Fachjargon genannt.

Der Fachjargon beschreibt die spezielle Berufswelt treffend und konkret, ist jedoch nicht standardisiert. Er darf deshalb nicht mit einer standardisierten Fachsprache verwechselt werden. Der Fachjargon ist aber effizient und klar: er vermag zu differenzieren und zu pointieren.

Der Szenejargon zieht Gruppengrenzen, indem er eine Art „Sprachkomplizenschaft“ herstellt. Durch die Anwendung eines speziellen Jargons, beispielsweise der Jugendsprache, die sich von der Sprache der Älteren abgrenzt, entsteht eine eigene Identität. Die Sprecher als Schöpfer und Besitzer ihrer Sprache üben damit gleichsam eine Macht in der Gemeinschaft aus, die zwischen Zugehörigen und Fremden unterscheidet. Die Gruppe schafft Ausdrücke, die eine besondere Wirklichkeitserfahrung widerspiegeln. Der Jargon gliedert diese in die Identität und die Kultur der Gruppe ein.

Man unterscheidet unter anderem:

Manchmal entwickelt sich aus einem Jargon eine Pidginsprache.

Man kann den Jargon abgrenzen von anderen Sprachvariationen wie Vulgärsprache oder Register, die weniger stark einer Gruppe zugeordnet werden können.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirsten Nabrings: Sprachliche Varietäten. Narr, Tübingen 1981, ISBN 3-87808-147-2, S. 172 f.: Abschnitt „Jargon“.
  • Peter Wippermann (Hrsg.): Duden. Wörterbuch der Szenesprachen. Herausgegeben von Trendbüro. Duden, Mannheim u. a. 2000, ISBN 3-411-70951-0.
  • Peter Wendling: Slang-Register. Hochdeutsch – Umgangsdeutsch. Würzwörter vom Feinsten. Helix-Verlag, München 1994, ISBN 3-927930-18-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Jargon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Berufssprache – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Gruppensprache – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Szenesprache – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Metropolis: Mord in Paris, arte/zdf_neo, [1]
  2. Dictionnaire du Centre National de Resources Textuelles (CNRT), « jargon » [2]