Jarkko Nieminen

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Jarkko Nieminen Tennisspieler
Jarkko Nieminen
Jarkko Nieminen 2015 in Roland Garros
Spitzname: Jakke
Nation: FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag: 23. Juli 1981
Größe: 185 cm
Gewicht: 78 kg
1. Profisaison: 2000
Rücktritt: 2015
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Jan de Witt
Preisgeld: 7.743.345 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 405:348
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 13 (10. Juli 2006)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 150:192
Karrieretitel: 5
Höchste Platzierung: 42 (28. Januar 2008)
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jarkko Nieminen (* 23. Juli 1981 in Masku) ist ein ehemaliger finnischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junior Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit vier Jahren begann Nieminen Tennis zu spielen. 1999 besiegte er im Finale des Junioren-Grand-Slam-Turniers der US Open Kristian Pless aus Dänemark. Mit diesem Erfolg schaffte er es in jenem Jahr bis auf Platz 9 der Junioren-Weltrangliste.

2000 bis 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nieminen wurde im Jahr 2000 Profi. Das Jahr 2001 beendete er nach einer soliden Saison, in der er vier Challenger-Titel (Wolfsburg, Tampere, Cordoba und Maia) gewann, zum ersten Mal in den Top 100. Im Dezember 2001 erreichte er auch als erster Finne (seit Leo Palin in Sofia) ein ATP-Finale: als Qualifikant erreichte er das Endspiel des ATP-Turniers in Stockholm, in dem er schließlich dem Niederländer Sjeng Schalken unterlag.

2002 schaffte Nieminen als erster Finne überhaupt den Sprung unter die Top 50 der Welt. In diesem Jahr erreichte er in Estoril und Mallorca jeweils das Finale.

2003 zog er München in sein viertes ATP-Finale ein. Das Jahr beendete er unter den Top 40.

2004 beendete er das vierte Jahr in Folge in den Top 100, obwohl er drei Monate verletzungsbedingt hatte pausieren müssen. Er erreichte immerhin dreimal ein Halbfinale (Sydney, Dubai und Peking).

2005 bis 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 gewann Nieminen in Prostějov (Tschechien) einen Challenger-Titel. Bei den Australian Open kam er nach Siegen über Davide Sanguinetti und Paradorn Srichaphan bis in die dritte Runde. Dort musste er jedoch wegen einer Bauchmuskelzerrung beim Stand von 3:6, 2:5 gegen Roger Federer aufgeben. Bei den French Open in Roland Garros besiegte Nieminen überraschend den allerdings an einer Rückenverletzung laborierenden Superstar Andre Agassi und zog damit in die zweite Runde ein. Dort unterlag er Igor Andrejew in vier Sätzen. In Wimbledon verlor Nieminen sein Auftaktspiel gegen Tim Henman knapp in fünf Sätzen. Zudem erreichte er in München, Stuttgart, Bangkok und Tokio das Halbfinale. Seine beste Leistung des Jahres war der Einzug ins Viertelfinale der US Open, wo er Lleyton Hewitt in fünf Sätzen unterlag.

Die Saison 2006 sollte Nieminens bisher beste Saison werden. Im ersten Monat gelang ihm eine 9:2-Matchbilanz mit einem Viertelfinale in Adelaide und seinem ersten Titel auf der ATP Tour in Auckland. Dort besiegte er im Finale Mario Ančić klar mit 6:2, 6:2. Außerdem erreichte er bei den Australian Open Runde drei, in der er David Nalbandian unterlag. Beim ATP-Masters-Series-Turnier in Indian Wells erreichte er sein erstes Viertelfinale bei einem Turnier dieser Kategorie. Am 17. April gelang ihm erstmals der Sprung unter die Top 20 der Welt. Im Viertelfinale von Barcelona führte Nieminen gegen Titelverteidiger Rafael Nadal schon mit 6:4 und 4:1, konnte das Match letztlich aber nicht für sich entscheiden. Als Nieminen in Roland Garros in der ersten Runde ausschied, begann für ihn die Rasensaison. Er erreichte die zweite Runde in Halle und das Viertelfinale in Wimbledon, in dem er Nadal unterlag. Zurück auf Sand erreichte er am 10. Juli nach dem Einzug in die Vorschlussrunde von Båstad, wo er gegen Tommy Robredo verlor, mit Platz 13 seine bislang beste Weltranglistenposition. Bei den US Open verlor Nieminen sein Auftaktspiel gegen Xavier Malisse. In Stockholm erreichte er das Finale und unterlag dort James Blake. Außerdem erreichte er in Rotterdam und München jeweils das Halbfinale. Nieminen verzeichnete in diesem Jahr auf allen Belägen eine positive Matchbilanz: 30:14 auf Hartplatz, 16:8 auf Sand, 5:3 auf Gras und 4:3 auf Teppich. Mit 894.565 US-Dollar an gewonnenem Preisgeld stellte diese Saison auch seine finanziell beste dar.

2007 beendete er zum dritten Mal in Folge das Jahr unter den Top 30 der Welt, nachdem er unter anderem das Finale in Basel erreichte. Außerdem feierte er in Mumbai den ersten Doppeltitel seiner Karriere an der Seite des Schweden Robert Lindstedt.

2008 erreichte er das Finale von Adelaide, dieses Mal unterlag er dort aber Michaël Llodra glatt in zwei Sätzen. Außerdem konnte er bei den Australian Open seinen Achtelfinaleinzug aus dem Vorjahr noch toppen. Er kam bis ins Viertelfinale, wo er von Rafael Nadal gestoppt wurde. Er repräsentierte Finnland bei den Olympischen Spielen in Peking, verlor dort aber schon in der ersten Runde gegen den Schweden Thomas Johansson. Bei den US Open gelang ihm an der Seite von Robert Lindstedt mit dem Erreichen der Runde der letzten Acht sein bislang bestes Doppelergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier.

Das Jahr 2009 begann für den Finnen mit einer Finalteilnahme in Sydney, bei der er gegen David Nalbandian das Nachsehen hatte. Bei den Australian Open musste er bereits in der ersten Runde gegen Paul-Henri Mathieu wegen einer Leistenverletzung aufgeben. Zwar gewann er im Februar an der Seite von Rohan Bopanna das Doppelturnier in San José, trotzdem plagten ihn weiterhin Verletzungen. Nach vielen Erstrundenniederlagen musste er beim Challenger-Turnier in Tunis im Halbfinale gegen Gastón Gaudio abermals aufgeben und sich im Anschluss einer Handgelenksoperation unterziehen. Seine dreimonatige Zwangspause, durch die er unter anderem die French Open verpasste, beendete er beim Turnier in New Haven mit einer Erstrundenniederlage. Bei den US Open erreichte er die zweite Runde, wo er gegen Jo-Wilfried Tsonga verlor. Im Anschluss erreichte Nieminen noch das Viertelfinale in Stockholm. Danach spielte er hauptsächlich auf der Challenger-Ebene, wo er einen Turniersieg in Jersey feiern konnte. Bei seinem Heimturnier in Helsinki verlor Nieminen im Viertelfinale gegen seinen jungen Landsmann Henri Kontinen. Zum Abschluss der Saison erreichte Nieminen nach Siegen im Viertelfinale gegen Daniel Köllerer und im Halbfinale gegen Karol Beck das Finale des Challenger-Turniers in Salzburg, in dem er allerdings Michael Berrer unterlag. Doch mit dem Finaleinzug konnte Nieminen seine Top-100-Platzierung am Ende der Saison sichern.

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Zeit zwischen 2009 und Karriereende 2015
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Karriereende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Runde der Sony Open 2014 gewann Nieminen gegen Bernard Tomic in 28 Minuten und 20 Sekunden. Das war der schnellste Sieg in der Geschichte der ATP Tour.[1] Bei den If Stockholm Open 2015 beendete er nach Auftaktniederlagen in der Einzel- und Doppelkonkurrenz seine Karriere.[2]

Jarkko Nieminen bestritt zwischen 1999 und 2015 insgesamt 33 Begegnungen für die finnische Davis-Cup-Mannschaft. Mit 45 Siegen gegenüber 11 Niederlagen im Einzel sowie 14 Siegen gegenüber 15 Niederlagen im Doppel ist Nieminen der erfolgreichste Spieler seines Landes.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jarkko Nieminen, dessen Eltern Chemiker sind und der eine ältere Schwester hat, ist mit der finnischen Badminton-Nationalspielerin Anu Nieminen verheiratet.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP World Tour Finals
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500 Series
ATP International Series
ATP World Tour 250 Series (7)
ATP Challenger Tour (14)
Titel nach Belag
Hartplatz (3)
Sand (4)
Rasen (0)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 9. Januar 2006 NeuseelandNeuseeland Auckland Hartplatz KroatienKroatien Mario Ančić 6:2, 6:2
2. 15. Januar 2012 AustralienAustralien Sydney Hartplatz FrankreichFrankreich Julien Benneteau 6:2, 7:5
ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 25. Februar 2001 DeutschlandDeutschland Wolfsburg Teppich (i) DeutschlandDeutschland Andy Fahlke 3:6, 6:2, 7:5
2. 29. Juli 2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tampere (1) Sand SchwedenSchweden Mattias Hellström 6:1, 6:0
3. 11. August 2001 SpanienSpanien Córdoba Hartplatz FrankreichFrankreich Paul-Henri Mathieu 6:4, 2:6, 6:3
4. 30. September 2001 PortugalPortugal Maia Sand SpanienSpanien Feliciano López 5:7, 6:3, 6:4
5. 28. Juli 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tampere (2) Sand FrankreichFrankreich Richard Gasquet 7:5, 7:62
6. 17. November 2002 FinnlandFinnland Helsinki (1) Hartplatz (i) KroatienKroatien Lovro Zovko 7:5, 4:6, 7:5
7. 5. Juni 2005 TschechienTschechien Prostějov Sand TschechienTschechien Ivo Minář 6:1, 6:3
8. 15. November 2009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jersey Teppich (i) FrankreichFrankreich Stéphane Robert 4:6, 6:1, 7:5
9. 21. März 2010 MarokkoMarokko Marrakesch Sand UkraineUkraine Alexander Dolgopolow 6:3, 6:2
10. 17. November 2013 FinnlandFinnland Helsinki (2) Hartplatz (i) LitauenLitauen Ričardas Berankis 6:3, 6:1

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 29. Oktober 2001 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz NiederlandeNiederlande Sjeng Schalken 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 3:6
2. 15. April 2002 PortugalPortugal Estoril Sand ArgentinienArgentinien David Nalbandian 4:6, 6:75
3. 6. Mai 2002 SpanienSpanien Mallorca Sand ArgentinienArgentinien Gastón Gaudio 2:6, 3:6
4. 5. Mai 2003 DeutschlandDeutschland München Sand SchweizSchweiz Roger Federer 1:6, 4:6
5. 16. Oktober 2006 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Blake 4:6, 2:6
6. 29. Oktober 2007 SchweizSchweiz Basel Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 3:6, 4:6
7. 6. Januar 2008 AustralienAustralien Adelaide Hartplatz FrankreichFrankreich Michaël Llodra 3:6, 4:6
8. 17. Januar 2009 AustralienAustralien Sydney Hartplatz ArgentinienArgentinien David Nalbandian 3:6, 7:69, 2:6
9. 3. Oktober 2010 ThailandThailand Bangkok Hartplatz (i) SpanienSpanien Guillermo García-López 4:6, 6:3, 4:6
10. 23. Oktober 2011 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Gaël Monfils 5:7, 6:3, 2:6
11. 25. Mai 2013 DeutschlandDeutschland Düsseldorf Sand ArgentinienArgentinien Juan Mónaco 4:6, 3:6

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 24. September 2007 IndienIndien Mumbai Hartplatz SchwedenSchweden Robert Lindstedt IndienIndien Rohan Bopanna
PakistanPakistan Aisam-ul-Haq Qureshi
7:63 7:65
2. 1. August 2010 SchweizSchweiz Gstaad Sand SchwedenSchweden Johan Brunström BrasilienBrasilien Marcelo Melo
BrasilienBrasilien Bruno Soares
6:3, 6:74, [11:9]
3. 5. Mai 2013 DeutschlandDeutschland München Sand RusslandRussland Dmitri Tursunow Zypern RepublikZypern Marcos Baghdatis
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
6:1, 6:4
4. 2. August 2014 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sand FinnlandFinnland Henri Kontinen ItalienItalien Daniele Bracciali
KasachstanKasachstan Andrei Golubew
6:1, 6:4
5. 1. März 2015 ArgentinienArgentinien Buenos Aires Sand BrasilienBrasilien André Sá SpanienSpanien Pablo Andújar
OsterreichÖsterreich Oliver Marach
4:6, 6:4, [10:7]
ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 29. Juli 2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tampere Sand FinnlandFinnland Ville Liukko AustralienAustralien Steven Randjelovic
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Dušan Vemić
6:0, 4:6, 6:3
2. 14. September 2001 UngarnUngarn Budapest Sand OsterreichÖsterreich Oliver Marach RusslandRussland Juri Schtschukin
UkraineUkraine Orest Tereschtschuk
6:2, 6:2
3. 16. November 2013 FinnlandFinnland Helsinki (1) Hartplatz (i) FinnlandFinnland Henri Kontinen DeutschlandDeutschland Dustin Brown
DeutschlandDeutschland Philipp Marx
7:5, 5:7, [10:5]
4. 15. November 2014 FinnlandFinnland Helsinki (2) Hartplatz (i) FinnlandFinnland Henri Kontinen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Marray
DeutschlandDeutschland Philipp Petzschner
7:62, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 29. September 2009 ThailandThailand Bangkok Hartplatz AustralienAustralien Andrew Kratzmann IsraelIsrael Jonathan Erlich
IsraelIsrael Andy Ram
3:6, 6:74
2. 15. Februar 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San José Hartplatz (i) IndienIndien Rohan Bopanna DeutschlandDeutschland Tommy Haas
TschechienTschechien Radek Štěpánek
2:6, 3:6
3. 24. Oktober 2010 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz SchwedenSchweden Johan Brunström Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
CuraçaoCuraçao Jean-Julien Rojer
3:6, 4:6
4. 15. Januar 2012 AustralienAustralien Sydney Hartplatz AustralienAustralien Matthew Ebden Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Bryan
1:6, 4:6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jarkko Nieminen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jarkko Nieminen breaks Greg Rusedski's fastest win record in Miami. In: theguardian.com. 21. März 2014, abgerufen am 13. November 2017 (englisch).
  2. James Buddell: Emotional Nieminen Calls It A Career In Stockholm. In: atpworldtour.com. 21. Oktober 2015, abgerufen am 13. November 2017 (englisch).