Jarmuk (Flüchtlingslager)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das Flüchtlingslager Jarmuk nimmt den südwestlichen Teil des gleichnamigen Stadtbezirks Al-Yarmouk ein.

Jarmuk, arabisch مخيم اليرموك, DMG Muḫayyam al-Yarmūk, englisch Yarmouk Camp, ist ein etwa 2,1 km² großes Flüchtlingslager am Rand der syrischen Hauptstadt Damaskus. Es befindet sich an der südlichen Stadtgrenze, östlich des Stadtbezirks Qadam (Al-Kadam), und bildet gemeinsam mit der Stadt Damaskus das Gouvernement Damaskus. Jarmuk wird überwiegend von Flüchtlingen aus Palästina und deren Nachfahren bewohnt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Viertel ist aus einem palästinensischen Flüchtlingslager hervorgegangen. Sie flüchteten seit 1948 wegen der Auseinandersetzungen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten nach Damaskus, und siedelten sich im südlichen Stadtteil Jarmuk an.[1]

Bis 2012 lebten in Jarmuk etwa 150.000 Menschen.[1]

Im Frühjahr 2015 war Jarmuk von IS-Extremisten eingeschlossen und somit von der Außenwelt abgeschlossen. Anfang April 2015 war das Lager unter Kontrolle des IS.[2] Am 8. April 2015 kündigte die syrische Regierung die Rückeroberung an.[3] UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte am 10. April 2015 an die Weltöffentlichkeit, dass Jarmuk einem Todeslager gleiche und sich hier eine Katastrophe von epischem Ausmaß zutrage.[1] Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 16.000 Menschen in Jarmuk, darunter 3.500 Kinder.[1]

Seit 21. Mai 2018 befindet sich Jarmuk wieder unter der Kontrolle der syrischen Regierung.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aeham Ahmad (* 1988), palästinensisch-syrischer Pianist

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Archivlink (Memento des Originals vom 14. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heute.de
  2. http://www.n-tv.de/politik/IS-stoesst-erstmals-nach-Damaskus-vor-article14826486.html?utm_source=RUN_spiegel&utm_medium=text&utm_campaign=veeseo_RUN
  3. Spiegel (online)
  4. Syrische Armee vertreibt letzte IS-Milizen. In: tagesschau.de. Abgerufen am 21. Mai 2018.

Koordinaten: 33° 28′ 27″ N, 36° 18′ 20″ O