Jaroslav Miller

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Jaroslav Miller (2013)

Jaroslav Miller (* 8. Januar 1971 in Šumperk) ist ein tschechischer Historiker und seit 2012 Professor an der Palacký-Universität im tschechischen Olomouc. Er beschäftigt sich mit Problemen des Städtebaus, der Geschichte des politischen Denkens sowie des tschechischen und slowakischen Exils.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jaroslav Miller studierte Geschichte und Philologie an der Palacký-Universität von Olmütz (Fachrichtungen: Geschichte, russische Philologie und Literatur, englische Philologie und Literatur), an der Central European University im ungarischen Budapest und bei Lady Margareth Hall an der englischen University of Oxford. Zu seinen Lehrern gehörten Josef Jařab, Ralf Dahrendorf, Stephen Greenblatt und Robert J. W. Evans.

Miller absolvierte eine Reihe von Studienaufenthalten an Universitäten und Wissenschaftsinstituten in Kanada, Ungarn, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Australien. Zweimal wurde er zum Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung (2006 in Marburg sowie 2010 in Münster) und der US-amerikanischen Andrew-W.-Mellon-Stiftung (2004 und 2010 in Wolfenbüttel). Im Jahr 2008 erhielt er ein Stipendium des Fulbright-Programms an der Georgia College and State University. In den Jahren 2010/11 war er Gastprofessor an der University of Western Australia in Perth. 2012 wurde er vom Botschafter der Vereinigten Staaten zum Repräsentanten des Fullbright-Programms in Tschechien ernannt. Im gleichen Jahr wurde er weiter zum Professor für Geschichte ernannt und vertritt gegenwärtig die Position des Leiters des Lehrstuhls für Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Palacký-Universität in Olmütz.

Miller erhielt unter anderem 2005 den „R. John Rath Prize for Best Study in Habsburg History“ und den „Best Urban History Monograph Award“. 2008 gab er im britischen Verlag Ashgate seine Monographie Urban Societies in East Central Europe, 1500–1700 heraus. 2010 publizierte er in New York City und Budapest zusammen mit László Kontler die Monographie Friars, Nobles and Burghers – Sermons, Images and Prints: Studies of Culture and Society in Early-Modern Europe.

2013 bewarb er sich um den Rektor-Posten der Palacký-Universität für die Amtsperiode 2014 bis 2018.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Urban Societies in East-Central Europe, 1500–1700. Ashgate, Aldershot/New York City 2008.
  • Der Pfalz-Mythos: Fridrich V. und das Bild des tschechischen Kriegs im frühen Stuart-England. ARGO, Prag 2004.
  • Die aufgeschobene Geburt Leviathans: Krise der Stuart-Monarchie, 1603–1641. ARGO, Prag 2006.
  • Geschlossene Gesellschaft und deren Feinde: Eine Stadt Mittelosteuropas (1500–1700). Lidové noviny Verlag, Prag 2006.
  • John Barclay – Argenis: Intellektuelle Quellen des europäischen Absolutismus. Lidové noviny Verlag, Prag 2009.
  • László Kontler, Jaroslav Miller: Friars, Nobles and Burghers – Sermons, Images and Prints: Studies in Culture and Society in Early Modern Europe. CEU Press, Budapest/New York City 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]