Jasień

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Jasień
Wappen von Jasień
Jasień (Polen)
Jasień
Jasień
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Żary
Fläche: 305,00 km²
Geographische Lage: 51° 45′ N, 15° 0′ OKoordinaten: 51° 45′ 0″ N, 15° 0′ 0″ O
Einwohner: 4381
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 68.320
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FZA
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: LubskoŻagań
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 18 Ortschaften
Fläche: 127,02 km²
Einwohner: 7126
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0811043
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeisterin: Helena Sagasz
Adresse: ul. XX-lecia 20
68-320 Jasień
Webpräsenz: www.jasien.com.pl



Jasień ['jaɕeɲ] (deutsch Gassen, obersorbisch Gasyn) ist eine Stadt im westlichen Teil Polens mit 4.875 Einwohnern. Sie liegt fünf Kilometer südöstlich von Lubsko (Sommerfeld) an der Lubsza (Lubst) und gehört dem Powiat Żarski, Wojewodschaft Lebus an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein hersehender goldener Löwenkopf und eine goldene Doppellilie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Dorfes Gassen stammt aus dem Jahre 1321. Bis 1642 gehörte das Dorf den Herren von Wiedebach. Nachdem die männliche Linie der Wiedebach erloschen war, wurde der Oberstleutnant Rudolf von Bünau neuer Grundherr. Der sächsische Adlige, der 1656 zum Landeshauptmann der Niederlausitz bestellt worden war, erwarb weitere Dörfer und gestattete protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Schlesien die Ansiedlung. Der neu entstandene Ort erhielt am 24. Januar 1660 durch Herzog Christian I. das Stadtrecht verliehen. Das Dorf und das Rittergut wurden fortan als Alt Gassen bezeichnet und verblieben eigenständig. Bis zum Jahre 1855 gehörte die Stadt zur Grundherrschaft und dem Grundherrn oblag die Bestätigung des Ratsmitglieder. Im Siebenjährigen Krieg verloren die Bünauer ihre Güter in den Lausitzen. Abraham Gottfried Philipp von Rabenau wurde 1776 Herr auf Gassen und errichtete ab 1780 das Schloss, das seit 1881 das Rathaus beherbergt. 1815 kam Gassen als Teil der Niederlausitz zu Preußen und wurde 1818 Teil des Landkreises Sorau.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich in Gassen Industriebetriebe an, der bekannteste davon war die 1856 gegründete Maschinenfabrik und Eisengießerei Theodor Flöther.

1944 wurde in Gassen ein Außenlager des KZ Groß Rosen errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Stadt zu Polen.

Gmina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Jasień umfasst ein Gebiet von 127 km² mit 7.705 Einwohnern. Zu ihr gehören folgende Ortschaften:

Die Gemeinde gehört der Euroregion Spree-Neiße-Bober an.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döbern, Deutschland

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jasień – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.