Jason Kenny

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Jason Kenny Straßenradsport
Jason Kenny (2015)
Jason Kenny (2015)
zur Person
Vollständiger Name Jason Francis Kenny
Geburtsdatum 23. März 1988
Nation Vereinigtes Königreich
Disziplin Bahnradsport
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
2012 Gold Teamsprint (mit Chris Hoy und Jamie Staff)
2008 Gold Sprint, Teamsprint (mit Chris Hoy und Philip Hindes)
Infobox zuletzt aktualisiert: 2. März 2016

Jason Francis Kenny MBE (* 23. März 1988 in Bolton) ist ein britischer Radrennfahrer, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jason Kenny tritt im Bahnradsport an und hat sich dort auf die Kurzzeitdisziplinen Sprint und Teamsprint spezialisiert. Nach dem Gewinn mehrerer Juniorentitel, sowohl auf Europa-, als auch auf Welt-Ebene im Jahr 2006 und dem Erreichen zweier Bronzemedaillen bei den Junioren-Europameisterschaften (U23) 2007 in Deutschland, qualifizierte sich Kenny Großbritannien bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zu vertreten.

Mit Chris Hoy und Jamie Staff errang 2008 die olympische Goldmedaille im Teamsprint. Im Sprint musste er sich nur seinem Landsmann Chris Hoy geschlagen geben und gewann hinter diesem die Silbermedaille.

Im Frühjahr 2011 errang Kenny bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2011 in Apeldoorn die Silbermedaille im Sprint. Nachdem dem französischen Fahrer Grégory Baugé die Goldmedaille wegen Verstosses gegen die Melde-Auflagen der WADA im Januar 2012 aberkannt wurde, weil dies offiziell als Dopingvergehen eingestuft wird, ging die Goldmedaille an Kenny.[1]

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London errang Jason Kenny gemeinsam mit Chris Hoy und Philip Hindes seine zweite Goldmedaille im Teamsprint; eine dritte Goldmedaille sicherte er sich im Sprint. Bei den Commonwealth Games 2014 in Glasgow errang er Silber im Sprint.

Im Februar 2016 kritisierte Kenny und mit ihm die Fahrerin Laura Trott den Umgang der britischen Funktionäre mit den Sportlern. Anlass war ein Unfall der Fahrerin Katie Archibald mit einem Motorrad, bei dem sie sich verletzt und darauf eine herbe Rüge des Sportdirektors Shane Sutton eingefangen hatte. Die Sportler wollten gewinnen, müssten aber auch eine Chance haben, ihr Leben außerhalb des Sportes zu genießen. Diese würden von den Trainer jedoch wie kleine Kinder behandelt.[2]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jason Kenny wurde mit der Aufnahme in die Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme geehrt.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Weihnachten 2014 ist Kenny mit seiner Mannschaftskameradin Laura Trott verlobt.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006
  • Europameister Junioren-Europameisterschaft (Bahnradsport) - Keirin, Sprint, Teamsprint
  • Europameister Junioren-Weltmeisterschaft (Bahnradsport) in Belgien - Keirin, Sprint, Teamsprint
2007
  • Bronze U23-Europameisterschaft (Bahnradsport) in Deutschland - Teamsprint
  • Bronze U23-Europameisterschaft (Bahnradsport) in Deutschland - Sprint
2008
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason Kenny named world sprint champion after Bauge ban auf news.bbc.co.uk v. 6. Januar 2012 (engl.)
  2. a b Simon MacMichael: GB track riders "treated like kids," says Jason Kenny. In: road.cc. 1. März 2016, abgerufen am 2. März 2016 (englisch).