Jason Lamy Chappuis

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Jason Lamy Chappuis Nordische Kombination
Jason Lamy Chappuis
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 9. September 1986
Geburtsort MissoulaVereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Karriere
Verein Douane Bois d Amont
Status zurückgetreten
Karriereende 2015
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 5 × Gold 0 × Silber 5 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen (Springen) 1 × Gold 0 × Silber 3 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver Einzel NH
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Bronze 2009 Liberec Einzel LH
Bronze 2009 Liberec Massenstart
Gold 2011 Oslo Einzel LH
Gold 2013 Val di Fiemme Einzel NH
Gold 2013 Val di Fiemme Team NH
Gold 2013 Val di Fiemme Teamsprint
Bronze 2013 Val di Fiemme Einzel LH
Gold 2015 Falun Teamsprint
Bronze 2015 Falun Einzel NH
Bronze 2015 Falun Team NH
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
Bronze 2003 Sollefteå Team NH
Silber 2005 Rovaniemi Team NH
Französische Meisterschaften
Bronze 2009 Chaux-Neuve Einzel
Bronze 2009 Chaux-Neuve Team
Bronze 2010 Les Rousses Einzel
Gold 2011 Chaux-Neuve Einzel
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 28. Februar 2004 in Oslo
 Weltcupsiege 27 (26 Einzelsiege)
 Gesamtweltcup 1. (2009/10, 2010/11, 2011/12)
 Sprintweltcup 1. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 22 15 10
 Sprint 4 4 3
 Massenstart 0 0 1
 Team 1 4 6
letzte Änderung: 28. Februar 2015

Jason Lamy Chappuis [lamiʃapɥi] (* 9. September 1986 in Missoula, Montana, Vereinigte Staaten) ist ein ehemaliger französischer Nordischer Kombinierer. Er wurde 2010 Olympiasieger in Vancouver (Normalschanze), 2011 Weltmeister in Oslo (Großschanze) und gewann dreimal den Weltcup der Nordischen Kombination. Als guter Skispringer verstärkte er auch schon gelegentlich die französischen Spezialspringer im Weltcup.

Werdegang[Bearbeiten]

Nordische Kombination[Bearbeiten]

Jason Lamy Chappuis wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika geboren. Seine Mutter ist US-Amerikanerin. Heute lebt die Familie in Bois-d’Amont, dem Heimatdorf seines Vaters im französischen Jura. Er debütierte im Februar 2004 beim Weltcup in Oslo. Sein erstes herausragendes Ergebnis im Weltcup war ein vierter Platz im Gundersen-Wettkampf im September 2005 in Kuusamo. In Sapporo gewann er im März 2006 seinen ersten Weltcupsprint. Bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin trat Lamy Chappuis in allen drei Wettbewerben der Nordischen Kombinierer an. Im Gundersen-Wettbewerb wurde er Elfter, mit der Mannschaft Fünfter und im Sprint verpasste er eine Medaille als Vierter hinter dem Deutschen Georg Hettich nur knapp. Zuvor trat er schon 2005 bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf an, konnte aber keinen nennenswerten Erfolg verbuchen.

In der Saison 2006/07 gewann Lamy Chappuis die Gesamtwertung im Sprint-Weltcup, im Gesamt-Weltcup belegte er den zweiten Rang. In dem in Liberec erstmals bei Nordischen Skiweltmeisterschaften ausgetragenen Massenstartwettbewerb holte er am 20. Februar 2009 die Bronzemedaille und acht Tage später ebenfalls Bronze im Gundersen-Wettbewerb von der Großschanze. Die Saison 2009/10 lief für Lamy Chappuis erfolgreich. Sie begann mit einem Sieg zum Auftakt der Saison in Kuusamo, weitere Siege folgten in Lillehammer und zweimal in Ramsau am Dachstein. Am Ende der Saison gewann er überlegen den Gesamtweltcup.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann Lamy Chappuis die Goldmedaille im Gundersen Normalschanze. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo gewann er den Weltmeistertitel im Gundersen Großschanze.

Am 22. Februar 2013, bei den Weltmeisterschaften 2013 im italienischen Val di Fiemme, gewann er die Goldmedaille im Gundersen-Einzelbewerb von der Normalschanze. Nach dem Springen lag Lamy Chappuis noch auf dem 11. Rang 1 Minute 13 Sekunden hinter dem führenden Håvard Klemetsen, beim anschließenden zehn Kilometer Lauf machte er Platz um Platz gut und erreichte die Ziellinie als Erster. Zwei Tage später gewann er von derselben Schanze erneut eine Goldmedaille, zum ersten Mal mit seinen Kollegen Sébastien Lacroix, François Braud und Maxime Laheurte im Mannschaftswettbewerb. Im Einzelrennen von der Großschanze errang er die Bronzemedaille. Beim abschließenden Team-Wettbewerb konnte er sich noch einmal über einen Weltmeistertitel freuen, diesen errang er mit seinem Teamkollegen Sébastien Lacroix.

Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Falun gewann er im ersten Einzelwettbewerb von der Normalschanze die Bronzemedaille, im zweiten Einzelwettbewerb von der Großschanze belegte er den 6. Platz. Im Teamwettbewerb, in das Frankreich als Titelverteidiger startete, holte er zusammen mit Maxime Laheurte, Sébastien Lacroix und François Braud die Bronzemedaille. Nach dem Sieg im Team-Sprint mit François Braud erklärte er seinen Rücktritt vom Leistungssport zum Ende der Saison 2014/2015.[1]

Skispringen[Bearbeiten]

Bisher stand Jason Lamy Chappuis dreimal bei Weltcup-Teamwettbewerben in der französischen Mannschaft. Bestes Ergebnis war dabei der Finaleinzug und Platz 8 beim Skifliegen in Planica im März 2011. Bei den französischen Meisterschaften 2011 in Chaux-Neuve konnte er den Einzeltitel bei den Spezialspringern für sich entscheiden.[2]

Weltcup[Bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 19. März 2006 JapanJapan Sapporo Sprint
2. 25. November 2006 FinnlandFinnland Kuusamo Gundersen
3. 18. März 2007 NorwegenNorwegen Oslo Sprint
4. 05. Januar 2008 DeutschlandDeutschland Schonach Sprint
5. 27. Januar 2008 OsterreichÖsterreich Seefeld Sprint
6. 28. November 2009 FinnlandFinnland Kuusamo Gundersen
7. 05. Dezember 2009 NorwegenNorwegen Lillehammer Gundersen
8. 18. Dezember 2009 OsterreichÖsterreich Ramsau Gundersen
9. 19. Dezember 2009 OsterreichÖsterreich Ramsau Gundersen
10. 23. Januar 2010 DeutschlandDeutschland Schonach Gundersen
11. 14. März 2010 NorwegenNorwegen Oslo Gundersen
12. 26. November 2010 FinnlandFinnland Kuusamo Gundersen
13. 05. Dezember 2010 NorwegenNorwegen Lillehammer Gundersen
14. 15. Januar 2011 OsterreichÖsterreich Seefeld Gundersen
15. 23. Januar 2011 FrankreichFrankreich Chaux-Neuve Gundersen
16. 11. Dezember 2011 OsterreichÖsterreich Ramsau Gundersen
17. 17. Dezember 2011 OsterreichÖsterreich Seefeld Gundersen
18. 18. Dezember 2011 OsterreichÖsterreich Seefeld Gundersen
19. 03. Februar 2012 ItalienItalien Val di Fiemme Penalty Race
20. 19. Februar 2012 DeutschlandDeutschland Klingenthal Gundersen
21. 01. Dezember 2012 FinnlandFinnland Kuusamo Gundersen
22. 06. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Schonach Gundersen
23. 16. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Gundersen
24. 07. Dezember 2013 NorwegenNorwegen Lillehammer Gundersen
25. 22. Dezember 2013 DeutschlandDeutschland Schonach Gundersen
26. 21. Dezember 2014 OsterreichÖsterreich Ramsau Gundersen

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 16. Dezember 2011 OsterreichÖsterreich Seefeld Teamsprint1

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2003/04 54. 016
2004/05 45. 065
2005/06 05. 0730
2006/07 02. 0696
2007/08 05. 0776
2008/09 05. 0806
2009/10 01. 01155
2010/11 01. 0894
2011/12 01. 01306
2012/13 02. 818
2013/14 06. 526
2014/15 14. 291

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://nordicjumpworld.com/2015/02/28/merci-jason-ein-weltmeister-verabschiedet-sich/
  2. Chappuis-gewinnt-skisprung-titel „Lamy Chappuis gewinnt Skisprung-Titel“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 1. April 2012.