Java-Klasse

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Java-Klasse
Die Java
Die Java
Schiffsdaten
Schiffsart Leichter Kreuzer
Bauzeitraum 1916 bis 1926
Stapellauf des Typschiffes 9. August 1921
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit 1925 bis 1944
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
155,3 m (Lüa)
153,0 m (KWL)
Breite 16,0 m
Tiefgang max. 5,49 m
Verdrängung Standard: 6.670 ts/ 6.777 t
Einsatz: 8.203 ts/ 8.339 t
 
Besatzung 526 Offiziere und Mannschaften
Maschinenanlage
Maschine 8 Dampfkessel
3 Turbinensätze
Maschinen-
leistung
72.000 PS (52.956 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
31 kn (57 km/h)
Propeller 3
Bewaffnung
  • 10 × 150-mm-Geschütze (10 × 1)
  • 6–8 × 40-mm-Flak
  • 8 × 12,7-mm-MG
Sonstiges
Katapulte 1
Bordflugzeuge 2

Die Java-Klasse war eine Klasse von zwei während des Ersten Weltkrieges gebauten Leichten Kreuzern der niederländischen Marine, die nach Inseln in Niederländisch-Indien benannt waren.

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hr. Ms. Java

Die Java-Klasse wurde im niederländischen Auftrag von der Germaniawerft in Kiel entworfen, jedoch auf niederländischen Werften gebaut. Sie sollten ein Gegengewicht zu den japanischen Kreuzern der Chikuma-Klasse darstellen und waren deshalb mit 10 15,0 cm-Geschützen bewaffnet. Diese waren jedoch noch einzeln und lediglich mit Schutzschilden versehen aufgestellt und noch nicht in geschlossenen Geschütztürmen. Durch die Aufstellung der Geschütze (je zwei vorne und achtern sowie je drei an den Seiten) konnten nur sieben Geschütze in der Breitseite eingesetzt werden. Nach zahlreichen Verzögerungen wurden die Schiffe erst nach über neun Jahren Bauzeit fertig. Dadurch waren sie bereits zum Zeitpunkt ihrer Indienststellung praktisch veraltet.

Es wurden zwei Schiffe dieser Klasse gebaut, die Java und die Sumatra. Der Bau des geplanten dritten Kreuzers Celebes, der als Flottenflaggschiff vorgesehen war und dementsprechend etwas größer gewesen wäre, wurde noch vor Baubeginn storniert.

Geschichte und Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Schiffe waren bis zum Zweiten Weltkrieg im Dienst. Während des Spanischen Bürgerkriegs und während des Zweiten Weltkrieges wurden beide Kreuzer größtenteils zum Konvoischutz eingesetzt. Nach dem deutschen Angriff auf die Niederlande 1940 transportierte die Sumatra Mitglieder des Niederländischen Königshauses nach Kanada. Bei Ausbruch des Krieges im Pazifik befand sich die Java in Niederländisch-Indien und war Teil der ABDA-Flotte, die versuchte, den japanischen Vormarsch in Richtung der britischen und niederländischen Kolonien in Südostasien zu unterbinden. Dabei wurde der Kreuzer in der Schlacht in der Javasee versenkt. Die Sumatra wurde 1944 bei der Landung in der Normandie zusammen mit anderen veralteten Schiffen als Wellenbrecher für einen Mulberry-Hafen versenkt.

Liste der Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib
Java Koninklijke Maatschappij „De Schelde“,
Vlissingen
31. Mai 1916 9. August 1921 1. Mai 1925 versenkt am 27. Februar 1942 durch Torpedotreffer während der Schlacht in der Javasee
Sumatra Nederlandse Scheepsbouw Maatschappij,
Amsterdam
15. Juli 1916 29. Dezember 1920 26. Mai 1926 am 29. April 1944 außer Dienst gestellt und am 9. Juni 1944 als Wellenbrecher
vor Ouistreham (Mulberry-Hafen) versenkt
Celebes Wilton-Fijenoord,
Rotterdam
Bauauftrag 1919 annulliert

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mike J. Whitley: Kreuzer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 978-3-613-01842-6, S. 220–220.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Java-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien