Javier Lozano Barragán

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Javier Kardinal Lozano Barragán (2006)
Wappen von Javier Kardinal Lozano Barragán

Javier Kardinal Lozano Barragán (* 26. Januar 1933 in Toluca, Mexiko) ist ein emeritierter Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Javier Lozano Barragán studierte Philosophie und Katholische Theologie in Zamora und Rom. Am 30. Oktober 1955 empfing er durch den Kurienbischof und späteren Kardinal Carlo Confalonieri das Sakrament der Priesterweihe und arbeitete anschließend am Priesterseminar von Zamora als Präfekt und Dozent. Zusätzlich leitete er das Institut für Pastoraltheologie der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz CELAM.

Am 5. Juni 1979 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Thinisa in Numidia und zum Weihbischof in Mexiko-Stadt. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Ernesto Kardinal Corripio y Ahumada, am 15. August desselben Jahres. Mitkonsekratoren waren der Alterzbischof von Mexiko-Stadt, Miguel Darío Kardinal Miranda y Gómez, und der Bischof von Zamora, José Esaúl Robles Jiménez.

Am 28. Oktober 1984 wurde er zum Bischof der Diözese Zacatecas ernannt, deren Leitung Lozano Barragán bis zum 31. Oktober 1996 innehatte. Am 7. Januar 1997 bestimmte ihn Johannes Paul II. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst. In dieser Funktion war er unter anderem Organisator der Weltkrankentage.

Am 21. Oktober 2003 wurde er als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie San Michele Arcangelo in das Kardinalskollegium aufgenommen.

Lozano Barragán war Teilnehmer am Konklave 2005, in dem Benedikt XVI. gewählt wurde. Dieser bestätigte ihn am 21. April 2005 in allen seinen kurialen Ämtern. Am 18. April 2009 nahm Papst Benedikt XVI. Lozano Barragáns aus Altersgründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch vom Amt des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst an und ernannte Zygmunt Zimowski zu seinem Nachfolger.[1] Am Konklave 2013 nahm Kardinal Lozano Barragán wegen Überschreitung der Altersgrenze nicht teil.

Am 12. Juni 2014 wurde er zum Kardinalpriester erhoben und Santa Dorotea seine Titelkirche.[2]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kardinal Barragán war Mitglied folgender Einheiten der Römischen Kurie:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rinuncia del Presidente del Pontificio Consiglio per gli Operatori Sanitari (per la Pastorale della Salute) e Nomina del Successore. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 18. April 2009, abgerufen am 19. April 2016 (italienisch).
  2. Konsistorium: Interne Kardinalsbeförderungen. Radio Vatikan, 12. Juni 2014, abgerufen am 12. Juni 2014.
  3. Nomina di Membri della Congregazione delle Cause dei Santi. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 7. April 2004, abgerufen am 19. April 2016 (italienisch).
  4. a b c Nomina di Membri dei Dicasteri della Curia Romana. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 24. November 2003, abgerufen am 19. April 2016 (italienisch).
  5. Nomina di Membri della Congregazione per i Vescovi. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 2. Februar 2000, abgerufen am 19. April 2016 (italienisch).
  6. Nomina di Membri del Pontificio Comitato per i Congressi Eucaristici Internazionali. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 12. Januar 2002, abgerufen am 19. April 2016 (italienisch).
Vorgänger Amt Nachfolger
Fiorenzo Kardinal Angelini Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst
1997–2009
Zygmunt Zimowski
Rafael Muñoz Núñez Bischof von Zacatecas
1984–1996
Fernando Mario Chávez Ruvalcaba