Jaworzyna Śląska

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Jaworzyna Śląska
Wappen Jaworzyna Śląska (neu)
Jaworzyna Śląska (Polen)
Jaworzyna Śląska
Jaworzyna Śląska
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Świdnica
Fläche: 4,34 km²
Geographische Lage: 50° 55′ N, 16° 26′ OKoordinaten: 50° 55′ 0″ N, 16° 26′ 0″ O
Höhe: 220 m n.p.m.
Einwohner: 5184
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 58.140
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DSW
Wirtschaft und Verkehr
Straße: BreslauJelenia Góra
Schienenweg: Wrocław–Wałbrzych
Świdnica–Legnica
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 12 Schulzenämter
Fläche: 67,34 km²
Einwohner: 10.380
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 154 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0219043
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Grzegorz Grzegorzewicz
Adresse: ul. Wolności 9
58.140 Jaworzyna Śląska
Webpräsenz: www.jaworzyna.net



Jaworzyna Śląska [javɔ'ʒɨna 'ɕlõska] (deutsch Königszelt) ist eine Stadt in Polen. Sie liegt auf halbem Wege zwischen Strzegom (Striegau) und Świdnica (Schweidnitz) in der Woiwodschaft Niederschlesien und gehört dem Powiat Świdnicki an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als im Jahre 1843 die Eisenbahnstrecke Breslau–Waldenburg (zunächst zwischen Breslau und Freiburg in Schlesien) errichtet wurde, lagen die wichtigen Städte Striegau und Schweidnitz zehn Kilometer abseits der Trasse. Zum Anschluss dieser Städte wurde eine Querverbindung (die später Teil der Bahnstrecke Kattowitz–Liegnitz wurde) gebaut, die sich auf den Feldern des Dorfes Bunzelwitz mit der Hauptstrecke kreuzte. Es entstand ein Bahnhof, um den sich schnell eine Eisenbahnersiedlung bildete.

Sie erhielt in Erinnerung an das Feldlager von Bunzelwitz, wo im Siebenjährigen Krieg das Zelt Friedrichs II. im Jahre 1761 an jenem Ort gestanden hatte, den Namen Königszelt. Dort, in Bunzelwitz, schloss der König das erste preußisch-osmanische Bündnis, welches freilich wirkungslos blieb.

Königszelt entwickelte sich zu einem Eisenbahnknotenpunkt. 1853 wurde die Strecke von Freiburg bis Waldenburg weitergeführt, 1855 erfolgte die Verlängerung der Schweidnitzer Strecke bis Reichenbach im Eulengebirge und 1863 bis Neisse. Die Striegauer Strecke wurde 1856 konnte die Bahnlinie über Striegau und Jauer nach Liegnitz in Betrieb genommen werden. Die für die damalige Zeit hervorragenden Verkehrsanbindungen begünstigten 1860 die Gründung der Porzellanfabrik Königszelt, die 1886 eine Aktiengesellschaft bildete. Das über 1945 hinaus kontinuierlich weiter tätige Unternehmen Karolina gehört zu den drei größten noch produzierenden Betrieben dieser Art in Schlesien.

Bis 1945 gehörte Königszelt dem Landkreis Schweidnitz an. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel es 1945 zusammen mit fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Jaworzyna Śląska umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben.

1954 erhielt Jaworzyna Śląska Stadtrecht und die Fläche der Stadt vergrößerte sich um 1,34 km² auf fast 4 km². 1975–1998 gehörte Jaworzyna Śląska zur Woiwodschaft Wałbrzych (deutsch Waldenburg). Seit der Verwaltungsreform 1999 gehört es zum Powiat Świdnicki.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1885: 1.382 Einwohner
  • 1905: 3.335
  • 1939: 3.866
  • 1961: 5.206
  • 1970: 5.379
  • 2013: 5.226

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jaworzyna Śląska ist Verwaltungssitz der Gmina Jaworzyna Śląska (pl: gmina miejsko-wiejskade /Stadt- und Landgemeinde) mit der Stadt Jaworzyna Śląskaden selbst und den Ortschaften:

  • Bagieniec (Teichenau)
  • Bolesławice (Bunzelwitz)
  • Czechy (Tschechen)
  • Milikowice (Arnsdorf)
  • Nowice (Neudorf)
  • Nowy Jaworów (Neu Jauernick)
  • Pasieczna (Zedlitz)
  • Pastuchów (Puschkau)
  • Piotrowice Świdnickie (Peterwitz)
  • Stary Jaworów (Alt Jauernick)
  • Tomkowa (Tunkendorf)
  • Witków (Wickendorf)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Weczerka (Hg.): Handbuch der historischen Stätten Schlesien. Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 238
  • Gerhard Schmidt-Stein: Schlesisches Porzellan vor 1945. Würzburg 2. Aufl. 2007, ISBN 978-3-87057-207-5, S. 105–123
  • Stephan Kaiser: Eisenbahnknoten Königszelt : Beiträge zur schlesischen Verkehrsgeschichte.- Ratingen : Stiftung Haus Oberschlesien, 2014. – 48 S. : Ill. – (Schriften der Stiftung Haus Oberschlesien ; Landeskundliche Reihe ; 17)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jaworzyna Śląska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.