Jazz at Lincoln Center

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Eingang von Jazz at Lincoln Center

Jazz at Lincoln Center (JALC) ist eine Organisation, die als Teil des „Lincoln Center for the Performing Arts“ in New York City Veranstaltungen und Bildungsangebote zum Jazz und seiner Geschichte produziert und ein eigenes 15-köpfiges Orchester unterhält; zugleich ist es auch Veranstaltungsort.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren war das Lincoln Center daran interessiert, neue Zielgruppen zu gewinnen. 1987 wurde erstmals im Sommer eine Reihe von Jazzkonzerten veranstaltet, in denen Jazz als die klassische Musik der Vereinigten Staaten präsentiert wurde. Nach vier Jahren entstand 1991 Jazz at Lincoln Center als eigene Abteilung des Lincoln Center. Bereits 1992 hatte das JALC eine eigene Sendereihe im National Public Radio; im selben Jahr wurde auch das Orchester gegründet.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der JALC-Komplex ist heute in Manhattan südlich des „Lincoln Center Campus“ am Lincoln Square im 15. bis 17. Stock des Time Warner Center untergebracht. Die JALC besitzt drei große Veranstaltungssäle: das „Rose Theater“, mit 1233 Sitzen, den „Appel Room“, mit 483 Sitzen und einem 15 × 27 Meter großen Fenster mit Blick auf den Central Park sowie den „Dizzy's Club Coca-Cola“, mit 140 Sitzen ein intimer Jazzclub, der nach dem berühmten Jazztrompeter Dizzy Gillespie benannt ist.[1]

Der JALC-Komplex beherbergt auch das „Irene Diamond Education Center“ mit Proberäumen und Tonstudios sowie die „Nesuhi Ertegun Jazz Hall of Fame (NEJHF)“.[2] Das JALC betreibt auch die Webseite der NEJHF. Besucher der „Jazz Hall of Fame“ können sich über das Leben, die Kunst und die Musik der Jazzmusiker informieren.

Der künstlerische Leiter von JALC ist Wynton Marsalis; Geschäftsführer ist Greg Scholl und Programmdirektor der Organisation ist Jason Olaine. JALC unterhält als großformatige Repertoire-Band das „Jazz at Lincoln Center Orchestra“ (JLCO) mit Wynton Marsalis als Leiter.[1] Das JALC organisiert rund ums Jahr Veranstaltungen aller Art, etwa Konzerte, nationale und internationale Tourneen des Orchesters, TV- und Radioprogramme sowie jährlich einen High-School-Jazz-Band Wettbewerb. Insgesamt gab es beispielsweise in der Saison 2008/09 etwa 3000 Veranstaltungen. Das Bildungsangebot umfasst 22 verschiedene Programme und wird direkt von etwa 50.000 Menschen wahrgenommen.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bühne des Jazz at Lincoln Center (2007)
Peter Jay Sharp Arkade

Produktionen des Jazz at Lincoln Center Orchestra (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Blue Engine)

Produktionen weiterer Musiker (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nesuhi Ertegun Jazz Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jazz Hall of Fame ist benannt nach Nesuhi Ertegun, einem der Gründer von Atlantic Records. Ein Auswahlkomitee von 60 Personen aus Musik, Forschung und Lehre aus 17 Ländern bestimmt die Künstler, die in die „Hall of Fame“ aufgenommen werden.

Künstler der Jazz Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004
2005
2007
2008
2010
2013
  • Art Blakey (1919–1990), Schlagzeuger, Bandleader
  • Lionel Hampton (1908–2002), Vibraphonist, Pianist, Perkussionist, Bandleader
  • Clark Terry (1920–2015), Flügelhornist, Trompeter
2014
2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b History. In: jazz.org. Abgerufen am 26. Dezember 2014.
  2. Ertegun Jazz Hall of Fame. In: Jazz.org. Abgerufen am 26. Dezember 2014.