Jeļena Ostapenko

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Jeļena Ostapenko Tennisspieler
Jeļena Ostapenko
Ostapenko 2017 bei den Wimbledon Championships
Nation: LettlandLettland Lettland
Geburtstag: 8. Juni 1997
Größe: 177 cm
Gewicht: 68 kg
1. Profisaison: 2012
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: David Taylor
Preisgeld: 5.928.849 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 192:101
Karrieretitel: 2 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 5 (19. März 2018)
Aktuelle Platzierung: 5
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 76:57
Karrieretitel: 3 WTA, 8 ITF
Höchste Platzierung: 32 (19. Juni 2017)
Aktuelle Platzierung: 38
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
2. April 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jeļena Ostapenko (* 8. Juni 1997 in Riga) ist eine lettische Tennisspielerin. 2017 gewann sie als Ungesetzte den Titel bei den French Open.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeļena Ostapenko mit dem Pokal bei den French Open

Jeļena Ostapenko gewann zwischen 2012 und 2015 auf Turnieren des ITF Women’s Circuit sieben Einzel- und acht Doppeltitel. 2014 siegte sie im Juniorinnen-Wettbewerb von Wimbledon.[1] Im gleichen Jahr gewann sie mit Ihrer Partnerin Akvilė Paražinskaitė aus Litauen bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2014 die Bronzemedaille.

Im Sommer 2015 stand sie erstmals unter den Top 100, nachdem sie beim $75.000-Turnier in Rokietnica das Endspiel erreicht hatte. Im September des Jahres zog sie auch beim WTA-Turnier in Québec ins Finale ein. In Wimbledon und bei den US Open erreichte sie 2015 jeweils die zweite Runde.

2017 stand sie bei den Australian Open erstmals in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers. Damit verbesserte sie sich in der Weltrangliste auf Platz 33. Bei den Turnieren von Charleston und Prag erreichte sie ein weiteres WTA-Finale bzw. -Halbfinale. Bei den French Open gelang der Ungesetzten nach Siegen über Samantha Stosur, Caroline Wozniacki und ihre frühere Doppelpartnerin Timea Bacsinszky dann überraschend der Einzug ins Einzelfinale. Damit war sie die erste Spielerin aus Lettland im Finale eines Major-Turniers, die erste ungesetzte French-Open-Finalistin seit 1983 sowie die jüngste Endspielteilnehmerin bei einem Grand-Slam-Turnier seit Caroline Wozniacki bei den US Open im Jahr 2009.[2] Ostapenko, die bis dahin noch keinen Titel auf der WTA Tour gewonnen hatte, besiegte im Endspiel von Roland Garros Simona Halep in drei Sätzen und verbesserte sich damit in der Weltrangliste auf Platz 12. Im September 2017 gewann sie schließlich auch den Titel in Seoul; im Finale der Korea Open besiegte sie Beatriz Haddad Maia glatt mit 6:1 und 6:4.[3] Erstmals qualifizierte sie sich für die WTA Championships am Saisonende, kam dort aber nicht über die Gruppenphase hinaus. In der Weltrangliste erreichte sie am 9. Oktober mit Platz 7 ein neues Karrierehoch. Nach der Saison wurde sie zu Lettlands Sportlerin des Jahres gewählt.

Seit 2013 absolvierte Ostapenko zudem 38 Partien für die lettische Fed-Cup-Mannschaft. Sie gewann 13 ihrer 22 Fed-Cup-Einzel, im Doppel stehen zwölf Siege und vier Niederlagen zu Buche.

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 4. November 2012 SchwedenSchweden Stockholm ITF $10.000 Hartplatz (Halle) SchwedenSchweden Ellen Allgurin 6:1, 6:3
2. 23. Februar 2013 SchwedenSchweden Helsingborg ITF $10.000 Teppich (Halle) SchwedenSchweden Ellen Allgurin 6:2, 7:63
3. 17. November 2013 FinnlandFinnland Helsinki ITF $10.000 Hartplatz (Halle) SchwedenSchweden Susanne Celik 7:5, 4:6, 7:5
4. 13. April 2014 ItalienItalien Pula ITF $10.000 Sand FrankreichFrankreich Jade Suvrijn 7:64, 6:1
5. 27. April 2014 ItalienItalien Pula ITF $10.000 Sand SpanienSpanien Yvonne Cavallé Reimers 6:2, 7:5
6. 4. Mai 2014 ItalienItalien Pula ITF $10.000 Sand ItalienItalien Alice Balducci 4:6, 7:61, 6:3
7. 1. März 2015 RusslandRussland St. Petersburg ITF $50.000 Hartplatz (Halle) RumänienRumänien Patricia Maria Țig 3:6, 7:5, 6:2
8. 10. Juni 2017 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand RumänienRumänien Simona Halep 4:6, 6:4, 6:3
9. 24. September 2017 Korea SudSüdkorea Seoul WTA International Hartplatz BrasilienBrasilien Beatriz Haddad Maia 6:75, 6:1, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 20. September 2015 KanadaKanada Québec WTA International Hartplatz DeutschlandDeutschland Annika Beck 2:6, 2:6
2. 9. April 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Hartplatz RusslandRussland Darja Kassatkina 3:6, 1:6
3. 31. März 2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Premier Mandatory Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sloane Stephens 6:75, 1:6

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 5. Februar 2017 RusslandRussland St. Petersburg WTA Premier Hartplatz (Halle) PolenPolen Alicja Rosolska KroatienKroatien Darija Jurak
SchweizSchweiz Xenia Knoll
3:6, 6:2, [10:5]
2. 30. April 2017 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Raquel Atawo Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Abigail Spears
SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
6:4, 6:4
3. 18. Februar 2018 KatarKatar Doha WTA Premier 5 Hartplatz KanadaKanada Gabriela Dabrowski SlowenienSlowenien Andreja Klepač
SpanienSpanien María José Martínez Sánchez
6:3, 6:3

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier

2015 2016 2017 2018 Gesamt
Australian Open

1 3 3 0
French Open

1 S 1 1
Wimbledon

2 1 VF HF 0
US Open

2 1 3   0
WTA Tour Championships

RR   0
Gewonnene Einzel-Titel

1 0 2 0 3
Gesamt-Siege/-Niederlagen

44:19 20:28 48:20 7:2 117:68
Jahresendposition

79 44 7 N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jeļena Ostapenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ostapenko Wins Wimbledon Junior Crown 7. Juli 2014 (abgerufen am 23. Februar 2015)
  2. Überraschung bei den French Open: Ungesetzte Ostapenko schafft es ins Finale bei Spiegel Online, 8. Juni 2017 (abgerufen am 8. Juni 2017).
  3. Ostapenko ousts Haddad Maia to claim Seoul crown (wtatennis.com vom 24. September 2017, abgerufen am 1. Oktober 2017)
  4. Jelena Ostapenko grabs the WTA Most Improved Player of the Year award for 2017. In: wtatennis.com. 20. Oktober 2017, abgerufen am 22. Oktober 2017 (englisch).