Jean-Baptiste Lepère

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Portrait von Jean-Baptiste Lepère von Ingres

Jean-Baptiste Lepère (* 1. Dezember 1761 in Paris; † 16. Juli 1844 in Paris) war ein französischer Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Lepère hielt sich 1787 bis 1790 in Saint-Domingue und 1796 bis 1798 in Konstantinopel auf. Von 1798 bis 1801 war er einer der Mitglieder der Commission des sciences et des arts, die von Napoleon Bonaparte auf seine Ägyptische Expedition mitgenommen wurden. Als solches künstlerisches Mitglied trug er einen Großteil der Entwürfe zum wenig später entstandenen, berühmten Monumentalwerk der Description de l'Égypte bei.

1808 bis 1810 errichtete Lepère mit Jacques Gondouin die Colonne Vendôme in Paris, 1818 errichtete er auf dem Pont Neuf den Sockel für die Reiterstatue Heinrich IV. Lepère war er vor allem als staatlicher Schlösserarchitekt tätig: er wurde 1810 Architekt von St-Cloud, war von 1815 bis 1823 Architekt von St-Germain-en-Laye, Meudon und Sèvres und von 1823 bis 1831 Architekt von Fontainebleau. Sein wichtigstes Werk war seit 1824 die Planung und der Bau der klassizistischen Kirche St. Vincent-de-Paul in Paris, in enger Zusammenarbeit mit seinem Schwiegersohn Jakob Ignaz Hittorff.

Über den Nachlass seines Schwiegersohns Hittorff gelangte auch sein künstlerischer Nachlass in die Graphische Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums in Köln, das sein zeichnerisches und druckgraphisches Werk 2009/10 in der Ausstellung „Mit Napoleon in Ägypten – Die Zeichnungen des Jean-Baptiste Lepère“ zeigte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean-Baptiste Lepère – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien