Jean-Jacques Becker

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Jean-Jacques Becker (2013)

Jean-Jacques Becker (* 14. Mai 1928 in Paris) ist ein französischer Historiker.

Leben[Bearbeiten]

Becker veröffentlichte 1976 seine Dissertation zur öffentlichen Meinung in Frankreich über den Kriegsbeginn 1914 bei René Rémond. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Ersten Weltkrieg und der Politikgeschichte, insbesondere der französischen Linken.

Seine Studien hat er an der Universität Clermont-Ferrand, der Universität Paris-Nanterre und am Institut d’études politiques de Paris absolviert. Er ist Präsident des Forschungszentrums Historial de la Grande Guerre in Péronne.

Seine Tochter Annette Becker ist ebenfalls Historikerin mit ähnlichen Interessen. Seine Schwester Annie Kriegel, Mitglied der Résistance, ebenfalls Historikerin und Publizistin, war aktives Mitglied des Parti communiste français und wandte sich 1956 im Gefolge der Entstalinisierung davon ab.

Beckers Neubewertung der sozialen Hintergründe des Ersten Weltkriegs, die er unter anderem zusammen mit Stéphane Audoin-Rouzeau und Annette Becker unternahm, führte unter dem Stichpunkt des Consentement patriotique (patriotischer Konsens) zu großer Aufmerksamkeit wie Kontroversen.

Schriften[Bearbeiten]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Französische Linke[Bearbeiten]

  • Histoire des gauches en France, mit Gilles Candar, La Découverte, Paris, 2004
  • Crises et alternances (1974–2000), Verlag Éditions du Seuil, Paris, 1998
  • Histoire politique de la France depuis 1945, 8. Ausgabe, Armand Colin, Paris, 2003
  • Victoires et frustrations (1914–1929), mit Serge Berstein, Verlag Le Seuil, Paris, 1990
  • Histoire de l'anticommunisme en France, mit Serge Berstein, Verlag Orban, Paris, 1987
  • Le Parti communiste veut-il prendre le pouvoir ?, Le Seuil, Paris, 1981

Erinnerungen[Bearbeiten]

  • Un soir de l'été 1942... : souvenirs d'un historien, Paris, Larousse, 2009

Weblinks[Bearbeiten]