Jean-Jacques Daigneault

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KanadaKanada  Jean-Jacques Daigneault Eishockeyspieler
Jean-Jacques Daigneault
Geburtsdatum 12. Oktober 1965
Geburtsort Montreal, Québec, Kanada
Größe 180 cm
Gewicht 82 kg
Position Verteidiger
Schusshand Links
Draft
NHL Entry Draft 1984, 1. Runde, 10. Position
Vancouver Canucks
Karrierestationen
1981–1982 Voisins de Laval
1982–1983 Chevaliers de Longueuil
1983–1984 Hockey Canada
1984 Chevaliers de Longueuil
1984–1986 Vancouver Canucks
1986–1988 Philadelphia Flyers
1988–1989 Canadiens de Sherbrooke
1989–1995 Canadiens de Montréal
1995–1996 St. Louis Blues
1996–1997 Pittsburgh Penguins
1997–1998 Mighty Ducks of Anaheim
1998 New York Islanders
1998–1999 Nashville Predators
1999–2000 Phoenix Coyotes
2000–2001 Cleveland Lumberjacks
2001–2002 EHC Biel

Jean-Jacques „J. J.“ Daigneault (* 12. Oktober 1965 in Montreal, Québec) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1981 und 2002 unter anderem 998 Spiele für die Vancouver Canucks, Canadiens de Montréal, Philadelphia Flyers, St. Louis Blues, Pittsburgh Penguins, Mighty Ducks of Anaheim, New York Islanders, Nashville Predators, Phoenix Coyotes und Minnesota Wild in der National Hockey League auf der Position des Verteidigers bestritten hat. Seinen größten Karriereerfolg feierte Daigneault in Diensten der Canadiens de Montréal mit dem Gewinn des Stanley Cups im Jahr 1993. Von 2012 bis 2018 war er als Assistenztrainer bei den Canadiens de Montréal tätig.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean-Jacques Daigneault begann seine Karriere als Eishockeyspieler bei den Voisins de Laval in der kanadischen Ligue de hockey junior majeur du Québec, wo er in der Saison 1981/82 aktiv war. Daigneault stand daraufhin zwei Jahre bei den Chevaliers de Longueuil unter Vertrag, bei denen er in 80 Partien 97 Punkte erreichte. Den Großteil verbrachte er aber mit dem kanadischen Eishockeyverband Hockey Canada, mit deren Auswahlmannschaft er sich auf die Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo vorbereitete. Dort belegte er mit dem Team den vierten Rang. Es war das einzige internationale Turnier, an dem er in seiner Karriere teilnahm. Während des NHL Entry Draft 1984 wurde er in der ersten Runde an zehnter Position von den Vancouver Canucks ausgewählt.

Es gelang ihm, sich sehr schnell im NHL-Kader der Canucks zu etablieren, so bestritt er in den folgenden zwei Jahren zwischen 1984 und 1986 insgesamt 134 Partien und erzielte 57 Scorerpunkte. Anfang Juni 1986 transferierten ihn die Canucks für einen Draftpick zu den Philadelphia Flyers. Auch bei den Flyers erhielt der Verteidiger viele Einsätze, musste jedoch auch einige Partien bei deren damaligen Farmteam, den Hershey Bears, absolvieren.

Im November 1988 gaben ihn die Flyers im Austausch für Scott Sandelin zu den Canadiens de Montréal ab. Dort schoben ihn die Canadiens zunächst in ihr Farmteam, die Canadiens de Sherbrooke, ab. Nachdem er sich dort etabliert hatte, gehörte er von 1990 bis 1995 zum Stammkader der Canadiens, mit denen er in der Spielzeit 1992/93 den prestigeträchtigen Stanley Cup gewann. Anfang November 1995 transferierten ihn die Canadiens im Austausch für Pat Jablonski zu den St. Louis Blues. Nach 37 Partien bei den Blues und vier Scorerpunkten folgte der nächste Wechsel. Die Blues gaben ihn für einen Draftpick an die Pittsburgh Penguins ab, bei denen er 83 Partien absolvierte und 33 Punkte erreichte. Im Februar 1997 wechselte er zu den Mighty Ducks of Anaheim, bei denen er sich als Verteidiger etablieren konnte, jedoch bereits ein Jahr später zu den New York Islanders transferiert wurde.

Weder bei den Islanders noch bei den Nashville Predators konnte sich Daigneault im Team durchsetzen; 1998 folgte der Transfer nach Phoenix. Bei den Phoenix Coyotes konnte er die folgenden zwei Jahre als Stammspieler bestreiten, bevor er noch einmal innerhalb der NHL wechselte und sich den Minnesota Wild anschloss. Für diese bestritt er lediglich eine NHL-Partie und spielte ansonsten ausschließlich bei deren Farmteam, die Cleveland Lumberjacks, in der International Hockey League. Jean-Jacques Daigneault ließ seine lange Karriere in der Schweiz beim EHC Biel ausklingen. Nach wenigen Partien in der Nationalliga B beendete er im Jahr 2002 schließlich seine aktive Karriere.

Danach begann Daigneault seine Karriere als Trainer. Zunächst füllte er während der Spielzeit 2005/06 bei den Phoenix Roadrunners aus der ECHL den Posten des Assistenztrainers aus. Ab Beginn der Saison 2007/08 arbeitete der Kanadier auf derselben Position unter Cheftrainer Ken Gernander bei den Hartford Wolf Pack bzw. Connecticut Whale in der American Hockey League. Vor der Saison 2012/13 wurde er als Assistenztrainer bei den Canadiens de Montréal angestellt, eine Position, die er in der Folge bis zum Ende der Spielzeit 2017/18 innehatte. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er als Assistenztrainer bei den San Antonio Rampage in der AHL angestellt.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1981/82 Voisins de Laval LHJMQ 64 4 25 29 41 18 1 3 4 2
1982/83 Chevaliers de Longueuil LHJMQ 70 26 58 84 58 15 4 11 15 35
1983/84 Hockey Canada International 62 6 15 21 40
1983/84 Chevaliers de Longueuil LHJMQ 10 2 11 13 6 14 3 13 16 30
1984/85 Vancouver Canucks NHL 67 4 23 27 69
1985/86 Vancouver Canucks NHL 64 5 23 28 45 3 0 2 2 0
1986/87 Philadelphia Flyers NHL 77 6 16 22 56 9 1 0 1 0
1987/88 Hershey Bears AHL 10 1 5 6 8
1987/88 Philadelphia Flyers NHL 28 2 2 4 12
1988/89 Hershey Bears AHL 12 0 10 10 13
1988/89 Canadiens de Sherbrooke AHL 63 10 33 43 48 6 1 3 4 2
1989/90 Canadiens de Sherbrooke AHL 28 8 19 27 18
1989/90 Canadiens de Montréal NHL 36 2 10 12 14 9 0 0 0 2
1990/91 Canadiens de Montréal NHL 51 3 16 19 31 5 0 1 1 0
1991/92 Canadiens de Montréal NHL 79 4 14 18 36 11 0 3 3 4
1992/93 Canadiens de Montréal NHL 66 8 10 18 57 20 1 3 4 22
1993/94 Canadiens de Montréal NHL 68 2 12 14 73 7 0 1 1 12
1994/95 Canadiens de Montréal NHL 45 3 5 8 40
1995/96 Canadiens de Montréal NHL 7 0 1 1 6
1995/96 St. Louis Blues NHL 37 1 3 4 24
1995/96 Worcester IceCats AHL 9 1 10 11 10
1995/96 Pittsburgh Penguins NHL 13 3 3 6 23 17 1 9 10 36
1996/97 Pittsburgh Penguins NHL 53 3 14 17 36
1996/97 Mighty Ducks of Anaheim NHL 13 2 9 11 22 11 2 7 9 16
1997/98 Mighty Ducks of Anaheim NHL 53 2 15 17 28
1997/98 New York Islanders NHL 18 0 6 6 21
1998/99 Nashville Predators NHL 35 2 2 4 38
1998/99 Phoenix Coyotes NHL 35 0 7 7 32 6 0 0 0 8
1999/00 Phoenix Coyotes NHL 53 1 6 7 22 1 0 0 0 0
2000/01 Cleveland Lumberjacks IHL 44 8 9 17 18
2000/01 Minnesota Wild NHL 1 0 0 0 2
2001/02 EHC Biel NLB 7 5 2 7 14 2 0 0 0 0
LHJMQ gesamt 144 32 94 126 105 47 8 27 35 67
AHL gesamt 122 20 77 97 97 6 1 3 4 2
NHL gesamt 899 53 197 250 687 99 5 26 31 100

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1984 Kanada Jun.-WM 4. Platz 7 0 2 2 2
1984 Kanada Olympia 4. Platz 7 1 1 2 0
Junioren gesamt 7 0 2 2 2
Herren gesamt 7 1 1 2 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]