Jean Boiteux

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Jean Boiteux (* 20. Juni 1933 in Marseille; † 11. April 2010 bei Bordeaux) war ein französischer Schwimmer.

Jean Boiteux startete in seiner aktiven Zeit für die Vereine DTOEC, JUS Oran und G Bordeaux. Er war Sohn der Synchronschwimmerin Karine Schuler und Neffe des Schwimmers Salvator Pellegry. Bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki gewann er über 400 m Freistil die Goldmedaille und verbesserte dabei den von ihm selbst im Halbfinale aufgestellten Olympischen Rekord auf dieser Strecke von 4:33.1 Minuten gleich um über 10 Sekunden. Damit wurde er der erste Franzose, der im Schwimmen Olympiasieger wurde. Weiterhin gewann er mit der 4×200 m Freistilstaffel die Bronzemedaille und trat über 1.500 m Freistil an, erreicht dort aber nicht das Finale. Zum zweiten Mal startete er bei den Spielen 1956 in Melbourne und wurde Sechster über 1.500 m Freistil, verpasste dieses Mal aber das Finale über 400 m Freistil. Auch mit der 200 m Freistil-Staffel verpasste Boiteux das Finale. Ein drittes Mal startete der Franzose 1960 in Rom bei Olympischen Spielen und wurde in der 200 m Freistil-Staffel eingesetzt, die wie schon vier Jahre zuvor das Finale verpasste.

Zwischen 1951 und 1956 stellte Boiteux drei Europarekorde über 400 m Freistil auf, 1952 einen Europarekord über 800 m, 1956 über 1.500 m Freistil sowie 1951 gemeinsam mit Joseph Bernardo, Willy Blioch und Alex Jany in der 4x200 m Freistil-Staffel. Im Jahr 1982 wurde Boiteux in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. Bereits 1952 war er von der Sportzeitung L’Équipe zu Frankreichs Sportler des Jahres („Champion des champions“) gewählt worden.

Boiteux starb 2010 an den Folgen eines Unfalls.[1] [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jean Boiteux n'est plus, lequipe.fr, 12. April 2010.
  2. Olympiasieger tödlich verunfallt, Tagesanzeiger, 12. April 2010.

Weblinks[Bearbeiten]