Jean Casadesus

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Jean Casadesus (* 17. Juli 1927 in Paris als Jean Claude Michel Casadesus; † 20. Januar 1972 in Renfrew, Ontario, Kanada) war ein französischer Pianist, Musikpädagoge und Komponist. Er war der Sohn des berühmten Pianistenpaars Robert und Gaby Casadesus, und Großneffe von Henri Casadesus und Marius Casadesus.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean Casadesus wurde 1927 in Paris geboren. Er erlernte früh von seinen Eltern Robert Casadesus (1899–1972) und Gaby Casadesus das Pianospiel.

Casadesus studierte zunächst am Pariser Konservatorium. 1939 setzte er seine Studien an der Princeton University in den Vereinigten Staaten fort. Er debütierte mit dem Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy im Jahr 1947, wurde Laureat beim Concours de Genève und genoss danach großen Erfolg als Konzertpianist unter anderem in der Carnegie Hall[2] und auch als Klavierlehrer, vor allem am American Conservatory in Fontainebleau. Zu seinen Studenten gehören Robert D. Levin oder der amerikanische Komponist Michael Convertino. Mit seinen Eltern konzertierte Jean Casadesus oftmals sechshändig. Jean und seine Eltern spielten Mozarts Konzerte für 2 und 3 Klaviere. Sie nahmen diese Werke mit dem Columbia Symphony und Cleveland Orchestra unter George Szell und mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Eugene Ormandy auf.

Im Jahr 1953 heiratete er Evie Girard, die Tochter des Malers André Girard. Jean und Evie Casadesus hatten ein Kind, eine Tochter Agnès.

Jean Casadesus starb bei einem Autounfall in Kanada Anfang 1972.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947: Jean Casadesus wird Laureat des Internationalen Musikwettbewerbs in Genf[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Private Webseite von Jean Casadesus
  2. James H. North: New York Philharmonic: The Authorized Recordings 1917-2005. 2006, Seite 103
  3. Ingo Harden, Gregor Willmes: PianistenProfile: 600 Interpreten: ihre Biografie, ihr Stil, ihre Aufnahmen. Bärenreiter 2008, Seite 119