Jean Rollin

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Jean Michel Rollin Le Gentil (* 3. November 1938 in Neuilly-sur-Seine; † 15. Dezember 2010 in Paris[1]) war ein französischer Regisseur und Drehbuchautor. Er ist bekannt für eine Reihe surrealistischer Vampirfilmen, die seine Karriere begründeten. Seine Inszenierungen enthalten oft eine erotische Komponente, häufig sind nackte Frauen zu sehen, so dass er in den 1970er Jahren schnell auf das Klischee der „Sex-Vampir-Filme“ reduziert wurde. Zu seinen Arbeiten gehören der erste französische Vampirfilm (Die Vergewaltigung des Vampirs / Le Viol du vampire) und der erste französische Gorefilm (Foltermühle der gefangenen Frauen / Les raisins de la mort).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rollin wurde 1938 als Sohn eines Theaterdirektors in Neuilly-sur-Seine geboren; so kam er früh mit dem französischen Boulevard- und Operettentheater in Berührung. Zu den Freunden seiner Familie zählte der Schriftsteller und Philosoph Georges Bataille. Schon in jungen Jahren begeisterte sich Rollin für Literatur, amerikanische Low-Budget-Filme und den französischen Expressionismus. Unter verschiedenen Pseudonymen, darunter Michel Gentil, drehte er Hardcore-Filme.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968: Die Vergewaltigung des Vampirs (Le Viol du Vampire)
  • 1969: Die nackten Vampire (La Vampire Nue)
  • 1970: Sexual-Terror der entfesselten Vampire (Le Frisson des Vampires)
  • 1971: Die Folterkammer des Vampirs (Requiem pour un Vampire)
  • 1972: Die eiserne Rose (La Rose de Fer)
  • 1973: Dienerinnen des Satans (Les Demoniaques)
  • 1974: Lèvres de Sang
  • 1975: Phantasmes
  • 1978: Foltermühle der gefangenen Frauen (Les Raisins de la Mort)
  • 1979: Fascination
  • 1980: La Nuit des Traquees
  • 1980: Sumpf der lebenden Toten (Le Lac des Morts-Vivants)
  • 1981: Les Echappees
  • 1982: Lady Dracula (La Morte Vivante)
  • 1983: Les trottoirs de Bangkok
  • 1988: Emmanuelle 6
  • 1991: Perdue dans New York
  • 1993: La Femme Dangereuse
  • 1995: Les Deux Orphelines Vampires
  • 2000: Draculas Braut (La Fiancée de Dracula)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • –MAERZ– (Axel Estein): Jean Rollin – Permabeben im Gerippe. In: Splatting Immage. Nr. 5, März 1990.
  • –MAERZ– (Axel Estein): Jean Rollin – Den Schorf der Vulkane melken. In: Splatting Immage. Nr. 6, März 1991.
  • Peter Blumenstock: Interview mit Jean Rollin. In: Video Watchdog. 31, 1995.
  • Cathal Tohill, Pete Tombs: Immoral Tales: European Sex & Horror Movies 1956–1984. St. Martin’s Griffin edition, 1995, ISBN 0-312-13519-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Info auf fangoria.com