Jediismus

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Der Jediismus ist eine synkretistische Weltanschauung, die ihren Namen und einen Teil ihrer Terminologie an den Orden der Jedi aus der Science-Fiction-Filmreihe Star Wars angelehnt hat.[1][2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jediismus enthält spirituelle Inhalte des Christentums, des Buddhismus, des Daoismus und des Shintoismus. Jediisten nehmen an, dass die „Macht“ (englisch force) in den Star-Wars-Filmen am besten mit der karmischen lenkbaren Energie der eigenen, ursprünglichen Glaubensrichtung zusammenpasst.[3]

Bei Volksbefragungen war Jediismus im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland 2001 eine so häufige Nennung, dass sie ein eigenes numerisches Kürzel (896) für die Eintragung ins Formular bekam.[4] Auch in Australien bekannten sich mehr als 70.000 Menschen bei einer Volksbefragung im selben Jahr zum Jediismus.[5] Das Australian Bureau of Statistics stellt jedoch nach der Erhebung klar, dass die Antwort auf die Religionsfrage keinen Einfluss auf eine mögliche Anerkennung hat und drohte mit der Verhängung eines Bußgeldes.[6] Die Antwort „Jedi“ wurde daher der Spalte „undefined“ zugerechnet.

Bei einer 2011 durchgeführten Volkszählung in Tschechien gaben 15.070 Bürger den Jediismus als Religion an.[7]

Die Wohlfahrtskommission der britischen Regierung entschied, dass das Jedi-Rittertum keine Religion sei. Ein Antrag des „Tempels des Ordens der Jedi“ auf Gemeinnützigkeit wurde damit abgelehnt.[8]

Heute existieren verschiedene Jedi Orden, zum Teil auch in Deutschland. Einer der bekanntesten Orden im deutschsprachigen Raum ist der Order of Hope (Kurz: OOH). Seine Mitglieder erkennen den Jediismus als eine Philosophie an.

Chris Brennan, der Präsident von Star Walkin Inc., schätzte die Zahl der tatsächlichen Religionsangehörigen auf 5000 Menschen. Weitere 50.000 Stimmen stammen dagegen von Fans und die restlichen 15.000 Bürger hätten aus Protest zum Staat den Jediismus als ihre Religion angegeben. Diese Protestwähler und „Funzirkel“ stellen auch das eigentliche Problem der Akzeptanz der Jediisten dar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Bernard Clarke – New Religions in Global Perspective. Google Books, , ISBN 9780415257480. - Accessed 1 June 2010
  2. Lynne Hume, Kathleen McPhillips – Popular Spiritualities. Google Books, , ISBN 9780754639992. - Accessed 1 June 2010
  3. http://templeofthejediorder.org/index.php
  4. PDF-Formular der britischen Volksbefragung; Eintrag auf S. 18, im PDF „S. 92“ (englisch; 275 kB) (englisch)
  5. Census of Population and Housing – The 2001 Census, Religion and the Jedi (Australian Bureau of Statistics)
  6. abs.gov.au: Census of Population and Housing – The 2001 Census, Religion and the Jedi
  7. Tausende Tschechen outen sich als Jedi-Jünger Spiegel online, 15. Dezember 2011
  8. Ist „Jediismus“ eine Religion? — Star Wars-Fans müssen jetzt ganz stark sein (Stuttgarter Zeitung, 19. Dez. 2016)